Lernförderung

Mit der außerschulischen Lernförderung werden im Ausnahmefall die von den Schulen und schulnahen Trägern (z. B. Fördervereine) organisierten Förderangebote ergänzt. Diese, in der Regel kostenfreien Angebote, müssen vorrangig genutzt werden.

Kriterien:

  • es besteht ein vorübergehendes d. h. nicht dauerhaftes Lerndefizit

  • kein anderer Kostenträger ist vorrangig zuständig (z. B.   Fachbereich Kinder Jugend und Familie im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche nach § 35 a SGB VIII) 

weitere Voraussetzung:

entweder: mindestens eine der folgenden Bedingungen ist erfüllt:

  • die Versetzung wird nicht möglich sein oder ist gefährdet;
  • die Teilnahme am Unterricht der folgenden Jahrgangsstufe wird mangels ausreichender Vorkenntnisse nicht erfolgreich möglich sein;
  • der Schulabschluss (bei weiterführenden Schulen) wird nicht möglich sein oder ist gefährdet;
  • der Erhalt eines Ausbildungsplatzes wird mangels Ausbildungsreife nicht möglich sein;
  • durch ein besseres Lernniveau werden die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöht.

oder: eine Teilnahme am Unterricht nach einem Unfall oder einer längeren Erkrankung für eine Dauer von mindestens 6 Wochen war nicht möglich (ein Attest liegt der Schule vor). 

Wenn eine außerschulische Lernförderung notwendig ist, werden die entstehenden angemessenen Kosten hierfür übernommen.

Im Antragsvordruck (siehe Anlage) bestätigt die Schule die Notwendigkeit der Lernförderung in bestimmten Fächern.

Diese Vordrucke stehen auch in den Schulen zur Verfügung.

Die Bestätigung erfordert neben Angaben zu dem Fach, in dem der Bedarf besteht, auch Angaben über den Zeitraum, in dem die Schwächen aller Voraussicht nach mittels gezielter Lernförderung beseitigt werden können.

Weiterhin ist die erforderliche Befähigung des Leistungsanbieters mit Vordruck nachzuweisen. Ein Nachweis ist entbehrlich bei gewerblichen Anbietern von Lernförderung, anerkannten gemeinnützigen und freien Trägern der Jugendhilfe.

Auch die Person, die die Lernförderung durchführt muss geeignet sein und kann beispielsweise aus folgenden Personengruppen kommen:

  • jemand, der das Lehramt des Faches studiert oder ein entsprechendes Staatsexamen oder eine vergleichbare Qualifikation nachweist (z. B. Vorlage des 1. oder 2. Staatsexamens als Lehrkraft)  

  • pensionierte oder aktive Lehrkräfte (einer in der Regel anderen Schule)

  • eine ältere Schülerin oder ein älterer Schüler mit guten Noten, die in der gleichen Schule eine höhere Jahrgangsstufe besuchen bzw. die in einer qualifizierteren Schulform unterrichtet werden (schriftliche Bescheinigung ihrer Schule erforderlich, dass sie fachlich und persönlich zur Erteilung der beantragten Lernförderung geeignet sind) 
  • Mitarbeiterin oder Mitarbeiter eines Wohlfahrtverbandes (Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt) oder ein anerkannter Träger der Weiterbildung

    Durch die Koordinationsstelle der Stadtverwaltung wird für Privatpersonen ein erweitertes Führungszeugnis angefordert.

Auf Basis dieser Einschätzung wird über die Gewährung durch den Fachbereich Soziales und Wohnen oder das Jobcenter entschieden.

Die Abrechnung der Kosten erfolgt als Direktzahlung unmittelbar mit dem Leistungsanbieter.

Antrag Lernförderung

zum Herunterladen:

Antrag als Word-Datei

Antrag als PDF

(Stand Sept. 2018)