Widerspruchsrechte gegen Datenübermittlungen nach dem Bundesmeldegesetz (BMG)

Der Fachbereich Bürgerservice als Meldebehörde darf gemäß den nachfolgenden Rechtsvorschriften Melderegisterdaten von Personen (Einwohnern) an die genannten Stellen übermitteln. Die Daten, welche übermittelt werden dürfen, sind im Detail den genannten Rechtsvorschriften zu entnehmen. 

  • § 58 c Absatz 1 Soldatengesetz (SG) i.V.m. § 36 Abs. 2 BMG
    Zum Zweck der Übersendung von Informationsmaterial übermitteln die Meldebehörden jährlich bis zum 31. März dem Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr Daten zu Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die im nächsten Jahr volljährig werden.  

  •  § 42 Abs. 2 BMG
    Öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften dürfen Daten von Familienangehörigen (Ehegatten, minderjährige Kinder und Eltern minderjähriger Kinder) der Mitglieder einer öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft erhalten, wenn diese nicht derselben oder keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft angehören. Dies gilt nicht, wenn Daten für Zwecke des Steuererhebungsrechts der jeweiligen Religionsgesellschaft übermittelt werden.

  • § 50 Abs. 1 BMG 
    Parteien, Wählergruppen und anderen Trägern von Wahlvorschlägen darf im Zusammenhang mit Parlaments- und Kommunalwahlen zur Wahlwerbung in den sechs der Wahl oder Abstimmung vorangehenden Monaten Auskunft über Gruppen von Wahlberechtigten erteilt werden, soweit für deren Zusammensetzung das Lebensalter der Betroffenen bestimmend ist.   

  • § 50 Abs. 2 BMG 
    Mitgliedern parlamentarischer oder kommunaler Vertretungskörperschaften sowie Presse oder Rundfunk darf die Meldebehörde auf Verlangen Auskunft aus dem Melderegister über Alters- oder Ehejubiläen von Einwohnern erteilen. Altersjubiläen sind der 70. Geburtstag, jeder fünfte weitere Geburtstag und ab dem 100. Geburtstag jeder folgende Geburtstag; Ehejubiläen sind das 50. und jedes folgende Ehejubiläum.
  • § 50 Abs. 3 BMG 
    Adressbuchverlagen dürfen für die Herausgabe von Adressbüchern Auskünfte zu allen Einwohnern, die das 18.Lebensjahr vollendet haben, erteilt werden. 

Nach den §§ 36 Abs. 2, 42 Abs. 3 bzw. 50 Abs. 5 des BMG haben die betroffenen Personen das Recht der Übermittlung ihrer Daten zu widersprechen. Von dem Widerspruchsrecht kann bei der Neuanmeldung in Mönchengladbach, bei einer Anmeldung innerhalb von Mönchen-gladbach oder durch eine Erklärung zu einem späteren Zeitpunkt Gebrauch gemacht werden. Einen entsprechenden Vordruck erhalten Sie unter Formulare & Broschüren. Diesen Vordruck senden Sie bitte an die Stadt Mönchengladbach, Fachbereich Bürgerservice, Einwohnermeldeangelegenheiten und Wahlen, Goebenstraße 4 - 8, 41061 Mönchengladbach.

 

Auf die vorgenannten Rechte wird bis spätestens Ende Oktober eines jeden Jahres im Amtsblatt der Stadt Mönchengladbach hingewiesen.

Die aktuelle Veröffentlichung hierzu erhalten Sie hier.

Formulare und Broschüren

Widerspruch und Einwilligung

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