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Familienzentrum Lisztstraße - Wickis Schatzinsel - Unser Haus

Seit Oktober 1997 findet man uns in einem verkehrsberuhigten Wohngebiet nahe dem Wickrather Ortskern. Die räumlich großzügige Ausstattung des Hauses ermöglicht es den Kindern sich drinnen und draußen frei bewegen zu können.

Jede Gruppe hat neben dem großen Gruppenraum mit kindgerechter Küchenzeile einen Neben-, Abstell- und einen separaten Wasch- und Toilettenraum, bzw.Wickelraum. Die U3 Gruppen verfügen über einen separaten Schlafraum. Die Gruppenräume sind individuell und freundlich gestaltet, so dass verschiedene Aktivitäten ungestört voneinander stattfinden können. Ein zusätzlicher Mehrzweckraum dient als Bewegungsraum oder Treffpunkt für größere Veranstaltungen.

In der Bücherei finden Eltern und Kinder eine reichhaltige Auswahl an Kinderbüchern und Medien zum schmökern und ausleihen.Der große Flur ist ebenfalls in unterschiedliche Spielbereiche unterteilt.

Unser Außengelände ist mit Hügeln, Sandkästen, Balancegarten, großer Rutsche und einem Klettergerüst ausgestattet und lädt zum Spielen im Freien ein. Im Eingangsbereich befindet sich eine Elternecke, die Sie einlädt miteinander ins Gespräch zu kommen.

Unser Familienzentrum wurde 2011 um einen Anbau erweitert. Nun stehen zwei weitere moderne Räume für die Angebote zur Verfügung.

Kindergarten: 7.30 - 12.30 Uhr & 14.00 - 16.00 Uhr,

Tagesstätte: durchgehend von 7.00 - 16.30 Uhr

Block: durchgehend von 7.30 Uhr - 14.30 Uhr

Als Tageseinrichtung für Kinder bieten wir möglichst bedarfsgerechte Öffnungszeiten an:

Berufstätige Eltern können Ihr Kind bei Bedarf und nur nach vorheriger Absprache schon ab 7.00 Uhr bringen.

Ferienzeiten:

  •     3 Wochen während der Sommerferien
  •     zwischen Weihnachten und Neujahr
  •     Rosenmontag und Veilchendienstag

Gemeinsam gehen wir auf Entdeckungsreise! 

Unser Team

„ Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“

In unserer Einrichtung arbeiten insgesamt 21 pädagogische Fachkräfte. Wir verstehen uns als modernes Team, das für alles Neue offen ist und sich ständig weiterentwickelt. Teamentwicklung heißt, sich auf Nähe und Offenheit einlassen, gemeinsam wachsen, arbeiten, lernen und leisten. Teamentwicklung bedeutet auch, dass tragfähige Beziehungen aufgebaut werden müssen in denen wir offen miteinander umgehen, uns austauschen und kooperativ auseinandersetzen. Jede Mitarbeiterin verfügt, neben ihrer fachlichen Eignung, über individuelle Fähigkeiten und Ressourcen die innerhalb des Teams ausgeschöpft werden können. So ergänzen wir uns in unserer Arbeit gegenseitig.

Wo geschieht Teamarbeit:

  • Innerhalb der einzelnen Gruppen – 1x wöchentlich im Gruppenteam
  • Im Gesamtteam – alle 14 Tage Mittwochs
  • In regelmäßigen Besprechungen
  • Im Austausch

Das Gruppenteam

Obwohl jede Gruppe eine Fachkraft hat, die die Verantwortung für die Gruppenarbeit übernimmt, arbeiten alle Kolleginnen gleichberechtigt. Im Gruppenalltag findet ein fließender Informationsaustausch statt. Die wichtigsten Informationen werden in Kurzform in einem Gruppentagebuch festgehalten. Jede Gruppe hat einmal wöchentlich eine interne Teamsitzung in der Absprachen getroffen werden, Beobachtungen ausgetauscht werden und Diskussionen und Reflexionen über die eigene Arbeit stattfinden.

Das Gesamtteam

Im 14 täglichen Rhythmus findet eine Dienstbesprechung statt an der alle pädagogischen Mitarbeiterinnen teilnehmen. Bei dieser Teamsitzung kommen wichtige Themen zur Sprache die von allen mitgetragen werden sollen. Dabei werden sowohl organisatorische als auch inhaltliche Themen besprochen. Neben der fachlichen Diskussion findet ein Erfahrungsaustausch statt, an dem sich alle beteiligen.

