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Soziale Stadt Gladbach & Westend

Vom Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) Alt-Mönchengladbach zur Sozialen Stadt Gladbach & Westend

Im Bereich der Mönchengladbacher Innenstadt sowie angrenzender Wohnquartiere werden seit Jahren Missstände und negative Entwicklungen sowohl in städtebaulicher als auch in sozioökonomischer Hinsicht verzeichnet. Ausgebliebene Investitionen in den öffentlichen Raum, aber auch in den privaten Wohnbestand führen an mehreren Stellen unter anderem dazu, dass Trading-Down-Entwicklungen beobachtet werden (z.B. Waldhausener Straße) und dass der öffentliche (Freizeit-)Raum nicht mehr die zeitgemäßen Qualitäten aufweist, um sowohl für Besucher als auch Bewohner als attraktiver Freizeit- und Erholungsraum wahrgenommen zu werden. Handlungsbedarf besteht somit sowohl in den Bereichen Städtebau, Verkehr und Freiraum, in der Immobilienwirtschaft und dem Wohnen, der sozialen Integration sowie Bildung und Qualifizierung.

Das Untersuchungsgebiet kann neben stehend eingesehen werden.  

Um in die Städtebauförderung aufgenommen zu werden, wurde für die Mönchengladbacher Innenstadt ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. Von Oktober 2016 bis April 2017 fand dazu mit Unterstützung des Dortmunder Büros steg NRW eine umfassende Analyse des Untersuchungsraums statt, um inhaltliche und räumliche Handlungsschwerpunkte herauszuarbeiten. Mitte 2017 wurden die Ergebnisse der Analysephase zu konkreten Zielen, Maßnahmen und Handlungsempfehlungen ausgearbeitet. Im Herbst 2017 lag ein erster Entwurf des Integrierten Handlungskonzepts vor. Im Februar 2018 wurde das Konzept vom Rat der Stadt Mönchengladbach beschlossen.

Die im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept (ink. Maßnahmenkarte) dargestellten Inhalte stellten die Grundlage für die Bewerbung der Stadt Mönchengladbach um Fördermittel beim Land, Bund und der EU dar. Die Umsetzung erfolgt, bei erfolgreicher Aufnahme in ein Städtebauförderungsprogramm und ausreichender Mittelverfügbarkeit seitens des Fördergebers, ähnlich wie bei der Sozialen Stadt Rheydt in zwei Förderphasen: zunächst 2018 – 2022 und anschließend 2023 – 2027. In der Zwischenzeit hat die Stadt Mönchengladbach 11 Zuwendungsbescheide mit förderfähigen Gesamtkosten von rund 40 Millionen erhalten. Für die zweite Förderphase ab 2023 wurde das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept aktualisiert und am 14.09.2022 vom Rat der Stadt Mönchengladbach beschlossen. Weitere Detailinformationen zu den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses im Rahmen der Aktualisierung finden sich hier.

Das Fördergeiet umfasst eine Fläche von rd. 243 ha. Im Norden wird es von der Hermann-Piecq-Anlage/Hohenzollernstraße begrenzt und verläuft im Nordosten entlang der Gneisenau-, Humboldt- und Breitenbachstraße. Im Osten orientiert sich die Abgrenzung an den Gleisanlagen und im Süden entlang des Karl-
Barthold-Wegs, der Hügel-, Leibniz- und Blumenberger Straße. Im Westen wird das Fördergebiet von der Burggrafen- und Sternstraße begrenzt, die wiederum auf die Hermann-Piecq-Anlage führen. 
Orientiert man sich an den statistischen Bezirken der Stadt Mönchengladbach, umfasst das vorliegende IHEK den Stadtteil Gladbach (alle statistischen Bezirke dieses Stadtteils) sowie einen angrenzenden statistischen Bezirk des Stadtteils Westend.

Die genaue Abgrenzung kann im hier im städtischen Geoportal eingeshen werden. 

Die Stadt Mönchengladbach wurde 2018 mit dem Fördergebiet Gladbach & Westend in das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt aufgenommen. Die Umsetzung erfolgt, bei erfolgreicher Aufnahme in ein Städtebauförderungsprogramm und ausreichender Mittelverfügbarkeit seitens des Fördergebers, ähnlich wie bei der Sozialen Stadt Rheydt in zwei Förderphasen: zunächst 2018 – 2022 und anschließend 2023 – 2027. Bisher hat die Stadt Mönchengladbach 11 Zuwendungsbescheide mit förderfähigen Gesamtkosten von rund 40 Millionen erhalten.

Zu den zentralen Projekten der Förderphase gehören u.a.:

  • Sanierung und Modernisierung der Zentralbibliothek
  • Umgestaltung Platz der Republik
  • Umgestaltung Hans-Jonas Park
  • Umgestaltung Geropark
  • Umgestaltung Alexianer Straße

Eine Übersicht aller Maßnahmen findet sich hier

 

Neben den baulich-räumlichen Veränderungen haben insbesondere Projekte der Aktiven Mitwirkung zu einer Belebung der Innenstadt beigetragen. Eine Übersicht der Projekte findet sich hier.

