
Neues Rathaus
Neues Rathaus
Das größte Bauvorhaben der Stadt Mönchengladbach geht los. Ab 2025 entsteht im Gebäudeblock rund um das historische Rathausgebäude Bauteil A für ein Neues Verwaltungsgebäude Rheydt.
Neuigkeiten
Der Plan für das Neue Verwaltungsgebäude Rheydt

Das Baufeld für Bauteil A (linker Gebäudekomplex im Bild oben) umfasst das Karree zwischen Limitenstraße und der Gasse Am Neumarkt sowie zwischen Marktplatz und Stresemannstraße. Ausgenommen ist lediglich die Gebäudeecke Stresemannstraße/Limitenstraße. Abgesehen von den beiden Denkmälern - dem historischen Rathausbau und dem ehemaligen königlich preußischen Bezirkskommando - werden die Bestandsgebäude abgebrochen und einen moderner und bürgernaher Verwaltungsstandort neu errichtet.
Zentrales Element des Neubaus ist die Bürgerhalle, die sich aus der Mitte des Grundstücks über einen gläserenen Bau zwischen den beiden Denmkälern bis zur Marktseite hin erstreckt und dort den neuen Haupteingang in den Gebäudekomplex bildet. Dahinter präsentiert sich die Bürgerhalle mit offenen Strukturen, in denen Bürgerinnen und Bürger in sogenannten Beratungsboxen Serviceleistungen von Beschäftigten der Stadtverwaltung erhalten. Auch Veranstaltungen und Gastronomie sind hier geplant. Oberhalb der Bürgerhalle sowie in den dahinterliegenden Gebäudeteilen des Karrees werden ca. 600 Arbeitsplätze geschaffen; durch Desk Sharing ist die Arbeitsstätte für bis zu 850 Mitarbeitende ausgelegt. Auch eine zweigruppige KiTa ist Teil der Maßnahme.
Das Neue Verwaltungsgebäude Rheydt ist nicht nur Impulsgeber für den Standort Rheydt, bauliches Zeugnis einer bürgernahen Verwaltung und moderne Arbeitsumgebung, sondern setzt...
Maßstäbe in Sachen nachhaltiges Bauen.
- Geothermie für den Großteil der benötigten Heiz-/Kühlleistung
- Natürliche Belüftung über sogenannte "Frischluftbrunnen"
- Photovoltaik und Dachbegrünung
- Teilweiser Einsatz von Recycling-Beton
- Cradle-to-Cradle-Prinzip: Materialien werden so ausgewählt und verarbeitet, dass sie in vielen Jahren wieder verwendet werden können (mehr dazu lesen Sie im Vitusblog)
Das Baufeld B (rechter Gebäudekomplex im Bild oben) befindet sich im Bereich des ehemaligen Karstadt-Gebäudes, das derzeit von den technischen Verwaltungseinheiten genutzt wird. Hier könnten gemäß einer Machbarkeitsstudie neben modernen Arbeitsplätzen für die Verwaltung auch publikumsintensive Bereiche wie die Meldestelle und Bezirksverwaltungsstelle oder ein Konferenzbereich, der für die Öffentlichkeit ebenfalls nutzbar ist, entstehen. Auch Angebotsflächen für die Fahrradmobilität sind vorgesehen. Klar ist, dass die Stadtteil- und Familienbibliothek ins Erdgeschoss des Gebäudes an die Marktseite verlegt wird. Die entsprechenden Arbeiten hat die Entwicklungsgesellschaft der Stadt bereits aufgenommen. 2026 geht der Betrieb los und sorgt so schon Jahre vor der Fertigstellung eines Bauteil B für eine Belebung der Schaufensterseite am Markt. Die Maßnahme ist so konzipiert, dass sie unabhängig von einer Großbaumaßnahme am Bauteil B ist und auch währenddessen und danach Bestand hat.
Wird das Bauteil B realisiert, sollen die vorhandenen Lichtschächte in dem Gebäudekomplex bis ins Erdgeschoss verlängert werden und so diesen Bauteil durchgängig mit Tageslicht versorgen. Die Arbeitsflächen im Bauteil B konzentrieren sich – wie im Bauteil A – überwiegend auf die Stockwerke 2 bis 4. Insgesamt könnten hier laut Machbarkeitsstudie bis zu 746 weitere Schreibtische für rund 1.000 Mitarbeitende realisiert werden.
Eine Beschlussfassung zu Bauteil B wird 2026/2027 notwendig.