Fortbildung

Unser Träger bietet über das Fortbildungsinstitut SINN ein breit gefächertes Fortbildungsangebot aus den verschiedenen Bereichen der pädagogischen Arbeit an. Regelmäßige Weiterbildungen und Fortbildungen stärken unsere Professionalität. Wir bilden uns ständig fort um auf dem neuesten Stand zu sein. Praktisch bedeutet dies, dass jede Fachkraft an zwei Fortbildungsangeboten im Kalenderjahr teilnehmen kann. Frühzeitig orientieren wir uns am aktuellen Angebot der Fortbildungen. Jede Mitarbeiter*in überlegt selbstverantwortlich welchen Fortbildungsbedarf sie hat. Zusätzlich stimmen wir uns im Team und im Gespräch mit der Leiterin, über die erforderlichen Teilnahmen an bestimmten Weiterbildungen ab, um die Effizienz der Weiterbildungen für die Gesamteinrichtung nutzbar zu machen.

Das Bild vom Kind

Unser Umgang mit Ihrem Kind ist von dem Bild geprägt, das wir uns von ihm machen.

Was sehen wir in einem Kind? 

 Von Geburt an einen empfindsamen, eigenständigen Selbstgestalter seiner Entwicklung.  Man kann ein Kind nicht entwickeln, seine gewaltige Entwicklungsleistung muss und will es selbst entfalten. Kinder sind geborene Forscher. Sie erforschen, mit einer eigenen inneren Dynamik, eigenständig die ihnen angebotene sachliche und soziale Welt. Kinder haben ein weltoffenes Wesen. Sie wollen lernen und sich weiter entwickeln. Dabei orientieren sie sich an Vorbildern. Sie müssen spüren, dass sie ernst genommen werden und sich unserer Wertschätzung sicher sein können. Damit ist die Grundlage für eine vertrauensvolle Bindung geschaffen. Jedes Kind braucht das Wohlwollen, den Halt und das Einfühlungsvermögen von Erwachsenen.

Das bedeutet für uns, ein Kind als eigenständige Persönlichkeit wahrzunehmen. Es ist der Akteur seiner Entwicklung mit seinen eigenen Ideen und Vorstellungen, die es in seine Arbeitsaufgaben umsetzt. Dafür brauchen Kinder Zeit und Raum um selbstbestimmt zu spielen und sich als selbstwirksam zu erleben. Wir möchten Lern- und Entwicklungsbegleiter für das Kind sein, indem wir seinen natürlichen Wissensdrang und die Freude am Lernen unterstützen. Das Kind wächst an seinen Aufgaben und Herausforderungen, es darf auch Fehler machen und erst dann eine Lösung finden. Das hilft ihm Aufgaben zunehmend eigenständig zu bearbeiten und mutig zu bleiben. Kein Kind muss alles können, aber es darf alles lernen was es möchte. Dabei können Bezugspersonen hilfreich sein, die Potentiale und Stärken erkennen und zuverlässige Begleiter und Vorbilder für das Kind sind.  Unser großes Ziel ist es die Lernfreude der Kinder erhalten und weiter zu fördern.  Mithilfe genauer Beobachtung können wir gezielte Impulse für die Kinder setzen um Neugierde zu wecken und Lernerfolge zu ermöglichen.

Situationsorientierter Ansatz

Unser pädagogisches Konzept beruht auf dem situationsorientierten Ansatz. Die Erzieher/innen orientieren sich in der pädagogischen Arbeit an den Lebenssituationen, den Bedürfnissen, den Interessen und den bisherigen Erfahrungen des Kindes.

Darauf basierend geben wir Kindern Möglichkeiten, Lebenszusammenhänge zu begreifen und Handlungs- und Sozialkompetenzen aufzubauen. Das Ziel ist, das Kind in der Bewältigung seiner gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituation zu stärken und ihm zu helfen seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Dabei lernt es in der Gemeinschaft mit anderen Kindern Regeln und Grenzen zu erarbeiten und einzuhalten. Die pädagogische Arbeit nach dem situationsorientierten Ansatz soll den Kindern helfen, möglichst selbstbestimmt und gemeinschaftsfähig zu werden.

