Gute Beispiele: Heizen und Sanieren

 

Auf dieser Seite bündeln wir Best-Practice-Beispiele aus der Praxis: energetische Sanierung und Heizen mit erneuerbaren Energien – von Luft/Wasser-Wärmepumpen im Ein- und Mehrfamilienhaus bis zu Hybridlösungen und weiteren Ansätzen. Die verlinkten Beiträge zeigen reale Gebäude, echte Entscheidungswege und die typischen Hürden: begrenzte Aufstellflächen, hohe Vorlauftemperaturen, unklare Heizlast, Angebotslücken, Lieferzeiten oder komplexe Bestandsanlagen. Gleichzeitig wird transparent, was Lösungen konkret kosten, wie hoch die Förderung war, und welche technischen Auslegungen im Betrieb funktionieren. Ziel ist Orientierung: Was ist möglich, was lohnt sich, und welche Schritte führen vom ersten Check zur belastbaren Umsetzung.

► Lösungen aus Mönchengladbach und der Region

► Lösungen in historischen Gebäuden, im Altbau und weitere Sonderfälle

Gute Beispiele aus Mönchengladbach und der Region

Heizkosten halbiert dank günstiger Wärmepumpe im Haus von 1981 

Mönchengladbach

Gasverbrauch vor der Umstellung betrug ca 35.000 kWh pro Jahr und bei 10ct/kWh belaufen sich die Verbrauchskosten auf 3.500 Euro. Nach Einbau der Wärmepumpe betragen die Stromkosten inklusive Warmasser im Wärmepumpentarif ( 21ct/kWh), 1.260 Euro/Jahr. Ohne PV-Anlage lägen die Heizkosten etwa 1.680 Euro/Jahr. Die Anschaffungskosten für die Wärmepumpe beliefen sich auf 15.000 Euro. Nach Abzug der Förderung lagen die Gesamtkosten bei 10.250 Euro. Gasheizung: ca. 3.500 Euro/Jahr (bei 0,10 €/kWh)

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Wärmepumpe im Dachgeschoss und serielle Sanierung

 Mönchengladbach-Lürrip

In Mönchengladbach-Lürrip wurden zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser aus den 1950er Jahren in kurzer Zeit seriell saniert. Kern war die Montage vorgefertigter Dach- und Fassadenmodule inklusive neuer Fenster, Rollläden und dezentraler Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Die Wärmeversorgung wurde von Gasetagenheizungen/Nachtspeichern auf eine Wärmepumpenkaskade umgestellt: je Gebäude drei innen aufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpen im Dachgeschoss sowie Pufferspeicher und Wohnungsstationen. Mit diesem Ansatz lassen sich selbst dicht bebaute Areale mit Luft/Wasser-Wärmepumpen ausstatten. Der Wärmeenergiebedarf sank Bericht von ca. 700.000 auf unter 70.000 kWh/a (−90%).

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Von Energieklasse H auf A: 25 Mehrfamilienhäuser aus den 50ern

Mönchengladbach-Hardt

Bei diesem Projekt wurden insgesamt 122 Wohnungen saniert und auf eine Wärmepumpenheizung umgerüstet. Die 25 Mehrfamilienhäuser aus den 50er Jahren wurden zuvor mit dezentralen Gasheizungen beheizt.. Durch die Kombination der Maßnahmen wurde der Endenergiebedarf aller Gebäude um 93 Prozent gesenkt und so die Effizienzklasse von H auf A verbessert. 

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Wandheizung im Einfamilienhaus

Mönchengladbach

Ein Einfamilienhaus in Mönchengladbach setzt auf ein duales System aus Pelletheizung und Solarkollektoren (EE-Hybrid). Die Solaranlage übernimmt primär die Brauchwassererwärmung und speist überschüssige Energie in den Heizkreis, bei zu geringer Sonneneinstrahlung schaltet automatisch die Pelletheizung zu. Der Pelletkessel hat eine Leistung von ca. 15 kW. Besonderheit ist die Wandheizung, die mit niedriger Vorlauftemperatur betrieben wird. Die 120 m² Wohnfläche wurden mit 24 m² Wandheizmodulen ausgestattet. Im ersten Jahr nach Bezug wurden Pellets im Wert von ca. 200 Euro verbraucht.

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Wärmepumpe und Kühlung im Reihenhaus

Mönchengladbach-Wickrath

Ein Reihenhaus in Mönchengladbach-Wickrath wurde so umgebaut, dass eine Wärmepumpe effizient mit niedrigen Temperaturen arbeiten kann. Entscheidend war der Tausch bzw. die Ergänzung der Wärmeabgabe (z. B. Ventilator-Konvektoren), wodurch die Vorlauftemperatur stark reduziert wurde. Der Fall wird als Beispiel geführt, dass Wärmepumpe auch im Bestand ohne Fußbodenheizung funktionieren kann, wenn die Systemtemperaturen passen.