Fragen und Antworten zur Baustelle
Im Frühjahr 2025 hat die Verwaltung die Gebäude des Baufeldes A leergezogen. Im Spätsommer desselben Jahres beginnen an der Gebäudeecke Stresemannstraße / Am Neumarkt zunächst Rückbauarbeiten im Innern (z.B. Schadstoffentfrachtung). Ende 2025 werden diese Gebäude niedergelegt. Von dieser Ecke aus arbeiten sich die Abrissbagger dann rund ein halbes Jahr lang Schritt für Schritt über das Baufeld. Teilweise finden im selben Zug die Gründungsarbeiten für das neue Gebäude statt. Die Rohbauarbeiten für den Neubau sollen circa Mitte 2026 beginnen. Fertiggestellt ist der Gesamtkomplex frühestens 2029.
Die Flächen für die Baustelleneinrichtung und -logistik verteilen sich rund um den gesamten Gebäudekomplex – mit Ausnahme der Gebäudeecke Stresemannstraße / Limitenstraße, die nicht Teil des Baufeldes ist.
Einen Schwerpunkt bildet die zum Markt hin gelegene Nordseite. Hier befindet sich in der einen Hälfte, unter den Platanen, eine größere Logistikfläche. In der anderen Hälfte, unmittelbar vor dem historischen Rathausgebäude, werden bis zu 40 Container zweigeschossig aufgestellt.
Weitere Logistikflächen sind im Gehwegbereich an der Limitenstraße (Sperrung der Busspur, des Bürgersteigs und Umverlegung der Fahrradspur) sowie in der Gasse Am Neumarkt vorgesehen. Der Fußgänger-Durchgang bleibt auf der Karstadt-Seite ebenso wie der Zugang zum Bibliotheks-Treppenturm erhalten. Auf der Stresemannstraße werden der Gehweg sowie zunächst eine Fahrspur durch die Baustellenlogistik belegt werden. Der Verkehr wird teilweise auf die gegenüberliegende Seite der Stresemannstraße geführt. Es ist keine Vollsperrung erforderlich. Teile der Baustellenlogistik – die Baubüros und Personalflächen sollen im Erdgeschoss des benachbarten Karstadtgebäudes untergebracht werden.
Die Baustelleneinrichtung wird sich nach Abschluss der Rückbauarbeiten noch einmal verändern. Wesentliche Veränderungen und Verkehrseinschränkungen wird die Stadt gesondert kommunizieren.
Die benötigten Flächen für die Baustelleneinrichtung und -logistik (s. Frage oben) wirken sich ab August 2025 geringfügig auf den verkehrlichen Fuß-, Rad- und PKW-Verkehr im Umfeld der Baustelle aus.
Der Durchgang an der Gasse Am Neumarkt bleibt für den Fußverkehr erhalten und wird für den Radverkehr gesperrt. An der Limitenstraße können Fußgänger den Gehweg an der Baustellenseite ab Januar 2026 nicht mehr benutzen.
An der Stresemannstraße werden der Gehweg sowie eine Fahrspur durch die Baustelleneinrichtung gesperrt. Der Verkehr wird inkl. der Busse zeitweise verschwenkt unter Einbeziehung des südlichen Gehwegs geführt.
Der Durchgang vom Markt in die Markstraße bleibt ohne Beeinträchtigungen möglich.
Die Lieferverkehre können weiterhin wie der normale Verkehr und die Busse über die verschwenkte Verkehrsführung in Innenstadt von Rheydt erreichen.
Außer der Verlagerung des Ratskellers mit der zugehörigen Außengastronomie sind keine Einschränkungen für die Gastronomie und den Einzelhandel zu erwarten.
Ja, da große Teile des Marktplatzes frei bleiben, werden sowohl die Rheydter Kirmes als auch der regelmäßige Marktbetrieb während der Bauphase weiterhin stattfinden. Ab Januar 2026 können allerdings auf der Fläche unter den Platanen keine Veranstaltungen mehr stattfinden.
An der Stresemannstraße und an der Limitenstraße entfallen einige wenige Stellplätze direkt vor den Gebäuden. Beide Tiefgaragen, also die unter dem Marktplatz und die Garage unter dem Karstadt-Gebäude, sind uneingeschränkt nutzbar.
An den angrenzenden wie benachbarten Gebäuden können nach der abgestimmten Planung keine Schäden entstehen, da die Baugrube zum Neubau so hergestellt wird, dass sie ausreichend Platz zu den Nachbargebäuden lässt und somit diese nicht gefährdet.
Zudem hat zu allen in direkter Nähe befindlichen Gebäuden eine Beweissicherung stattgefunden. Selbst die Evangelische Hauptkirche auf der gegenüberliegenden Marktplatz-Seite wurde in Überlegungen und die Beweissicherung eingebunden.