Dem situationsbezogenen Ansatz liegt ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde, das davon ausgeht, dass Kinder kompetente, absichtsvolle Persönlichkeiten sind, die sich auf vielerlei Art mit den Dingen ihres Lebens auseinandersetzen, dafür eine Lösung wollen, sie auch suchen und selbst bestimmen.

Dazu passend, nach dem Grundsatz Pestalozzis: „Leben lernen mit Kopf, Herz und Hand!“ möchten wir Kinder möglichst ganzheitlich betreuen, erziehen und bilden. Die individuelle Begleitung und Förderung eines jeden Kindes gehört deshalb zu den wesentlichen Zielen unserer Arbeit. Die Grundlage hierfür ist das kindliche Spiel, das auf Wickis Schatzinsel einen wichtigen Stellenwert besitzt.  Spiel ist für Kinder die wichtigste Lernform, denn spielerisch begreifen sie ihr Umfeld und die Welt der Erwachsenen. Die Schlüsselrolle beim Lernen und der emotionalen Verarbeitung eigener Erlebnisse liegt im Spiel der Kinder. In unserer Kita können Kinder während des Freispiels selbstbestimmt ihre Interessen verfolgen.                                      

 

Partizipation

Was ist Partizipation?

Partizipation bedeutet, Teilhabe und Mitbestimmung bei allen das Zusammenleben betreffenden Ereignissen.

Was bedeutet Partizipation für alle Kinder?

Die Beteiligung, Mitwirkung und Mitbestimmung der Kinder am Kindergartenalltag ist für uns von großer Bedeutung.

Jedes Kind auf Wickis Schatzinsel hat ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Es lernt seine Bedürfnisse mitzuteilen um gemeinsame Entscheidungen mit anderen zu treffen.

Die Kinder können ihre eigenen Interessen vertreten und werden bei ihren Entscheidungen ernst genommen und wertgeschätzt. Dies fördert im großen Maße Selbstbewusstsein und stärkt das Selbstvertrauen.

Die Kinder sollen schon in der Kita demokratische Erfahrungen machen und zu einem gestärkten Gruppengefühl beitragen. Dadurch entwickeln sie Verantwortungsbewusstsein für sich und auch für die Gemeinschaft. Durch die altersentsprechende Unterstützung und Begleitung der pädagogischen Fachkräfte lernen die Kinder eine eigene Meinung zu bilden und diese zu vertreten.

Das Erleben von Partizipation ist für die Entwicklung des Kindes sehr bedeutsam. Dieser Prozess sollte schon im Kleinkindalter erlernt und erlebt werden, um zu einer autonomen Persönlichkeit heranwachsen zu können.

Wie setzen wir Partizipation in unserer Kita um?

Partizipation bedeutet nicht, dass  die Kinder alles alleine entscheiden können.

Die Kinder können, in einem vorüberlegten Rahmen, Situationen von denen sie unmittelbar betroffen sind mitentscheiden.

Das bedeutet in ihrem Alltag, dass sie ihren Spielpartner, Spielort, sowie ihre Tätigkeit selbstbestimmen können. Auch der Zeitablauf wird von den Kindern mitgestaltet. (Wann möchte ich etwas machen?) Schon im Morgenkreis findet eine alltägliche Kinderkonferenz statt. Wer ist heute da, was steht heute an, welche Angebote finde ich wo? Wer gut informiert ist, kann seinen Tag besser gestalten.

Der Morgenkreis fördert Ihr Kind in vielen Bereichen:

  • das Erzählen vor einer größeren Gruppe
  • andere Kinder ausreden lassen
  • eigene Ideen mitteilen
  • die eigene Meinung bekunden
  • das aktive Zuhören
  • das Ansprechen von Problemen
  • die gemeinsame Suche nach Lösungen

Mithilfe von verschiedenen altersentsprechenden Methoden, wie z.B. Bildkarten, Abstimmungskisten, Klebepunktesystemen und Kinderkonferenzen, ist es den Kindern unter anderem möglich an Planungen von Festen, Projekten und Ausflügen teilzuhaben.

Teiloffene Arbeit

Warum öffnen sich die Stammgruppen? 

Die Kita Wickis Schatzinsel arbeitet nach einem teiloffenen Konzept mit Stammgruppen. Jedes Kind weiß um seine Gruppenzugehörigkeit und findet dort Bezugspersonen sowie einen abwechslungsreich gestalteten Gruppenraum. Die Interessen und Wünsche der Kinder werden bei der Ausstattung und Gestaltung berücksichtigt.

