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Connecting Cities through Culture: Mönchengladbach und Roermond wachsen kulturell zusammen
Wie kann Kultur Brücken über Grenzen schlagen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Interreg-Projekts „Connecting Cities through Culture“, das 2025 Künstler*innen, Kulturakteur*innen und Institutionen aus Mönchengladbach (DE) und Roermond (NL) zusammenbrachte. Ziel des Projektes war es, die euregionale Zusammenarbeit der Kulturszenen der beiden Städte zu stärken und einen kreativen Rahmen für Austausch, Begegnung und gemeinsame künstlerische Produktionen zu schaffen.
Ein lebendiger Auftakt in Roermond
Den Startschuss gab ein Kennenlern- und Vernetzungstreffen am 28. August im Kulturzentrum The Movement in Roermond. Künstler*innen, Kreativschaffende und Vertreter*innen beider Städte kamen hier zusammen, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Ideen für künftige Kooperationen zu entwickeln.
„Es war ein lebendiger Nachmittag voller Energie und Neugier“, berichtet Projektleiterin Lara Valsamidis von der Urbanes Kulturlabor gGmbH, die das Projekt auf deutscher Seite betreut. „Die Atmosphäre war geprägt von echtem Interesse an einer langfristigen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit über die Grenze hinweg.“
Tanz als gemeinsame Sprache
Schon wenige Wochen später wurde der kulturelle Brückenschlag sichtbar: Ein Tanzensemble der Mönchengladbacher Danceroom Crew gastierte beim OpROER-Festival in Roermond. Mit ihrer Tanzperformance „It takes courage to bloom“ begeisterte das Ensemble rund 800 Schüler*innen im Royal Theater.
Die Performance, die Themen wie Veränderung, Mut und Selbstfindung verhandelt, wurde im Laufe eines Tages zehnmal aufgeführt – ein intensiver Austauschmoment zwischen zwei jungen Tanzszenen, der sowohl das Publikum als auch die Künstler*innen nachhaltig bewegte.
Roermond zu Gast in Mönchengladbach
Im Oktober kam es dann beim blank spaces Festival für Kultur- und Kreativwirtschaft zum Gegenbesuch: Das Roermonder Jugendtanztheater Nieuwe Helden – Next Level präsentierte in Mönchengladbach seine mitreißende Performance „STEM“.
Mit Tanz, Rap und Musik erzählten die jungen Künstler*innen von ihrer inneren Stimme und persönlichen Erfahrungen – ein emotionales Stück über Selbstbestimmung und Zusammenhalt. Eingeleitet wurde die Aufführung von dem jungen Musiker-Geschwisterpaar Damla und Musab Bilgiç, die mit türkischer Saz und ihrem Gesang das Publikum tief berührten.
Dialog, der verbindet
Neben den künstlerischen Formaten standen beim blank spaces-Festival auch Austausch und Diskussion im Konferenzteil des Festivals im Fokus. Ein Workshop unter dem Titel „Euregionale Vernetzung der Kulturszenen stärken – Roermond meets Mönchengladbach“ bot erneut Raum für euregionalen Austausch und die Entwicklung neuer Projektideen.
Beim anschließenden Panel „Mind the Gap! Wie euregionale Zusammenarbeit in Kunst & Kultur gestärkt werden kann“ diskutierten Vertreter*innen beider Städte – darunter Josephine Gauselmann, Erste Bürgermeisterin von Mönchengladbach, Vincent Zwijnenberg, Beigeordneter der Stadt Roermond, Agnes Jaraczewski, Leiterin des Kulturbüros Mönchengladbach sowie Kulturakteure wie Ton Wilbers (Niewe Helden, Roermond) und Ramona Buschhaus (Danceroom, Mönchengladbach) – über Chancen und Herausforderungen grenzüberschreitender Kulturarbeit. Moderiert wurde das Gespräch von Marcel Abrahams.
Gemeinsamer Tenor als Fazit der Paneldiskussion: Nachhaltige euregionale Kulturkooperationen brauchen Begegnung und kontinuierlichen Austausch. Projekte wie Connecting Cities through Culture schaffen genau diesen Raum.
Das Projekt Connecting Cities through Cultures wurde durch das Interreg-Programm Deutschland – Nederland ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) und den Programmpartnern kofinanziert.
