Fachbereich Stadtentwicklung und Planung (FB 61)

Abteilung Stadterneuerung und Stadtentwicklung

 

Mönchengladbach-Rheydt ist ein Ortsteil mit rd. 41.000 Einwohnern im Stadtbezirk Süd. Rheydt kommt in Mönchengladbach eine besondere Bedeutung zu, da es neben der rd. 4 km entfernten Innenstadt Mönchengladbachs ein weiteres Zentrum der Stadt darstellt. Es bündelt Verwaltungs- und Kultureinrichtungen sowie vielseitigen Einzelhandel und Gastronomie. Seine starke funktionale Struktur und die Identität der Bewohner ergeben sich aus der langjährigen Eigenständigkeit vor der Gebietsreform im Jahr 1975.

 

Auch wenn Rheydt insbesondere von Einwohnern der südlichen Stadtteile Mönchengladbachs als  Zentrum geschätzt wird, leidet es seit Jahren unter zunehmenden Funktionsverlusten im Einzelhandel und städtebaulichen Missständen. Das Stadtbild wirkt vernachlässigt und die innerstädtische Atmosphäre wird geschwächt. Neben den raumstrukturellen Themen sind soziale Probleme des Stadtteils offensichtlich. Der sehr hohe Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund in Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen sowie die erheblichen Sprach- und Bildungsdefizite machen deutlich, dass die Rheydter Innenstadt einen deutlich höheren Bedarf an Förder- und Integrationsangeboten hat als andere Stadtteile Mönchengladbachs.

 

In den vergangenen Jahren konnten durch die Erarbeitung und Umsetzung unterschiedlicher Konzepte bereits Verbesserungen im Stadtteil erreicht werden. Einen wichtigen Beitrag dazu hat die erste Förderphase der Sozialen Stadt NRW geleistet. Gleichwohl ist noch immer Handlungsbedarf gegeben, der gegenwärtig mit einer zweiten Förderphase der Sozialen Stadt NRW bearbeitet wird.

Die Stadt Mönchengladbach wurde 2010 mit der Innenstadt Rheydt in das Programm Soziale Stadt NRW aufgenommen. Hierbei sind von 2010 bis 2015 rund 50 Projekte angeschoben und in großen Teilen umgesetzt worden. Insgesamt sind bereits 27 Millionen Euro aus EFRE-, Bund-, und Landesmitteln investiert worden. Die großen baulichen Veränderungen lassen sich in der Innenstadt deutlich ablesen. Zu den zentralen Projekten der Förderphase gehörten u.a.: 

  • Neugestaltung des Marktplatzes als neue Mitte

  • Umgestaltung Markt- und Harmoniestraße / Sparkassenvorplatz

  • Umgestaltung Marienplatz

  • Umgestaltung Hugo-Junkers-Park, Sanierung Pahlkebad

  • Umsetzung der „Bespielbaren Stadt“

Neben den baulich-räumlichen Veränderungen hat das Sozialdezernat zahlreiche Projekte und Kooperationen im Sozial- und Bildungsbereich angestoßen. Als besonderes Projekt kann hier die Interkulturelle Familienbibliothek hervorgehoben werden.

Besonders erfreulich ist, dass einige der Projekte über ihre Förderung hinaus aus dem städtischen Haushalt heraus weitergeführt werden können, sodass eine nachhaltige Wirkung für den Stadtteil erzielt werden konnte.

 

Einen Überblick über den Ablauf der ersten Förderphase und die Ergebnisse bietet die Dokumentation zur Sozialen Stadt Rheydt, die im Februar 2017 veröffentlicht wurde und hier zum Download bereitsteht.

 

Bereits in der Endphase der ersten Förderphase ist deutlich geworden, dass die durchgeführten Projekte und Maßnahmen zwar deutliche Verbesserungen für Rheydt und seine Bewohner erzielt haben, gleichwohl aber noch weiterer Handlungsbedarf bestand. Dieser konnte im Rahmen der Umsetzung des Innenstadtkonzepts nicht mehr bearbeitet werden, sodass sich die Stadt Mönchengladbach zur Fortschreibung des Innenstadtkonzepts als Integriertes Handlungskonzept entschlossen hat.

 

Neben einer weiteren Stärkung der Innenstadt, die immer noch unter Funktionsverlusten und Leerstand leidet, werden im Integrierten Handlungskonzept die angrenzenden Wohnbereiche mit in das Fördergebiet eingeschlossen. Hier bestehen vor allem Defizite in der Gestaltung des Wohnumfelds und des öffentlichen Raums.

 

Die Projekte der neuen Förderphase, die auf insgesamt sieben Handlungsfelder verteilt sind, sollen bis 2020 umgesetzt werden. Wie bereits in der ersten Förderphase wird dabei wieder auf eine intensive Beteiligung der Bewohner Rheydts gesetzt.

 

Begleitet wird die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes vom Büro Höcker Project Managers.

 

 

 

Die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes kann hier heruntergeladen werden. Im Integrierten Handlungskonzept finden sich zahlreiche weitere Informationen zur Ausgangslage im Stadtteil und den geplanten Projekten.

Über die aktuellen Entwicklungen der Sozialen Stadt Rheydt informiert das Quartiersmanagement auf der Website www.mein-rheydt.de

Dort finden Sie auch Informationen zu aktuellen Beteiligungsveranstaltungen im Stadtteil, zur regelmäßigen Stadtteilkonferenz, zum Quartierscafé, zu Fördermöglichkeiten für Immobilieneigentümer im Rahmen des Hof- und Fassadenprogramms u.v.m.

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