Jeder Raum hat einen eigenen Schwerpunkt und ist entsprechend gut ausgestattet. Jedes Kind findet dadurch ein sehr breites Spielangebot vor und kann sein Spiel mit vielen Materialien bereichern. Es kann seinen Freundeskreis erweitern indem es sich an den Aktivitäten in den anderen Gruppen beteiligt. So lernt es auch die anderen Erzieher/innen der Kita kennen und baut vertrauensvolle Kontakte nach seinen Wünschen auf. Es kann  seinen Interessen nachgehen und profitiert von einem wesentlich größeren Angebot an Spiel- und Lernmöglichkeiten. Die Kinder kennen sich gut im ganzen Haus aus und gewinnen an Eigenständigkeit, Sicherheit und Selbstbewusstsein. Statt nur einem Angebot der eigenen Gruppe können die Kinder unter mehreren Angeboten auswählen. Als pädagogisches Team arbeiten wir „Hand in Hand“, was bedeutet das wir gruppenübergreifende Projekte planen, uns regelmäßig austauschen und sich jede/r für alle Kinder des Hauses mitverantwortlich fühlt.

Raumgestaltung nach Schwerpunkten:

Schwerpunkt Rollenspiel:

Hier findet Ihr Kind vielfältige Möglichkeiten in die Welt der Fantasie einzutauchen. In unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, Erlebtes nachzuspielen oder kleine Theaterstücke erfinden. All das regt die Kinder dazu an sich die Welt zu erklären und spielerisch ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern. Durch spontan erfundene Abenteuer, Geschichten oder das Nachspielen erlebter Begebenheiten wird die Sprechfreude und Kommunikationsfähigkeit angeregt. Die Kinder einigen sich über ihr Spielthema, diskutieren, treffen schließlich Absprachen miteinander. Die Gruppe hat verschiedene Bereiche für das Rollenspiel eingerichtet. Viele Bereiche des Raumes sind wandlungsfähig, andere bieten auch Rückzugsmöglichkeiten für ein ungestörtes Spiel.

In der großen Puppenecke finden sich viele Kleidungsstücke aus den Themenwelten Beruf, Tierwelt, verschiedene Kulturen, Helden und Prinzen*essinnen. Auch unsere Puppen spiegeln die gelebte Vielfalt unserer Gesellschaft wieder, denn es gibt sie in unterschiedlichen Geschlechtern, Größe, Alter und Hautfarben. Spielerisch kann man sich hauswirtschaftlich erproben indem lecker gekocht und serviert wird oder muss heute gewaschen und gebügelt werden? Wenn etwas fehlt wird im Kaufladen schnell eingekauft. Die Kinder können die verschiedenen Bereiche der Gruppe miteinander kombinieren oder ihr Spiel im Flur auf unserem großen Piratenschiff fortsetzen. Da muss man allerdings noch an der Ritterburg vorbei und trifft vielleicht auf Spielpartner die ihren Mut und die Geschicklichkeit erproben. Manchmal aber auch gegeneinander antreten, sich auseinandersetzen – aber bitte fair und nach den Spielregeln.

Schwerpunkt Bauen und Konstruieren:

Im Baubereich finden die Kinder eine Vielzahl von Bau- und Konstruktionsmaterialien, dazu Autos, Eisenbahn, Schleichtiere, Magformers, Lego, Duplo, Kugelbahnen und Naturmaterialien. Die Auswahl ist wirklich groß und ihr Kind kann auf einem der beiden Teppichbereiche mit seinem Bauvorhaben starten. Auf der Terrasse steht unsere Werkbank. Wer dort mit Hammer, Nägeln oder Sägen Werkstücke bearbeiten möchte braucht zunächst einmal einen Werkausweis um sich das nötige Wissen anzueignen. Die Kinder entwickeln Pläne für sich oder gemeinsam mit den Erzieher*innen und anderen Kindern. Sie treffen sich mit Kindern aus den anderen Gruppen und befeuern sich gegenseitig mit Ideen und deren Umsetzung. Damit die Umsetzung gelingt ist es notwendig sich zu verständigen und Rücksicht zu nehmen.

Durch das praktische Handeln entsteht ein Verständnis für Statik, verschiedene geometrische Formen und physikalische Zusammenhänge. Die Materialien zu ordnen und zu strukturieren führt die Kinder in die Welt der Mathematik ein.

