>> Schnellhilfe: Was tun bei extremer Sommerhitze?

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Klimafolgenanpassung – Hitze

Seit 1996 beschäftigt sich Mönchengladbach mit dem Umgang mit Hitze in der Stadt. Das Handlungskonzept Klimafolgenanpassung – Hitze (2025) schließt an vorangegangene Analysen und Karten an und dient als strategisches Instrument, um Mönchengladbach auf die zunehmenden Hitzeperioden infolge des Klimawandels vorzubereiten. Es beschreibt die bisherigen und künftigen Auswirkungen auf die Stadt und knüpft an teilweise schon umgesetzte, aber noch nicht ausreichende Maßnahmen wie z.B. die Schaffung von Kühlstrukturen durch Gewässerrenaturierungen oder Pflanzung von schattenspendenden Bäumen im öffentlichen Raum. Grundlage des Handlungskonzepts ist eine aktualisierte, erweiterte und weiterentwickelte Stadtklimaanalyse sowie eine umfassende Klimarisikoanalyse, die insbesondere für vulnerable Bevölkerungsgruppen und die städtische Vegetation hohe Risiken durch Hitze, Trockenheit und Wasserknappheit aufzeigt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass thermisch belastete, stark versiegelte Stadtbereiche besonders handlungsbedürftig sind.

Zwei zentrale Ziele stehen im Fokus: der Schutz der Bevölkerung vor Hitzefolgen sowie der Erhalt und Ausbau kühlender Stadtbereiche und ökologisch wertvoller Räume. Das Konzept beschreibt dazu 26 konkrete Schlüsselmaßnahmen, etwa die Schaffung klimaresilienter Vegetationsflächen, die Integration zum Schutz von Kaltluftleitbahnen und Frischluftschneisen in die Stadtplanung und Kooperationen mit der Landwirtschaft. Die Umsetzung soll innerhalb der nächsten fünf Jahre erfolgen und wird durch eine Kommunikations- und Verstetigungsstrategie sowie ein jährliches Monitoring als Teil eines Controllingkonzeptes begleitet, das unter anderem Temperaturentwicklungen, Hitzewellen und die Anzahl frei zugänglicher Trinkwasserspender erfasst.

Sehen sie sich hier das Handlungskonzept Klimafolgenanpassung – Hitze, die Stadtklimaanalyse 2025 und die dazugehörigen Karten an.

 

Tipps zum Umgang mit Hitze in der Stadt

In Städten wird es im Sommer oft deutlich heißer als im Umland – ein Phänomen, das als „städtischer Wärmeinseleffekt“ bekannt ist. Ursache dafür sind vor allem versiegelte Flächen wie Asphalt und Beton, die tagsüber große Mengen Wärme speichern und sie nachts nur langsam wieder abgeben. Gleichzeitig fehlt es in vielen dicht bebauten Stadtquartieren an Grünflächen, Wasser und frischer Luftzufuhr, sodass sich die Hitze besonders in der Nacht staut. Eine wirkliche Abkühlung bleibt häufig aus, was die Zahl sogenannter Tropennächte – also Nächte mit Temperaturen über 20 Grad Celsius – spürbar steigen lässt. Das Problem besteht also nicht nur darin, dass es heiß wird, sondern, dass die Hitze über Tage und Nächte hinweg gespeichert wird.

Diese andauernde Wärme belastet den Körper, erschwert den Schlaf und kann zu Kreislaufproblemen, Dehydrierung und einer Verschlechterung bestehender Krankheiten führen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere und Personen mit gesundheitlichen Vorerkrankungen. Aber auch gesunde Menschen spüren die Auswirkungen: Konzentrationsstörungen, Erschöpfung und psychische Belastungen nehmen zu. In schlecht belüfteten Wohnungen oder Räumen ohne Sonnenschutz können sich diese Effekte noch verstärken. Hinzu kommt, dass Hitzewellen durch den Klimawandel häufiger und intensiver auftreten. Hitze gilt mittlerweile als die größte wetterbedingte Gesundheitsgefahr in Deutschland – vor allem in urbanen Räumen.

Erfahren Sie in dieser Broschüre des Umweltbundesamtes, wie Sie mit der Hitze im Alltag umgehen können: Tipps im Umgang mit der Hitze - Hitzeknigge

Bei der Verbraucherzentrale NRW finden Sie wertvolle Hinweise im Umgang mit der Hitze, und welche baulichen Maßnahmen, wie Vordach, Markise oder Rollläden, Sie in Ihrem zu Hause ergreifen können, um das Gebäude an die Hitze anzupassen. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert über amtliche Hitzewarnungen, z.B. in einem Newsletter, oder via App direkt aufs Handy, und gibt Verhaltenshinweise an Tagen mit extremer Hitze.