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Neues Rathaus: So ist der Stand der Planungen

Blick von der Stresemannstraße in die Gasse „Am Neumarkt“. Rechts der Gasse befindet sich das Bauteil A, links davon das Bauteil B (Karstadt-Areal). Die Visualisierung hat Modellcharakter und spiegelt nicht unbedingt das tatsächliche spätere Aussehen der Gebäude. (© sop architekten)

Blick von der Stresemannstraße in die Gasse „Am Neumarkt“. Rechts der Gasse befindet sich das Bauteil A, links davon das Bauteil B (Karstadt-Areal). Die Visualisierung hat Modellcharakter und spiegelt nicht unbedingt das tatsächliche spätere Aussehen der Gebäude. (© sop architekten)

Pläne für ein Neues Verwaltungsgebäude Rheydt sollen 2024 beschlussreif werden. Machbarkeitsstudie für ehemaliges Karstadt-Gebäude.

Die Pläne für die zukünftige Unterbringung der Stadtverwaltung und für ein neues Verwaltungsgebäude in Rheydt wurden 2023 überarbeitet. Nach der erfolgreichen Neuausrichtung des Projektes schreiten die Planungen voran. Welche Planungen verfolgt werden, warum die Projektbausteine in unterschiedlichen Geschwindigkeiten realisiert werden und was der weitere Ablauf ist, darüber informiert die Verwaltung derzeit die politischen Fachausschüsse.

Das Bauvorhaben für das neue Verwaltungsgebäude ist in zwei Bauteile untergliedert. Bauteil A umfasst das Karree des historischen Rathauses zwischen Limitenstraße und der Gasse Am Neumarkt. Hinten reicht das Baufeld bis zur Stresemannstraße. Ausgenommen sind drei Gebäude an der Ecke Limitenstraße/Stresemannstraße, die sich im Privatbesitz befinden. Das Bauteil B umfasst das ehemalige Karstadt-Gebäude samt den darüber liegenden Geschossen, die auch heute schon von der Verwaltung genutzt werden.

„Moderne Arbeitsplätze, Raum für guten Bürgerservice und eine Belebung für Rheydt – an diesen Zielen halten wir fest, ohne dabei Abstriche bei den Nachhaltigkeitsstandards des Projekts zu machen oder uns an einem XXL-Projekt zu verheben“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Der Fokus liegt darauf, die Planungen für das Bauteil A hinter dem historischen Rathaus beschlussreif zu machen. Für das Bauteil B (Karstadt-Areal) wird zeitgleich eine Machbarkeitsstudie erstellt, um die Grundlage für die weiteren Planungen zu schaffen.

Historisches Gebäudeensemble bleibt Visitenkarte des Rathauses

Mit dem historischen Rathaus und der ehemaligen Bezirkskommandantur bildet das Bauteil A am Markt auch in Zukunft die repräsentative erste Anlaufstelle der Verwaltung für ihre Bürgerinnen und Bürger. Entsprechend soll im vorderen Gebäudeteil am Markt ein Servicebereich der Verwaltung entstehen – samt Beratungsräumen und Serviceflächen. Im hinteren und oberen Bereich des Karrees finden sich dann rund 600 Arbeitsplätze, wobei dank Desk Sharing die Schreibtische teilweise gemeinsam genutzt werden. Im Ergebnis soll das Bauteil A nach aktueller Planung so Arbeitsort für bis zu 750 Verwaltungsmitarbeitende werden. Auch eine Kita sowie offene Flächen für aktivitätsbasiertes Arbeiten sind in Bauteil A vorgesehen.

Weite Teile der bisherigen Planung können dabei übernommen werden. Ebenso werden Nachhaltigkeitskriterien weiterhin eine große Rolle bei dem Bauvorhaben spielen. So setzt die Stadt gemäß dem kreislaufwirtschaftlichen Gedanken weiterhin auf recyclete und recyclebare Baustoffe, auf eine energiesparende Lüftung des Gebäudes mithilfe natürlicher Luftströme und auf Geothermie. Dank eines sogenannten Geothermal-Response-Testes ist mittlerweile klar, dass unter dem Grundstück mehr als das notwendige Erwärme-Potential vorhanden ist, um das neue Verwaltungsgebäude umweltfreundlich mit Wärme und Kälte zu versorgen.