Begriffe wie mehr, weniger, oben unten, klein groß begegnen den Kindern im täglichen Spiel. Sie relativieren, machen räumliche Zuordnungen und lernen über ihre Bewegung und Wahrnehmung.

Schwerpunkt Natur, Mensch und Umwelt:

In diesen Bereich bringen die Kinder ihren Forscher- und Entdeckungsdrang ein. Der ganze Gruppenraum und auch der anliegende Außenbereich ist danach gestaltet. Hier wird mit Alltagsgegenständen  umgegangen, geforscht und experimentiert. Wir bemühen uns darum, soviel wie möglich, natürliche Materialien einzusetzen oder die Dinge nachhaltig zu nutzen. Jedes Kind kann hier sehr eigenständig sein. Es entwickelt Ideen, stellt Überlegungen auf und überprüft sie immer wieder. Was lässt sich mit Naturmaterialien wie Sand, Lehm, Wasser, Blättern, Gras, Kastanien, etc. alles anfangen? Kann man Knete auch selber herstellen? Was kann schwimmen, was geht unter. Wie wachsen Pflanzen, wo leben Regenwürmer, warum sind Bienen und Insekten wichtig?

Schwerpunkt Kreativwerkstatt:

Der Kreativraum hat, wie die anderen Räume auch, einen hohen Aufforderungscharakter. Durch viele, frei zugängliche Materialien macht er die Kinder neugierig und regt damit die Lust zum Gestalten an. Erzieher*in, Kinder und Eltern sammeln eifrig wertfreies Material, das sich dann kreativ verarbeiten lässt. Verschiedene Materialien werden attraktiv dargeboten in offenen Regalen, gut sortierten Kisten, in Gläsern und fahrbaren Materialwagen. Das alles ist frei zugänglich. Ihr Kind kann mit Wasser- oder Fingerfarbe malen, kleben mit Kleister oder Klebstoff, mit verschiedenen Scheren schneiden, kneten und vieles mehr. So lernt Ihr Kind viele Techniken kennen, die es später auf andere Kunstobjekte übertragen kann. Die Kinder erleben, dass sie sich auf vielfältige Arten kreativ und künstlerisch ausdrücken können. Dabei gilt für uns, der Weg ist das Ziel und dieser ist geprägt durch die eigenen Vorstellungen die das Kind umsetzen kann. Die Kinder malen oft nach eigenen Ideen, ohne Vorgaben der Erwachsenen. Der Hund darf dann auch rosa sein, auch wenn dies nicht seine natürliche Farbe ist. Mit der Entfaltung der eigenen Kreativität und der Entwicklung der Fähigkeiten wächst das Selbstbewusstsein und Ihr Kind merkt was es schon alles kann. Um dies zu unterstützen nehmen wir aufrichtig Anteil an der Entwicklung und den Gedanken der Kinder bei Ihren Werken. Kinder fühlen sich wertgeschätzt, wenn sie mit ihrem Tun ernst genommen werden. Sie wollen gesehen und nicht bewertet werden. Deshalb reicht es uns nicht das Kind nur oberflächlich für sein Werk zu loben, aber wir teilen seinen Stolz wenn ihm etwas gut gelungen ist. Ob das Kind sein Werk behält, zur Schau stellt, es in seine Bildungsmappe einheftet oder mit nach Hause nimmt, darf es selbst entscheiden.

Das Spiel im Außengelände:

Unser Außengelände mit seinen grünen Hügeln, Sand und Rasenflächen ist teilweise durch Büsche, Bäume und einige Sonnensegel beschattet.

Es bietet den Kindern viele Bewegungsmöglichkeiten und ist in verschiedene Bereiche gegliedert.

Draußen spielen, das heißt bei uns mit anderen Kindern gemeinsam zu Rennen, Toben, Klettern, Balancieren, Matschen und Buddeln. Mit Rollern, Zwei- und Dreirädern oder dem Taxi liefern die Kinder sich Rennen über unseren Radparcours entlang des Gebäudes und  rund um den Kletterturm.

Sich mit  Freunden auf dem Außengelände zu treffen, bedeutet für Ihr Kind Körpererfahrungen zu machen, sich auszuprobieren und Naturerfahrungen zu machen.

