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Erstes Arbeitstreffen zur Stärkung der Innenstädte

Auch wenn es derzeit nur eine mündliche Zusage gibt und der Förderbescheid noch nicht schriftlich vorliegt, hat Oberbürgermeister Felix Heinrichs zum ersten Arbeitstreffen ins Rathaus Abtei geladen, um den Dialog zur Stärkung der Innenstädte zu starten. Rund 1,7 Millionen Euro erhält die Stadt Mönchengladbach aus dem Sofortprogramm des Landes NRW unter dem Dach der Landesinitiative „Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen“.

„Wir wollen einen intensiven Dialog starten und Ideen entwickeln, wie wir die Fördermittel sinnvoll einsetzen können. Gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren wollen wir eine gemeinsame Strategie entwickeln und Pflöcke einschlagen“, so der Oberbürgermeister. Beim ersten Arbeitstreffen tauschte sich das Stadterneuerungs-Team aus dem Fachbereich Stadtentwicklung und Planung im Dezernat Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt mit Vertretern der städtischen Entwicklungsgesellschaft und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Marketinggesellschaft, dem Kulturbüro der Stadt sowie den Quartiersmanagern aus Mönchengladbach und Rheydt aus. Auch die Sozialplanung und der Stadtteilkoordinator waren mit am Tisch. „Wir müssen uns darüber unterhalten, welche Nutzungen wir in den Innenstadtbereichen konzentrieren und welche Zielgruppen wir ansprechen wollen und welche Möglichkeiten es gibt“, so der erste Bürger der Stadt. Dabei könne das aktuelle Förderprogramm nur ein erneuter Anstoß für umfassende Überlegungen sein: „Für die große Herausforderung brauchen wir viele kleine Lösungen.“

Intervention statt Investition – das Förderprogramm gibt klare Richtlinien vor, was förderfähig ist und was nicht. Das Sofortprogramm ermöglicht in einem Baustein die Anmietung von kleinteiligen, leerstehenden Ladenlokalen und Räumen für Gastronomie und Weitervermietung zu einer reduzierten Miete für einen Zeitraum von zwei Jahren. Die förderfähige Mietfläche beträgt maximal 300 Quadratmeter, förderfähig ist eine Anmietung in Höhe von 70 Prozent der Altmiete. Das Unterstützungspaket für Einzelhandelsgroßimmobilien, als ein weiterer Baustein des Programms, fördert Machbarkeitsstudien, integrierte Handlungskonzepte und Gutachten zu einzelnen Fragestellungen. Als leerstehende Einzelhandelsgroßimmobilien werden die ehemaligen Geschäftsräume der Saturn-Filiale an der oberen Hindenburgstraße und in Rheydt das leerstehende C&A-Gebäude ins Auge gefasst. Über zwei weitere Bausteine werden die konzeptionelle Auseinandersetzung mit der künftigen Struktur der Zentren und die externe Unterstützung der Verwaltung bei der Abwicklung des Programms gefördert. Integriert bzw. angedockt wird die externe Abwicklung an bestehende Strukturen der beiden Quartiermanagements. Mit Infoveranstaltungen, Workshops und Einzelberatungen sollen Leerstand vermieden und Maßnahmen des Innenstadtmarketings gefördert werden.

Unter Federführung des Fachbereichs Stadtentwicklung und Planung soll direkt nach Zustellung des Förderbescheides ein Projektteam gebildet und eine Struktur aufgebaut werden, die einen gemeinsamen Dialog zur Stärkung der Innenstädte ermöglicht. Eingebunden werden auch die City Managements in Gladbach und Rheydt, Vereine, Institutionen und alle weiteren Initiativen, die sich an der Innenstadtentwicklung beteiligen wollen. „Uns steht an beiden Standorten so viel Knowhow zur Verfügung. Das wollen wir nutzen. Wir müssen diesen Prozess groß denken. Je mehr sich beteiligen, desto zielführender werden die Ergebnisse sein“, so Heinrichs.