Karstadt-Gebäude: Schnelle Fortschritte, die in Gesamtmaßnahme aufgehen

Während die Vorstellungen für das Karree rund um das historische Rathaus bereits recht konkret sind, stehen für das Karstadt-Gebäude noch verschiedene Varianten im Raum, die bis Mitte des Jahres in einer Machbarkeitsstudie näher untersucht werden. Dabei wird auch geprüft, ob und wie öffentlichkeitsrelevante Nutzungen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss vergleichsweise kurzfristig umgesetzt werden und später in einer Gesamtmaßnahme aufgehen können. „Mit diesem Vorgehen ermöglichen wir schnelle Teilfortschritte mit spürbaren Auswirkungen für den Stadtteil Rheydt. Gleichzeitig kann Politik beide Baufelder getrennt voneinander politisch beraten“, erklärt der stellvertretende Betriebsleiter der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Neues Verwaltungsgebäude Rheydt, Alexander Vogel.

Untersucht wird in der Machbarkeitsstudie unter anderem, wie zwischen dem ersten Untergeschoss und dem ersten Obergeschoss Bereiche für Fahrradmobilität, für die Stadtteilbibliothek oder für einen Tagungs- und Konferenzbereich geschaffen werden kann, der nicht nur von Verwaltung und Politik, sondern auch von der Öffentlichkeit genutzt werden kann. In den Obergeschossen zwei bis vier hingegen sind weitere Arbeitsplätze für die Verwaltung geplant. Da sich das Gebäude bislang in den Obergeschossen verjüngt, wird auch geprüft, ob die Flächen hier vergrößert werden können. Die bisher gut 11.000 Quadratmeter in den Obergeschossen könnten so auf rund 15.000 Quadratmeter erweitert werden, was Platz für bis zu 800 Verwaltungsmitarbeitende bieten würde.

Schnelle Fortschritte nach Neuausrichtung

Im September 2023 hatte der Rat den neuen Plänen der Stadt für die zukünftige Unterbringung der Verwaltungsmitarbeitenden und ein neues Verwaltungsgebäude in Rheydt zugestimmt und die Verwaltung beauftragt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Inzwischen ist die Neuausrichtung des Projekts abgeschlossen. So wurde beispielsweise geklärt, welche Teile der bisherigen Planungen übernommen werden können, es wurden Eckpfeiler für die einzelnen Projektbestandteile gesetzt und die Strukturen und Rahmenbedingung geklärt, um die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Büro sop Architekten und Fachplanern fortzusetzen. Nun soll es Schlag auf Schlag weitergehen. Die Machbarkeitsstudie für das Karstadt-Gebäude wird im Januar beauftragt und bis Mitte des Jahres fortgesetzt. Für das Bauteil A rund um das historische Rathaus werden bis Jahresende die Planungen der sogenannten Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) abgeschlossen, die die Grundlage für den Bau- und Investitionsbeschluss durch den Rat bilden.

Das historische Rathaus und das ehemalige Karstadtgebäude spielen auch bei den neuen Überlegungen zur zukünftigen Unterbringung von Verwaltungseinheiten eine zentrale Rolle. Die Visualisierung hat Modellcharakter und spiegelt nicht unbedingt das tatsächliche spätere Aussehen der Gebäude. (© sop architekten; Visualisierung: moka-studio)
Das historische Rathaus und das ehemalige Karstadtgebäude spielen auch bei den neuen Überlegungen zur zukünftigen Unterbringung von Verwaltungseinheiten eine zentrale Rolle. Die Visualisierung hat Modellcharakter und spiegelt nicht unbedingt das tatsächliche spätere Aussehen der Gebäude. (© sop architekten; Visualisierung: moka-studio)