Ihr Kind kann sich jeden Tag entscheiden während des Freispiels nach draußen zu gehen. Zum Tagesablauf gehört aber auch das gemeinsame nach draußen gehen der Kindergruppen. Die Aufenthaltsdauer passt sich den Witterungsbedingungen an, ebenso wie die Bekleidung der Kinder. Wir überlegen gemeinsam welche Bekleidung angemessen für das jeweilige Wetter ist. Bei sehr sonnigem Wetter ist das Tragen einer Kopfbedeckung sehr wichtig.  Die Eltern sorgen für die spezifische Kleidung ihres Kindes und nehmen sie regelmäßig zum Waschen mit nach Hause. Sich schmutzig machen gehört selbstverständlich zum Spielen auf unserm Spielgelände dazu, denn schließlich sollen die Kinder sich bewegen und etwas erleben.

Im Frühjahr gibt es für Gärtner und Insektenbeobachter einiges zu tun. Es wird gepflanzt und bewässert. Wasser hat seinen besonderen Reiz und die Kinder freuen sich wenn sie es aus dem Schlauch oder aus der Gießkanne reichlich fließen lassen können. Spielerisch lernen sie den achtsamen und respektvollen Umgang mit der Natur z. B. in Projekten die sich mit ihren Fragen zu Bienen und Regenwürmern beschäftigen.

Wo es sinnvoll ist, begleiten die pädagogischen Fachkräfte das Spiel der Kinder, stellen Material zur Verfügung und geben Impulse. Dazu halten sie sich in den verschiedenen Bereichen auf

Die Nestgruppe als Ruheinsel:

Manchmal möchte ein Kind sich aus dem turbulenten Geschehen zurückziehen, es sucht eine ruhige Atmosphäre oder fühlt sich vielleicht zu den jüngeren Kindern hingezogen. In unserer Nestgruppe findet es einen reduziertes Spielangebot, viele Teppiche, ein kuscheliges Sofa und eine kleine  Bewegungsbaustelle im Nebenraum. Viele Kinder genießen auch die Rückkehr zur alten Vertrautheit und das Gefühl nun Groß zu sein und sich um die Kleinen kümmern zu können. Wie überall auf Wickis Schatzinsel lernen die Kleinen von den Großen so ganz nebenbei durch Nachahmung, Versuch und Irrtum. Für die Älteren bedeutet dies manchmal Rücksicht nehmen zu müssen, Verantwortung tragen zu lernen und zu helfen. Das zeigt sich auch wenn unsere Jüngsten flügge werden und die Partnergruppe besuchen. Sie wollen entdecken, dabei sein und mitmachen. In unserer Kita ist das möglich, die Kinder können im geschützten Rahmen zwischen den Räumen wechseln und so das ganze Haus nutzen. Dabei stehen die unter Dreijährigen unter der besonderen Aufmerksamkeit der Fachkräfte.

Das Spiel im Flur:

Unser Flur ist sehr groß, durch seine Oberlichter hell und in seiner, in freundlichen Farben gehaltenen, Gestaltung auch sehr einladend für Kinder. Hier kann man in verschiedenen Aktionsbereichen spielen und hat Platz zur Bewegung. In der Zeit von 9:30 bis 11:30 ist eine Fachkraft dort anwesend. Sie bereitet vor, ist Ansprechpartner für die Kinder, setzt Impulse zur Anregung oder führt gruppenübergreifende Angebote durch. Wenn Kinder im Flur spielen möchten, sprechen sie das in ihrer Gruppe ab und machen mit ihrem persönlichen Namensbutton für alle ihren Aufenthaltsort ersichtlich. Es gibt Magnetwände mit Symbolen und Beschriftung der verschiedenen Spielbereiche. Neben das entsprechende Symbol oder Foto klickt das Kind seinen Button und schon behalten Kinder und Erwachsene den Überblick wer wo spielt. Neben der Infotheke für die Erwachsenen gibt es einen kleinen Spielbereich mit Puppenhaus. Hier ist es ein bisschen ruhiger für ein bis zwei Kinder. In den anderen Spielbereichen, wie z.B. in der großen Bauecke ist wesentlich mehr los, denn dort kann wirklich großflächig gebaut werden. Mit großen Legosteinen und Matten ist so ruck zuck eine Höhle gebaut oder eine Absperrung, an der jeder erst einmal Halt machen muss.