Für die zweite Förderphase ab 2023 wurde das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept aktualisiert und am 14.09.2022 vom Rat der Stadt Mönchengladach beschlossen.

Bei der Erarbeitung der zweiten Förderphase wurden die Maßnahmen und Zielsetungen der Teilprojekte dahin gehend überprüft und geschärft, ob diese zur Anpassung an den Klimawandel und zur Verbesserung der grünen Infrastruktur beitragen. 

Zu den zentralen Projekten der Förderphase gehören u.a.:

• Umgestaltung der Hindenburgstraße (nach dem Leitbild von Karres en Brands) inklusive Alter Markt, Kapuzinerstraße, Marktstieg, An der Stadtmauer und Sonnenhausplatz

• Aufwertung des Jugendzentrums STEP

• Umgestaltung Johann-Peter-Bölling-Platzes

• Aufwertung und Umbau des Jugendclubhauses Westend zu einem Gemeinschaftszentrum

• Sanierung und Erweiterung der Ernst-Reuter-Sportanlage

Die Aktualisierung des IHEKs finden Sie hier und eine Übersicht der Maßnahmen hier.

Schon seit der Erarbeitung des Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzeptes 2017 hat die Stadt Mönchengladbach auf einen intensiven Austausch mit der Bevölkerung gesetzt. So fanden Informationsveranstaltungen, umfassende Workshops für unterschiedliche Zielgruppen, sogenannte Stadtchecks für Bürgerinnen und Bürger an zentralen Orten des Untersuchungsgebiets u.v.m. statt, um die Öffentlichkeit über den Prozess zu informieren und ihre Ideen und Anregungen einfließen zu lassen.

Bei der Umsetzung der Einzelprojekte konnten zusammen mit dem Quartiersmanagement umfassende Beteiligungsformate durchgeführt werden. Dabei wurden auch gänzlich neue Formate und Beteiligungsformen ausprobiert, die sich zum Teil aufgrund der Restriktionen in der Pandemie entwickelt haben, um trotz der Beschränkungen weiter beteiligen zu können. Dazu zählen Online-Formate, wie Befragungen und kommentierbare Abstimmungen per QR-Code. Daneben haben sich für alle großen Umbaumaßnahmen Arbeitskreise gegründet, die von Anwohner*innen, Institutionen und städtischen Fachämtern besetzt werden. Hier werden die Detailplanungen je Projekt diskutiert und im Sinne der Verstetigung Ideen für die künftige Nutzung der Anlagen erarbeitet. In den vergangenen 5 Jahren sind über 200 Veranstaltungen mit mehr als 6.400 Beteiligten durchgeführt worden (Stand 30.06.2022).

Daneben sind auch zahlreiche stadtinterne Abstimmungsstrukturen entstanden, die eine fachbereichsübergreifende Bearbeitung der Themen ermöglicht. Für den Platz der Republik ist 2020 die Sicherheitskooperation Vitus gegründet worden, um die Probleme des Platzes ganzheitlich zu betrachten. In einzelnen Arbeitsgruppen werden die Themen Sicherheit, Sauberkeit, Sozialstruktur, Gestaltung und Belebung des Platzes bearbeitet. Vertiefende Informationen zur SiKo Vitus finden Sie hier.

 

 

Das IHEK Alt-Mönchengladbach (Gladbach & Westend) sowie die Aktualisierung zur zweiten Förderphase können unten stehend eingesehen werden. 

IHEK Alt-Mönchengladbach (1.Föderphase)

Aktualisierung IHEK Gladbach & Westend (2. Förderphase)

Bauliche Projekte

Einige Baumaßnahmen sind im Rahmen der ersten Förderpahse bereits feriggestellt. Dazu gehört die Alexianerstraße und der Platz der Republik. 

© Stephanie Schoenen, Quartiersmanagement

Feierliche Eröffnung Alexianerstraße am 07.05.2022

Zur Eröffnung der umgebauten Alexianerstraße haben Anwohner*innen, Ehrenamtler*innen und die verschiedenen Institutionen aus dem Westend ein buntes Straßenfest organisiert, das etwa 500 Besucher*innen aus der Nachbarschaft angelockt hat. Dies hatte einiges zu bieten: Neben dem Stationentheater Westendgeschichten gab es T-Shirt-Druck, eine Zeitkapsel zur Geschichte des ehemaligen Jugendclubhauses, eine Ausstellung zum Alexianerkloster, Bewegungsangebote für Kinder, einen Stand zum Thema Food-Sharing, die Bepflanzung von Hochbeeten, eine Nachbarschaftswerkstatt für Kinder sowie die Präsentation der Stadtteilzeitung. Auf und vor der Bühne konnte man außerdem bis in den Abend hinein bulgarische Folklore, Rap und Live-Musik erleben. Die Aufwertung der Straße hat zwei neue Plätze geschaffen, die von den Anwohner*innen und den Einrichtungen vor Ort nun mit Leben gefüllt werden. Der Arbeitskreis im Westend wird auch weiterhin bestehen bleiben und hierzu Ideen ausarbeiten. Insgesamt sind rund 1,8 Millionen Euro investiert worden (davon 1,3 Millionen Euro über die Förderung aus EFRE-Mitteln und Zuschüssen des Bundes und des Landes).  