Es finden durchgehend aufwändige Kontrollmessungen statt, die aufzeigen, ob von der Baumaßnahme Schwingungen in den Baugrund übertragen werden.
Ihre Fragen wurden hier nicht beantwortet?
Unsere Baustellenkümmerung hilft Ihnen weiter!
Janine Schürings
Neues_Rathaus@moenchengladbach.de
02161/25-8030
Telefonische Erreichbarkeit: Dienstags bis Donnerstags, 9 bis 14.
Ansichten
Auffälligstes Architekturmerkmal der Vorplanung für Bauteil A ist eine Glasfront zwischen den beiden denkmalgeschützten Bereichen, der früheren preußischen Bezirkskommandantur und dem historischen Rathaus. Die Glasfassade zwischen den Denkmälern bildet zugleich den Hauptzugang in einen dahinterliegenden und neu zu errichtenden Gebäudetrakt: die über zwei Geschosse offene Bürgerhalle. (© sop-Architekten; Visualisierung: moka-studio)
Blick in die lichtdurchflutete Bürgerhalle, in der die Verwaltung zukünftig die Bürgerinnen und Bürger empfangen und ihnen Serviceleistungen anbieten will. Im Vordergrund unten sieht man die Sitzstufen, die perspektivisch zur Verbindungsbrücke ins Bauteil B führen werden. Im Hintergrund ist die Tordurchfahrt zur Limitenstraße mit möglicher Gastronomie zu erkennen. Linkerhand liegt der Haupteingang ins zukünftige Rathaus vom Marktplatz aus. (© sop-Architekten; Visualisierung: moka-studio)
Einblick in ein mögliches, späteres Bauteil B: Die vorhandenen Lichtschächte sollen im ehemaligen Karstadt-Gebäude bis ins Erdgeschoss verlängert werden und so diesen Bauteil mit Tageslicht versorgen. Neben Verwaltungsflächen sind für das Gebäude vor allem im Erdgeschoss Frequenzbringer wie die Bibliothek geplant. (© sop-Architekten)
Meilensteine
Baugenehmigung erteilt
Die Genehmigung gilt nicht nur für erste Teilabschnitte, sondern für das gesamte Vorhaben im Baufeld A.
Rückbauarbeiten beginnen an der Stresemannstraße
In den kommenden beiden Monaten sieht der Bauzeitenplan zunächst einmal Rückbauarbeiten im Innern der Gebäude vor. Ab Oktober sollen die betreffenden Gebäudeteile dann niedergelegt werden, sodass sich die Rückbauarbeiten in einem zweiten Schritt bis an die Marktseite des Karrees vorarbeiten können.
Bauantrag eingereicht
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Neues Verwaltungsgebäude Rheydt stellt den Bauantrag für Bauteil A.
Rat fasst Bau- und Investitionsbeschluss
Mit dem Ratsbeschluss für Bauteil A hat die Politik grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Nun starten die Vorbereitungen für die Bauphase.
Zu Beratungsvorlage 3533/X
Leistungsphase II und Machbarkeitsstudie
Seit Ende Mai liegen die Vorplanung für Bauteil A (Leistungsphase II) und die Machbarkeitsstudie für Bauteil B vor. In einer Sondersitzung werden die zuständigen politischen Gremien informiert. Der Ausschuss für Planen; Bauen und Stadtentwicklung stimmt mit breiter Mehrheit der Vorplanung zu.
Mietvertrag für Interim im Nordpark unterzeichnet
Ab 1. August können die ersten modernen Büroflächen im Nordpark bei der Santander Bank von der Stadt angemietet und bezogen werden. Die Stadt, das Gebäudemanagement und die Santander Bank unterzeichnen den zunächst bis 2029 datierten Mietvertrag. Mehr in der Pressemitteilung dazu lesen.
Rat beschließt Planungen für ein "Neues Rathaus"
Der Rat beschließt die "Maßnahmen für eine zukunftsgerechte Unterbringung der Verwaltungsmitarbeitenden" der dezernatsübergreifenden Arbeitsgruppe. Die Überlegungen für ein "Neues Rathaus" können weiter verfolgt werden. U.a. wird das Baufeld 3 in Rheydt entfallen, das Verwaltungsgebäude Oberstadt hingegen in die Planungen einbezogen.
Zu Beratungsvorlage 2522/X
Oberbürgermeister Heinrichs gründet Arbeitsgruppe
Oberbürgermeister Felix Heinrichs gründet eine dezernatsübergreifende Arbeitsgruppe. Sie soll auf Basis der bisherigen Überlegungen ein alternatives Raumkonzept zur Unterbringung der Verwaltung erarbeiten.
