Tata - jetzt geht´s los! An welches Instrument denken wir bei dieser Fanfare? Richtig - an die Trompete. Aufmarsch der Reiter, Auftritt des Königs, Schlachtbeginn. Die Klänge der Trompete sind durchdringend und schicksalsverkündend, sie steht für Macht und Energie. Schon vor 3000 Jahren wurden dem ägyptischen König Tutanchamun zwei Trompeten aus Silber und Kupfer mit ins Grab gelegt. In der „Zauberflöte“ werden Tamino und Tamina mit Trompeten begrüßt. Bei Beethoven verkündet das Trompetensignal aus der Ferne die Freiheit. Selbst wenn der Elefant sich lautstark bemerkbar macht, sagen wir: Er trompetet - Töröö!
Trompeten sind eigentlich einfach aufgebaut: Man nehme ein Stück Gartenschlauch, stecke einen Plastik-Trichter darauf und schon kann ein Trompeter alle Naturtöne spielen. Das sind die Töne, für die er kein Ventil braucht. Er verändert dafür seine Lippenspannung und den Luftdruck. Im Prinzip geht das so: Lippen einziehen, durch einen engen Spalt dazwischen pusten und unbedingt Hamsterbacken vermeiden. Wenn die Lippen 440-mal pro Sekunde vibrieren, entsteht der Kammerton A. Wer dann auch noch die drei Ventile einsetzt, hat einen Tonumfang von fast drei Oktaven zur Verfügung.
Wer ahnungslos in eine Trompete bläst, produziert bestenfalls ein Quäken. Für den Körper ist es sehr aufwändig, einen schönen Trompetenton zu erzeugen. Trompete spielen ist wie Singen mit einem Megafon. Die drei Ventile dienen nur dazu, die Länge des Verstärkers zu regulieren.