© Andreas Baum

„Sport“-Platz der Republik eröffnet

Am 17.09.2022 konnte der Platz der Republik endlich wiedereröffnet werden. Nach der rund einjährigen Bauzeit hat sich der Platz östlich vom Hauptbahnhof vollkommen gewandelt. In der Platzmitte ist unter anderem eine Skate-Plaza entstanden, die bereits am Eröffnungstag unzählige skatebegeisterte Menschen angezogen hat. Daneben muss der Platz weitere Funktionen übernehmen, die in die Gestaltung eingeflossen sind. Dazu gehört unter anderem eine neue Nord-Süd-Verbindung für Radfahrer*innen, ebenso wie eine effiziente Abwicklung des Fanverkehrs bei Bundesligaspielen mit dem neuen Kreisverkehr auf der Heinrich-Sturm-Straße. Insgesamt ist deutlich mehr Raum für Fußgänger*innen und für Grünflächen entstanden, eine direkte Durchfahrt über den Platz ist nicht mehr möglich. Am Eröffnungstag haben sich zahlreiche Vereine und Anrainer präsentiert und den Platz für sich auf unterschiedliche Arten entdeckt. Neben Herrn Oberbürgermeister Felix Heinrichs und Herrn Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin hielten auch der Polizeipräsident Herr Mathis Wiesselmann sowie Herr Michael Potschka von der Bundespolizei eine Eröffnungsrede. Bei den beiden letzten Rednern war vor allem der Hinweis auf die Arbeit der Sicherheitskooperation wichtig, die sich auch nach der Fertigstellung der Bauarbeiten weiterhin um den Platz kümmern wird (weitere Infos hier). In Kürze soll eine neue Polizeiwache für die Bundespolizei im alten Schossau-Gebäude entstehen, die gemeinsam vom Ordnungsdienst und der Landespolizei genutzt werden kann. Insgesamt sind rund 5,5 Millionen Euro in den Umbau des Platzes investiert worden, wovon 4,2 Millionen Euro über EU-, Bundes- und Landesmittel gefördert worden sind. Weitere Informationen finden Sie hier.

Hans-Jonas Park ist eröffnet

Im September 2022 konnte der Hans-Jonas-Park feierlich der Öffentlichkeit übergeben werden. Obwohl noch nicht alle Ecken des Parks aufgrund von baulichen Verzögerungen vollständig fertiggestellt waren, konnten die Veränderungen dennoch gut sichtbar bestaunt werden. Alle umliegenden Einrichtungen hatten ihren Beitrag zur Parkeröffnung geleistet, so gab es musikalische Beiträge, Angebote für Kinder und Jugendliche sowie erste Basketballspiele im neuen Omnistadion. Insgesamt sind rund 3,5 Millionen Euro in den Park investiert worden. Es sind zahlreiche neue Angebote für Kinder und Jugendliche entstanden. Darüber hinaus wurde der Hauptweg barrierefrei ausgestaltet und die Beleuchtung optimiert. Auch zukünftig ist es geplant, dass die umliegenden Einrichtungen den Park intensiv bespielen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Leerer Teich Geropark

Aktuelle Baustellen

  • Im Geropark wird seit März 2022 gebaut. Das Ende der Baustelle ist für August 2023 vorgesehen. Aktuelle Informationen finden Sie hier.
  • Ab Januar 2023 werden die Umbauarbeiten an den drei Spielplätzen Hügelstraße, Ferdinand-Strahl-Straße sowie an der Parkstraße beginnen. Diese werden nach derzeitigem Stand im Juni 2023 abgeschlossen sein. Detailinformationen gibt es hier.
  • In der Zentralbibliothek werden die letzten Arbeiten ausgeführt, sodass die Bibliothek im März wieder zurück an ihren alten Standort ziehen kann. Die Eröffnung der Bibliothek soll im Juni 2023 stattfinden. Den gesamten Ablauf des Projektes sowie weitere aktuelle Informationen finden Sie hier.
  • Im September 2022 konnten sowohl der Platz der Republik als auch der Hans-Jonas-Park der Öffentlichkeit übergeben werden
  • Derzeit schreiten die Planungen in der Lüpertzender Straße voran. Nach einem Rundgang und einer Beteiligungsveranstaltung im Dezember 2022 wird am 08.02.2023 eine weitere Veranstaltung zum Thema Mobilität und Aufenthaltsqualität in der Straße durchgeführt. Im Vorfeld werden dazu die Anwohner*innen zu ihrem Mobilitätswünschen und –verhalten befragt. Ebenso wurden im vergangenen Jahr die Schüler*innen der VHS und der Musikschule zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Diese Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für die weitere Ausgestaltung der Straße hin zu einer Wohnstraße der Zukunft. Aktuelle Informationen finden Sie hier.

Alle Detailinformationen zu einzelnen Projekten sowie Fördermöglichkeiten und Beratungsleistungen erhalten Sie auf der Homepage des Quartiersmanagements Gladbach und Westend: https://qm.mg/category/allgemein/ansprechpartner.