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Nichtwohngebäude: Gartencenter heizt mit Pellets

Mönchengladbach-Schelsen

Ein Gewerbeobjekt in Mönchengladbach stellte seine Wärmeversorgung schrittweise von Heizöl auf Pellets um. Ausgangslage waren 70–80.000 Liter Heizöl pro Jahr für Gewächshaus, Büroräume und ein Zweifamilienhaus. Im Dezember 2008 wurde ein Pelletkessel (KWB) mit 130 kW plus Pufferspeicher (3.920 Liter) in Betrieb genommen, zunächst parallel zu einem Ölkessel für Spitzenlast/Redundanz. 2011 folgte ein zweiter Pelletkessel (150 kW) und ein weiterer Pufferspeicher (2.000 Liter), danach lief die Anlage vollständig mit Pellets und wurde als eine der größten Anlagen dieser Art in Mönchengladbach eingeordnet

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Hohe Ansprüche an Leistung und Umweltfreundlichkeit: Innerhalb von 2 Monaten stand die Wärmepumpe

Düsseldorf

Ein teilsaniertes Mehrfamilienhaus (540 m²) wurde trotz knapp 20 kW Wärmebedarf vollständig von Gas-Brennwert (mit Solarthermie fürs Warmwasser) auf eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit umweltfreundlichem Kältemittel umgestellt – genau das war der Engpass, weil passende Geräte/Anbieter in dieser Größenordnung selten waren. Statt „Notlösungen“ mit Heizstab und schlechter Effizienz wurden über zwei Jahre mehr als zehn Angebote kritisch geprüft; umgesetzt war die Anlage dann in rund zwei Monaten. Die Wärmepumpe erreicht SCOP 4,34 und im Betrieb zeitweise COP bis 6,0. Durch Optimierung der Heizkurve sank die Vorlauftemperatur deutlich. Invest: ca. 62.000 € gesamt, davon 25.000 € Förderung.

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Innerhalb von nur 4 Wochen wird ein Haus aus den 60er Jahren energieeffizient

Köln-Dellwig

In einer Rekordzeit von nur vier Wochen wurde das aus den 1960er-Jahren stammende Einfamilienhaus umfassend energetisch saniert: Das Haus bekam moderne Fenster und Türen, eine Fußbodenheizung und auf dem Dach eine Photovoltaikanlage. Fassade, Dach und Kellerdecke wurden gedämmt, die derzeitige Öl-Heizung durch eine Wärmepumpe ersetzt und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Auf diese Weise wurde aus dem 60-er-Jahre-Haus ein Effizienzhaus-55-Standard mit Erneuerbare-Energien-Klasse und der Energiebedarf des Gebäudes in nur 28 Tagen um 80 Prozent gesenkt. 

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Weg von der Gasetagenheizung: Dämmung und Hybridheizung in 2 Mehrfamilienhäusern

Willich

Im Zuge der Modernisierung wurde die Energieversorgung von Gas-Kombi-Thermen (je 19 kW) in den Wohnungen auf eine Hybridlösung mit Wärmepumpe und Gas-Brennwertkessel inklusive zentraler Warmwasserbereitung umgestellt, wodurch der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden konnte. Durch diese Maßnahmen erreicht das Gebäude nun den KfW-Effizienzhaus-85-Standard, was zu einer erheblichen Reduzierung der Heizkosten und einer nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz führt.

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Wohnraumwärmepumpe-Infrarotpaneel-Hybrid ersetzt Gasetagenheizung in bewohnter Wohnung

Mönchengladbach

In einer rund 60 m² großen Nachkriegswohnung in Mönchengladbach wurde eine Gasetagenheizung durch ein Hybrid-System ersetzt. Eingesetzt wird eine Wohnraum-Wärmepumpe in Kombination mit Infrarotpaneelen. Die Umsetzung erfolgte ohne Auszug und ohne große bauliche Eingriffe. Ziel ist eine sozialverträgliche, „warmmietenneutrale“ Dekarbonisierung im Bestand. 

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Denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus mit rentabler Sole-Wasser-Wärmepumpe

Krefeld-Oppum

In Krefeld-Oppum wurde ein denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus 2022 umfassend modernisiert. Seit 2023 ist eine 70-Grad-Sole-Wasser-Wärmepumpe für Heizen und Warmwasser der acht Wohneinheiten in Betrieb. Die Installaton der Hochtemperatur-Wärmepumpe heizt das denkmalgeschützte Gebäude energieeffizient und wirtschalich rentabel: Die Kosten für Energie liegen im Jahr pro Wohneinheit zwischen 500 - 600 Euro.

Großes Bürogebäude mit Wärmepumpenkaskade

Mönchengladbach

In Mönchengladbach wird ein großer Bürokomplex mit Wärmepumpen beheizt. 19 Wärmepumpen versorgen rund 7.500 m² Bürofläche. Besonderheit ist die Nutzung von Abwärme. Der Fall ist ein Beispiel dafür, dass Wärmepumpen auch bei größeren Nichtwohngebäuden eingesetzt werden können.

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