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09.12.2022

Stadtzentrum im „neuen Licht“

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Beleuchtungskonzept Innenstadt


Die eigene Stadt im rechten Lichte erscheinen zu lassen – dieses Ziel verfolgt wohl jede Kommune. In Mönchengladbach geht man diese Aufgabe aber nicht nur im übertragenen Sinne an. Mit dem „Beleuchtungskonzept Innenstadt“ soll im gesamten Innenstadtbereich ein attraktives nächtliches Erscheinungsbild entstehen. Dabei sollen die jeweiligen Stadträume Leuchten erhalten, die zu ihnen passen und die eigene Identität mit formen. Und natürlich soll das Stadtlicht in Zukunft energieeffizient, emissionsarm und insektenfreundlich sein.

In dem Konzept werden für das gesamte Fördergebiet der „Sozialen Stadt – Gladbach und Westend“ Beleuchtungslösungen für unterschiedliche räumliche Situationen aufgezeigt:


Im gesamten Hauptgeschäftsbereich, also vom Bahnhof bis zur Altstadt soll die markante „Innenstadtleuchte“ mit mehreren Leuchtenköpfen zum Einsatz kommen. © OC | Lichtplanung
Innerhalb der Altstadt werden die Leuchten weiterhin eine historisierende Anmutung haben. © OC | Lichtplanung
In Wohnstraßen sollen viereinhalb bis sechs Meter hohe warmweiße Stadtleuchten zum Einsatz kommen © OC | Lichtplanung
Eine weitere Ausführung der Stadtleuchten sieht so aus. © OC | Lichtplanung
Sechs bis 12 Meter hohe neutralweiße Funktionsleuchten sind an den Hauptverkehrsstraßen vorgesehen. © OC | Lichtplanung
In Parks und Grünanlagen liegt der Fokus auf einer umweltschonenden, minimalen Grundbeleuchtung sowie einer angemessenen Ausleuchtung entlang der Wege. © OC | Lichtplanung

Hier sind einige der Aspekte, auf die beim Beleuchtungskonzept besonders geachtet wurde.

 

Atmosphärisch: Die Altstadt ist das „Wohnzimmer“ der Stadt.Hier muss die Beleuchtung nicht nur Licht ins Dunkel bringen, sondern auch eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Dafür sorgen einerseits die niedrige Höhe von 4 Metern und andererseits der warmweiße Farbton mit nur 2.700 Kelvin. Durch die historisch anmutenden Leuchtenköpfe fügt sich die Altstadtleuchte auch tagsüber perfekt ins Stadtbild ein.

 

Sicher: Gemütlich ja, dunkle Ecken und Angsträume nein danke. Damit dieser Balanceakt gelingt, werden in der Altstadt künftig mehr Leuchten installiert als bislang. Sicherheit bedeutet aber nicht nur, vor Kriminalität geschützt zu sein. Auch gute Sicht im Straßenverkehr spielt eine wichtige Rolle. Die Verkehrsleuchten werden deshalb – je nach Straßenbreite – in Höhen von 6 bis 12 Metern montiert und sorgen mit 3.000 bis 4.000 Kelvin dafür, dass die Verkehrsteilnehmer auch nachts den Durchblick haben.

 

Attraktiv: Neben der richtigen Auswahl an „Straßenlaternen“ wird im Beleuchtungskonzept Innenstadt eine adäquate Beleuchtung der städtischen Wahrzeichen vorgedacht. Denn die Fassaden von Abtei, Christuskirche, Haus Erholung oder Hauptbahnhof sollen in Zukunft noch deutlich stärker den Blick der Nachtschwärmer auf sich ziehen als bislang. Daneben werden weitere Ideen skizziert, etwa die Inszenierungen von Brücken und Tunneln oder auch von Sitzgelegenheiten mit mehrfarbigem Licht.

 

Insektenfreundlich: Auch ein Übermaß an Licht ist eine Form der Verschmutzung. Streulicht zu vermeiden und damit Mensch und Umwelt, insbesondere Insekten, möglichst wenig zu beeinträchtigen, war deshalb eines der Grundprinzipien des Konzeptes. Alle Leuchten lenken das Licht gezielt in den Bereich, der erhellt werden soll. Besonders konsequent soll der Lichtverschmutzung künftig in Parks und Grünanlagen entgegengetreten werden. Hier ist eine geringe Grundbeleuchtung der Wege vorgesehen, die bei der Orientierung hilft. Dank „mitlaufendem Licht“ soll sich die Beleuchtung zukünftig gezielt immer dann ganz hell schalten, wenn Menschen in der Nähe sind.

 

Sparsam: Der Austausch der Beleuchtung macht nicht zuletzt auch energetisch Sinn. Denn die teils stark veraltete Innenstadtbeleuchtung wird dank sparsamer LED-Technik künftig nur noch einen Bruchteil an Energie verbrauchen. Auch die Altstadtleuchten werden zwar historisch aussehen, im Kern aber LEDs nach dem aktuellen Stand der Technik sein.

 


So leuchtet Mönchengladbach

Im Stadtgebiet Mönchengladbachs sind derzeit ca. 24.000 Lichtpunkte in Betrieb. Die Beleuchtung der städtischen Wahrzeichen wird diesen Winter (2022/2023) allerdings ausgesetzt. Das hat der Energie-Krisenstab der Stadt entschieden, um angesichts der aktuellen Knappheit weniger Energie zu verbrauchen.

Bei der Umsetzung des neuen Beleuchtungskonzeptes wird die Altstadtbeleuchtung den Auftakt machen. Aber auch bei laufenden oder jüngst abgeschlossenen Projekten hat die Stadt die Grundsätze des neuen Konzepts schon berücksichtigt, damit die Leuchten nicht demnächst ein weiteres Mal erneuert werden müssen. Im restlichen Innenstadtbereich soll die Beleuchtung Schritt für Schritt und möglichst in Kombination mit weiteren Arbeiten ausgetauscht werden.

Interesse geweckt? Dann hier das Beleuchtungskonzept Innenstadt herunterladen (PDF).