Planungen und Beschlüsse bis 03/2023
In den Jahren vor 2023 hat Mönchengladbach unter dem Projektnamen "Rathaus der Zukunft mg+" die Planungen für eine zukünftige Unterbringung der Verwaltung vorangetrieben. Die vorangegangen Beschlüsse und Überlegungen lassen sich hier nachlesen.
Hintergründe
Ziel des Rathaus-Neubaus ist es, große Teile der Verwaltung am Standort Rheydt zu konzentrieren und damit bestehende, sanierungsbedürftige Standorte aufzugeben. Der Rathaus-Neubau ist also das Herzstück eines übergeordneten Raumkonzeptes. Ende 2024 hat die Verwaltung das Konzept als Rahmenplanung mit einem Zielszenario für das Jahr 2034 vorgelegt. Langfristig möchte die Stadt mit 13 oder 14 Standorten auszukommen.
Darunter sind drei Anmietungen, die erhalten bleiben sollen:
- Vitus-Center nahe dem Hbf MG (Bürgerservice, Ausländerbehörde, Meldestelle)
- Albertusstraße 17 nahe der Zentralbiblitothek (u.a. Bezirksverwaltungsstelle Nord und Bibliotheksverwaltung)
- Voltastraße 2, Gebäude 10 (ab 2026: Ordnungsamt, KfZ-Zulassungsstelle)
Im Eigentum möchte die Stadt langfristig 10 bis 11 Standorte erhalten
- das historische Rathaus Abtei
- sechs Bezirksverwaltungsstellen im gesamten Stadtgebiet
- Dienstgebäude Am Steinberg 55 (Fachbereich Gesundheit)
- Neues Verwaltungsgebäude Rheydt, Bauteil A (vrstl. ab 2029)
- Neues Verwaltungsgebäude Rheydt, Bauteil B (ehemaliges Karstadt-Gebäude)
- Verwaltungsgebäude Oberstadt (evtl. verzichbar, falls Bauteil B gemäß Machbarkeitsstudie realisiert wird)*
*Sollte das Gebäude dauerhaft weitergenutzt werden, wäre eine Generalsanierung notwendig. Eine erste grobe Kostenschätzung für eine Generalsanierung beträgt etwa 68,9 Millionen Euro. Ein Abriss und Neubau einschließlich Risikozuschlag wird mit 89,6 Millionen Euro veranschlagt.
Aufgrund des hohen Sanierungsbedarf in allen Verwaltungsstandorten und der bevorstehenden Baumaßnahme am Rathaus-Neubau in Rheydt hat und wird die Stadtverwaltung über Jahre hinweg von unterschiedliche Interimsnutzungen Gebrauch machen. Beispiele sind...
Verwaltungsgebäude Nordpark (Madrider Straße 1):
Als Interim für die Zeit der Bauphase hat die Stadt 2024 Flächen bei Santander (Baujahr 2015/16) im Nordpark für mindestens fünf Jahre angemietet. Hier sind Verwaltungsbereiche mit wenig oder keinem Publikumsverkehr untergebracht. Konkret sind seit Herbst 2024 die Fachbereiche Organisation und IT, Personalmanagement, die Kämmerei und das Beteiligungsmanagement sowie das städtische Gebäudemanagement und der Fachbereich Recht in den neuen Verwaltungsstandort umgezogen.
Wissens- und Innovationscampus Möchengladbach (Theodor-Heuss-Straße 149)
Bereits im Frühsommer 2024 umgezogen ist der Fachbereich Geoinformation. Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten nun an der Theodor-Heuss-Straße im ehemaligen Polizeipräsidium. Die Immobilie soll im Rahmen eines Strukturwandel-Projektes zum Wissens- und Innovationscampus entwickelt werden.
Meldestelle und Bezirksverwaltungsstelle Rheydt (Stresemannstraße 64 - 66)
Die Meldestelle und Bezirksverwaltungsstelle Rheydt ist in die ehemalige Filiale der Gladbacher Bank auf der Stresemannstraße umgezogen. Nur wenige Meter vom alten Standort entfernt kann in dem Standort Bürgerservice schon während der Bauphase unter verbesserten räumlichen Bedingungen stattfinden.
Ehemaliges Karstadtgebäude (Markt 9)
Das ehemalige Karstadtgebäude, das als Bauteil B selbst noch Teil des Bauprojektes werden soll, ist bereits seit vielen Jahren ein etablierter Verwaltungsstandort. Im Rahmen der internen Umzüge für die Bauphase im benachbarten Bauteil A wurden hier konsequent die technischen Verwaltungseinheiten konzentriert, sodass an der Adresse Markt 9 eine Art "technisches Rathaus" entstanden ist.









