Prüfung und Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen

Hilfe zum Lebensunterhalt für Menschen, die vorübergehend nicht erwerbsfähig sind, und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sind nachrangig. Insbesondere Unterhaltsansprüche gehen der Hilfe vor. Die Unterhaltsansprüche sind daher zu prüfen.

Unterhaltsansprüche können bestehen gegen folgende Personen:

  • getrennt lebende oder geschiedene Ehegatten
  • die nichtverheiratete Kindesmutter/den nicht verheirateten Kindesvater
  • die Mutter/den Vater für minderjährige Kinder
  • die Mutter/den Vater für privilegierte volljährige Kinder, soweit diese einer allgemeinen Schulausbildung nachgehen und das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und im Haushalt eines Elternteiles leben
  • Kinder für ihre Eltern
  • Eltern für ihre volljährigen Kinder


Soweit die Unterhaltsansprüche noch nicht realisiert sind, gehen diese Ansprüche bis zur Höhe der gewährten Leistungen auf die Stadt Mönchengladbach über. Hierüber erhalten die Unterhaltspflichtigen eine schriftliche Mitteilung.

Notwendige Unterlagen

Um entscheiden zu können, ob entsprechende Ansprüche bestehen, sind vom Antragsteller folgende Auskünfte zu erteilen bzw. folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Name, Geburtsdatum und Anschrift des Unterhaltspflichtigen
  • bestehende Beistandschaft beim Jugendamt
  • Scheidungsurteil
  • Schriftwechsel eines evtl. beauftragten Rechtsanwaltes
  • Unterhaltsurteile, - vergleiche, -urkunden und/oder -verträge
  • erfolgte Vaterschaftsfeststellungen oder -anerkenntnisse
  • erhaltene Unterhaltszahlungen

Rechtliche Grundlagen

  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • Sozialgesetzbuch II (SGB II)
  • Sozialgesetzbuch X (SGB X)
  • Sozialgesetzbuch XII (SGB XII)