Zweckverband baut Geschäftsstelle auf

Um die Zukunft des Raums am Tagebau Garzweiler und den anstehenden Strukturwandel gemeinsam zu gestalten, gründeten die anliegenden Städte und Gemeinden Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen und Titz 2017 den Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler mit Dr. Gregor Bonin, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter von Mönchengladbach, als Verbandsvorsteher.

Ein Jahr später wurde Volker Mielchen, langjähriger Vorsteher des Zweckverbands Lausitzer Seenland, zum Geschäftsführer des Zweckverbands Garzweiler bestellt und die Geschäftsstelle des Verbands in Erkelenz/Kuckum  gegründet. „Ich bin zufrieden, dass der Aufbau der Geschäftsstelle mit zwei weiteren Einstellungen nun abgeschlossen ist und gerade im Hinblick auf den kürzlich beschlossenen Bericht der Kohlekommission die konkrete Arbeit beginnen kann“, fasst der Verbandsvorsteher Dr. Gregor Bonin die Situation zusammen.

Neben Frau Ivonne Reinke als Assistentin ist auch Andreas Bräuer als Projektmanager neu an Bord. Er kann auf langjährige Berufserfahrung in der Wirtschaftsförderung und Strukturentwicklung für Kommunen zurückgreifen. Zweckverband-Geschäftsführer Volker Mielchen freut sich, dass die Geschäftsstelle jetzt aufgebaut ist: „Wir sind ein kleines, effektives Team, das mit seinen Aufgaben noch weiter wachsen wird.“ Kurzfristig wird der Zweckverband erste Maßnahmen im Projekt „Grünes Band“ umsetzen. Gemeinsam mit den Kommunen und RWE werden in Jüchen, Wanlo und Jackerath/Holzweiler entlang der Wege Grünflächen aufgewertet. Das „Grüne Band“ ist ein Leitbild für die Grün- und Landschaftsentwicklung um den Tagebau Garzweiler. Es ist im so genannten „Drehbuch“ enthalten, dem strategischen Konzept für die Entwicklung des Raums um den Tagebau Garzweiler, das von den Kommunen in einer Planungswerkstatt entwickelt wurde. Interessierten steht das gesamte „Drehbuch“ auf der Website des Zweckverbands unter www.landfolge.de zum Download zur Verfügung.

Hintergrund: Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler
Im Jahr 2017 gründeten die Stadt Mönchengladbach, die Stadt Erkelenz, die Stadt Jüchen und die Gemeinde Titz den Verband. Das Unternehmen RWE Power AG und der Region Köln-Bonn e.V. gehören dem Zweckverband als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an. Das Verbandsgebiet liegt im Rheinischen Revier und umfasst rund 430 Quadratkilometer. Zentrale Aufgabe des Zweckverbandes ist die gemeinsame Entwicklung dieses Raumes unter Berücksichtigung des regionalen Strukturwandels. Dazu haben die Gründungsmitglieder im Jahr 2016 eine Perspektive für den Raums entwickeln lassen, das so genannte „Drehbuch“. Der Zweckverband bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau und Infrastruktur. Darüber hinaus führt er die Abstimmung der gemeinsamen Planungen, die gemeinsame Weiterentwicklung der Perspektiven, die Qualitätssicherung, die Wahrnehmung der Aufgaben als weiterer Träger öffentlicher Belange in den gesetzlichen Planungsverfahren und die gemeinsame Flächenentwicklung und -Bewirtschaftung durch. Verbandsvorsteher ist Dr. Gregor Bonin, Geschäftsführer ist Volker Mielchen. Das von der Mediengestaltung der Stadt Mönchengladbach entwickelte Logo mit seinen vier in die Zukunft weisenden Pfeile symbolisiert die schrittweise Entwicklung der Landschaft in die Zukunft der Tagebauregion: Sand steht für die durch den Tagebau sichtbar gewordenen Erden, Grün für Umwelt, Natur und Erholung, Blau für zu entstehende Gewässer und Magenta für die Dynamik des wirtschaftlichen Wachstums der Region. In der Logo-Wortschöpfung „LANDFOLGE“ wird Folge als etwas definiert, das aus einem bestimmten Handeln oder Geschehen folgt. Interpretiert man Folge wie das englische Pendant Follower in den sozialen Medien, so ist das Wort auch positiv besetzt: Je mehr Follower, desto größer die positive Resonanz.