Norbert Peltzer

Norbert Peltzer

Blaffert 55
41238 Mönchengladbach
Tel.: 02166/ 12 59 70
E-mail:norbert.peltzer@t-online.de
Homepage: http://www.norbertpeltzer.de



Biografie

Norbert Peltzer hat schon früh mit dem Dichten begonnen. Bisher sind von ihm zwei Gedichtbände erschienen: „Von den Früchten dieses Baumes – Gedichte für die Romantik im neuen Millennium“ (2003) sowie „Die Mundart Gottes“ (2010). Bei beiden Bänden, die jeweils im Laufe von Jahren entstanden sind, handelt es sich um unterhaltsame, sprachlich anspruchsvolle Gedichtsammlungen.

Für den Dichter Norbert Peltzer sind seine Bücher mit den leicht lesbaren Gedichten „Gesundheitsmaßnahmen, die erfreuen, aufbauen und kräftigen wollen“. Beide Gedichtbände sind das teils heitere, teils engagierte Bekenntnis des Autors zu romantisch-poetischer Weltsicht, auch und gerade in heutiger Zeit. Tragend ist dabei die Überzeugung des Dichters, dass die Substanz klassisch-romantischer Kunst- und Lebensauffassung auch heute noch ihre Geltung hat. Dies zeigt sich zum einen in den Themen der Bücher (Liebe, Poesie, Inspiration sowie das dichterische Wort, das oft mystischen und religiös offenbarenden Charakter hat). Es zeigt sich aber auch in den verwendeten Formen: Es dominieren die bewusst gewählten (scheinbar einfachen) volksliedhaften Strophenformen, wie sie oft in der Romantik verwendet wurden. Großen Wert legt der Dichter dabei auf eine sorgfältige melodische Ausformung der Texte und eine Musikalisierung der Sprache, wie sie zum Beispiel durch Binnenreime, Alliterationen und weiterer Klangelemente erreicht werden.

 

Bibliografie

2003
Gedichtband „Von den Früchten dieses Baumes –Gedichte für die Romantik im neuen Millennium“ Cornelia-Goethe-Literaturverlag, Frankfurt/M. (ISBN 3-8267-5409-3)
2010
Gedichtband „Die Mundart Gottes“. Frieling Verlag, Berlin. (ISBN 978-3-8280-2870-8 


Was ist hier mit den Wörtern los?

Was ist hier mit den Wörtern los?
Kann’s sein, daß Wörter schwelen?
Vielleicht war’s auch ein Frühlingshauch,
Der kam, sie zu beseelen.
Die Wörter sprechen miteinand,
Das ist ja nicht glauben!
Die Wörter sind ja Wort für Wort
Die reinsten Turteltauben.
Sie tanzen alle froh vergnügt,
Jetzt wird auch noch gesungen!
Ein Wörtlein hinten redet schon
Ganz wie mit Engelszungen.
Es klingt, als ob im Wortlaut schon
Ein Techtelmechtel wäre.
Verdächtig tuschelt’s im Papier -
Hier riecht es nach Affäre! verliebt,
Die Worte, die wir mißten.
Man munkelt, daß die Pärchen gar
Im Geiste sich schon küßten.
Moral:
Wenn Wörter, welche sich gesucht
(Zunächst nur alphabetisch)
Gefunden haben, strahlen sie:
Denn dann sind sie poetisch.

 

Woher isch komm, dat fraren misch

Woher isch komm, dat fraren misch
Die Leut in deutschen Staaten.
Wenn isch dann sach: Dat sach isch nisch,
Dann jeht et los mit raten:
“Die Sprache klingt geheimnisvoll",
Heißt manche Variante.
Ein Mönchlein spricht: “Die Zunge ist
Mir eine unbekannte.”
“Sie klingt von fern, doch weich und schön,
Wie eine Ohrenweide,
Vielleicht kommt er aus Krefeld ja,
Der Stadt wie Samt und Seide."
“Mir klingt sie fern und nah zugleich,
Ganz wunderlich, entdeckt’ ich.
Die Art und Weise, wie er spricht,
Ist fast schon dialektisch.”
Das Fräulein Doktor schimpft: “Das klingt
Ja wie von fernen Sternen!
Ich wüßte nur zu gern den Ort,
Wo solche Sprach’ zu lernen.”
Mein Fräulein, isch sach lieber nix,
Da bin isch juut beraten,
Sons würd isch Eusch den schönen Ort
Noch unjewollt verraten.

 

Die Himmelsforscher

Es blicken die Forscher
Der irdischen Welt
Geschäftig und heftig
Ins himmlische Zelt.
Sie suchen mit Eifer
Und dienstlichem Fleiß
Dort oben Mikroben -
Zum Lebensbeweis.
Ich rate dir, Leser,
Das Fernrohr zu dreh’n:
Statt draußen nach außen
Nach innen zu seh’n.
Erforschst du das Leben
In dieser Manier,
Entdeckst du und schmeckst du
Den Himmel in dir.

 

Menschenträume

Menschenträume sind nicht minder
Schlimmer dran als Vogelkinder:
Kaum zu sehen im Geäst,
Liegen sie da schwach im Nest.
Träume brauchen Hipp® als Futter,
Sanostol® und gute Butter,
Weil sie andernfalls verweh’n,
Noch im Nest zugrunde geh’n.
Doch wenn sie nach langen Tagen
Flügge werdend Flügel schlagen,
Glaube ich, dass ganz bestimmt
Jeder Traum dem Nest entklimmt.
Mancher schießt gleich aus der Hüfte,
Sprich: er jagt da durch die Lüfte,
So, als hätt er in der Brust
Es doch immer schon gewusst.
Manch ein andrer denkt verschwiegen,
Er müsst erst mal Muckis kriegen,
Weshalb dieser auf Verdacht
Erst noch Liegestützen macht.
Andre, erst auf allen vieren,
Woll’n auf Wolken balancieren.
Bald schon geht’s auf zwei’n, das reicht;
Es ist cool und kinderleicht!
Träume, schwebend oder klotzend,
Aber vor Gesundheit strotzend,
Freu’n die kindliche Natur
Und die Alten staunen nur.
Und wenn Menschen mal auf Erden
Wieder Menschen-Kinder werden,
Werden sie die Träume seh’n -
Fliegend oder aufrecht geh’n.