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So geht es ab Montag (11. Januar) in den Kitas weiter

Stundenreduzierung, Gruppentrennung, freiwillige Tests für Beschäftige / OB Felix Heinrichs fordert vom Land Gebührenerstattung

Am kommenden Montag (11. Januar) beginnt auch für die Betreuungseinrichtungen in Mönchengladbach der „eingeschränkten Pandemiebetrieb“. Grund dafür sind die weiter hohen Corona-Infektionsraten.

Das zuständige Familienministerium des Landes hat am späten Donnerstagnachmittag die Jugendamtsleitungen der Städte und Kreise über die ab der kommenden Woche bis Ende Januar geltenden Regelungen informiert. In dem Schreiben heißt es unter anderem:

Kindertageseinrichtungen:

  • „Es wird der dringende Appell aufrechterhalten, dass Eltern ihre Kinder, im Sinne der Kontaktvermeidung, wann immer möglich, selber betreuen.
  • Die Kindertageseinrichtungen bleiben jedoch grundsätzlich geöffnet. Ob Eltern das Angebot in Anspruch nehmen, entscheiden Eltern eigenverantwortlich. Die Einforderung von Arbeitergeberbescheinigungen als Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist unzulässig. 
  • Aspekte des Kindeswohles sind besonders zu berücksichtigen, d.h. konkret, dass die Kindertagesbetreuungsangebote Familien auch individuell ansprechen und einladen sollen, wenn sie aus ihrer fachlichen Sicht die Betreuung des Kindes für unverzichtbar halten. Kinder, die aus Gründen des Kinderschutzes betreut werden, sowie Kinder, die aus besonderen Härten betreut werden müssen, sind zu betreuen. In diesen Fällen ist der Betreuungsumfang von den Jugendämtern festzulegen. 
  • Es gelten die Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung, das heißt, zwischen den Erwachsenen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist von Erwachsenen eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Geeignete Vorkehrungen zur Hygiene sind zu treffen und die Rückverfolgbarkeit ist sicherzustellen. 
  • Es sind landesweit Gruppentrennungen umzusetzen, d.h. fest zugeordnete Räumlichkeiten, eine feste Zusammensetzung (immer dieselben Kinder) und in der Regel ein fester Personalstamm. Die verschiedenen Gruppen sollen keinen unmittelbaren Kontakt zueinander haben. Das gilt für den gesamten pädagogischen Alltag, die Bring- und Abholsituation, in der Randzeitenbetreu ung, für die Nutzung der Räume, bei den Schlafzeiten und Verpflegungssituationen. 
  • Um die Gruppentrennung umsetzen zu können, wird landesweit der Betreuungsumfang in Kindertageseinrichtungen für jedes Kind um 10 Wochenstunden eingeschränkt. Soweit die jeweiligen Personalressourcen dies zulassen und eine Überlastung der Gesamtsituation in der Einrichtung ausgeschlossen werden kann, sind auch höhere Betreuungsumfänge möglich. Darüber entscheiden die Einrichtungen, beziehungsweise die Kita-Träger.“

Kindertagespflege:

  • "Es wird der dringende Appell aufrechterhalten, dass Eltern ihre Kinder, im Sinne der Kontaktvermeidung, wann immer möglich, selber betreuen. 
  • Auch in der Tagepflege gelten die Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung. 
  • In der Kindertagespflege erfolgt die Betreuung der Kinder grundsätzlich im zeitlichen Umfang der Betreuungsverträge. In der Großtagespflege sollte nach Möglichkeit eine räumliche Trennung der Kindertagespflegepersonen mit den ihnen zugeordneten Kindern für die gesamte tägliche Betreuungszeit eingehalten werden.“

Tests für Beschäftigte:

„Alle Leitungen, Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich bis zum 26. März bis zu sechs Mal anlasslos und zu einem frei gewählten Termin kostenlos testen lassen.“

Elternbeiträge:

Dazu teilt das Ministerium mit: „In Nordrhein-Westfalen werden für den Monat Januar landesweit die Elternbeiträge ausgesetzt. Die Form der Erstattung/Art der Abrechnung kann von Kommune zu Kommune unterschiedlich sein. Die Verfahren werden aktuell geklärt.“

Oberbürgermeister Felix Heinrichs fordert vom Land, dass es den Gebührenausfall der Kommunen wie im vergangenen Jahr zur Hälfte übernimmt. Heinrichs: „Wir als Kommune sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Die Regierung darf uns und die Eltern aber nicht im Regen stehen lassen.“

Heinrichs möchte dem Rat vorschlagen, die Elternbeiträge und Verpflegungsentgelte für Februar zu erlassen. Dies würde den bürokratischen Aufwand für alle Beteiligten so gering wie möglich halten, weil die Eltern den Januarbeitrag bereits Anfang des Monats überwiesen haben.