Classroom-Management

Unruhe, Störungen oder herausforderndes Verhalten im Unterricht gehören zum Schulalltag und machen oft einen wesentlichen Anteil der erlebten Belastung aus – für Lehrkräfte genauso wie für Schüler*innen. Viele dieser Stressfaktoren lassen sich jedoch durch ein wirksames Classroom-Management deutlich reduzieren. 

Hierzu gehören:

  • Strategien, um konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen und Störungen zu vermeiden ►VORBEUGEN
  • Strategien für den Umgang mit störendem Verhalten ►REAGIEREN
  • Strategien für ein wertschätzendes und verlässliches Eingehen auf individuelle BedürfnisseINDIVIDUELLE LÖSUNGEN

Auf allen Ebenen spielen gleichermaßen Klarheit und Beziehungsförderung eine zentrale Rolle.

 

Ziele von Classroom-Management sind:

  • Als Lehrkraft mehr Zeit für die eigentliche Aufgabe haben – nämlich lehren.
  • Den Schüler*innen ermöglichen, mehr Zeit ihrer eigentlichen Aufgabe in der Schule zu widmen – nämlich lernen.

Psychologische (Lern-)Theorien können dabei helfen, störende Verhaltensweisen zu verstehen und Maßnahmen zur Veränderung abzuleiten. Wir bieten Beratung, Coaching und Fortbildung zur Etablie­rung eines effizienten Classroom-Managements an. Sprechen Sie uns gerne an.

 

 

Workshop-Reihe „Die Fäden in der Hand halten“

Mit dieser Workshop-Reihe unterstützen wir Sie dabei, souverän „die Fäden in der Hand zu halten“ und mehr Ruhe und Struktur in den Unterricht zu bringen. Wir betrachten Schritt für Schritt verschiedene Strategien des Classroom-Managements, die nicht nur das Lernen der Schüler*innen fördern, sondern auch die Lehrkräfte-Gesundheit stärken.

Die Ausschreibung zur laufenden Workshop-Reihe finden Sie hier. Eine neue Ausschreibung ist für das Schuljahr 2026/27 geplant. Bei Interesse nehmen wir Sie gerne unverbindlich in die Warteliste auf und informieren Sie, wenn die neuen Termine feststehen.

 

 

 

Ausgewählte Inhalte und Handouts

Effektive Verhaltensregeln

Transparente und faire Regeln sind für die Schaffung einer positiven Lernatmosphäre unerlässlich. Sie geben Klarheit über gegenseitige Erwartungen, gewährleisten die Grundrechte und schaffen damit Vertrauen und Sicherheit.

Effektive Verhaltensregeln

  • sind sinnvoll und werden als nützlich anerkannt
  • sind auf wenige beschränkt
  • sind allgemein genug, um die Liste nicht unnötig lang werden zu lassen
  • beschreiben sichtbares Verhalten
  • sind – wenn möglich – positiv formuliert
  • werden systematisch eingeübt und regelmäßig wiederholt

Schulweite Regeln werden eher gelernt und befolgt - zumindest, wenn ihre Einhaltung konsistent eingefordert wird.


Stufen pädagogischer Interventionen

Um Schule zu einem sicheren Ort zu machen, ist es beim Umgang insbesondere mit aggressivem Verhalten zentral, das richtige Maß zu wahren. Weder ein zu laxer Umgang mit Regelverstößen, noch ein rigider Umgang sind zielführend. Hilfreich ist es, Konsequenzen im Kontext eines abgestuften Vorgehens von Vorbeugung und Reaktion zu betrachten: Die Möglichkeiten auf den vorangehenden Stufen sollten i. d. R. voll ausgeschöpft werden, bevor Maßnahmen der nächsten zum Einsatz kommen. In gravierenden Vorfällen ist das unmittelbare Reagieren auf einer höheren Stufe erforderlich.

Im Rahmen unserer Beratung zur Krisenintervention und -prävention greifen wir auf das nebenstehende Modell zurück, das auch zur Ableitung einheitlicher Maßstäbe innerhalb des Kollegiums z. B. im Umgang mit verbaler oder körperlicher Gewalt, Diskriminierung oder extremistischen Äußerungen genutzt werden kann.

Hier finden Sie das Modell zum Download.


Verstärkersysteme

Download des Handouts

Verstärkersysteme können ausgesprochen hilfreich dabei sein, erwünschtes Verhalten von Schüler*innen aufzubauen und zu automatisieren. Gleichzeitig wird eine positive Beziehung zwischen Lehrkraft und Schüler*in gestärkt und es wird eine förderliche Lernumgebung geschaffen.

Es gibt jedoch einige Stolpersteine und häufige Missverständnisse zu beachten. Die wichtigsten Aspekte haben wir in einem Handout zusammengestellt.


KlasseKinderSpiel

Das „KlasseKinderSpiel“ (engl. Good Behavior Game; dt. Hillenbrand & Pütz, 2008) ist eine Methode für die Grundschule, um spielerisch erwünschte Verhaltensweisen zu trainieren. Als „echtes“ Verstärkungssystem verknüpft dieses Regeleinhaltung mit positiven Erfahrungen und stellt damit eine Alternative für die umstrittenen „Ampelsysteme“ dar. Die Methode fördert Motivation und Selbstkontrolle und ist insbesondere für die Integration von Schüler*innen hilfreich, die Schwierigkeiten mit der Einhaltung von Regeln haben. Das „KlasseKinderSpiel“ ist wissenschaftlich fundiert und nachweislich wirksam.

Bei Interesse unterstützen wir Sie gerne bei der Einführung in Ihrer Schule.