Besucher von Wickis Schatzinsel behalten auch unser großes Piratenschiff im Flur in Erinnerung. Es ist ein Symbol für die bewegten, fantasiereichen und abenteuerlustigen Spiele in der Kindergartenzeit. Das Schiff ist ein beliebter Spieltreff für die Kinder aus allen Gruppen. Wer hineinklettert, kann oben am Steuer Kapitän sein oder vorne im Bug Ausschau halten. In der Kombüse im Bauch des Schiffes finden sich natürlich viele Materialien die das Spiel noch lebendiger machen.

Die Schreibwerkstatt:

Ebenfalls im Flur und in räumlicher Nähe zu unserer Bücherei befindet sich die Schreibwerkstatt. In einem offenen Regal finden die Kinder vielfältige Utensilien zum Kritzeln und schreiben. Kleine Zettel, Hefte und Papier in verschiedenen Größen laden zum spielerischen Kontakt mit Schriftsprache ein. Das Interesse an Schriftsprache entsteht sobald das Kind erkennt, wofür Geschriebenes da ist und was es selbst davon hat wenn es lesen und schreiben kann. Es versteht -  Geschichten die ich vorgelesen bekomme sind geschriebene Sprache und später kann ich sie selber lesen und eigene Geschichten aufschreiben. Zunächst ist es für Kinder wichtig den eigenen Namen schreiben zu können und beginnen Buchstaben abzuschreiben. In unserer Schreibwerkstatt aber auch in allen anderen Räumen der Kita begegnen den Kindern immer wieder Buchstaben und Wörter. Es sind Anreize und Impulse, wie die Buchstabenkästchen, Piktogramme und Wortbilder, die frühe Erfahrungen mit der Schriftsprache vermitteln.

Die Bücherei:

Unsere Kita bietet, unterstützt von der Stadtbibliothek, eine Zwergen Bibliothek an. Das bedeutet, dass jede Familie die Möglichkeit hat, sich Bilderbücher zu verschiedensten Themen und in unterschiedlichen Sprachen auszuleihen, um auch zuhause gemeinsam zu lesen. Jedes Kind  kann sich jeden Mittwoch mit seiner Mutter oder seinem Vater ein Buch ausleihen. Den Rest der Woche steht die Bücherei für die Gruppen zur Verfügung. Auch die Gruppen können Bücher ausleihen oder sich auch mal zurückziehen, um in Ruhe zu lesen. Hier haben die Kinder über das Angebot in der Gruppe hinaus die Möglichkeit, sich mit Büchern zu unterschiedlichen Themenstellung zu befassen.  Gerne wird hier auch dialogisch vorgelesen. Dabei kann das Kind sich aktiv sprachlich an der Geschichte des Buches beteiligen und ist nicht nur Zuhörer sondern Erzähler. Es kann seine Fragen und Gedanken einbringen.

In der Bücherei möchten wir unter anderem die Lust der Kinder am Umgang mit (Bilder-) Büchern, Geschichten, Erzählungen und Reimen wecken. Denn Sprache wird durch das Erzählen und Vorlesen von Geschichten und Reimen zu einem Ausdrucksmittel für Kreativität und Phantasie. Das macht Kindern Spaß und beflügelt ihren Entdeckergeist.

Die Turnhalle:

Dieser Mehrzweckraum heißt bei den Kindern Turnhalle, weil sie dort häufig Bewegungsangebote nutzen können. Angebote finden in der Regel ab 10:00 Uhr gruppenübergreifend statt. Täglich ist eine Gruppe für die Vorbereitung und Öffnung der Turnhalle zuständig. Aus den anderen Gruppen können jeweils 2 -3 Kinder dazukommen.  Nur die Nestgruppe hat einmal pro Woche ihren eigenen Turntag. Die Aktivitäten der Kinder werden immer von einer Fachkraft begleitet. Im Raum fest installiert ist eine Sprossenwand zum Hochklettern, wenn die dicke Matte darunterliegt, darf man runterspringen. Materialien werden immer neu miteinander kombiniert. So kann an die Sprossenwand eine Rutsche angebaut werden. Die Herausforderungen an die Kinder sind entwicklungsgerecht gestaltet und passen sich den Kindern an. Es gibt Bälle verschiedener Größe, Springseile, Ringe und eine Schaukel ebenso wie Hulla Hupp Reifen und Haken um Dinge zu befestigen. Von Zeit zu Zeit wird mit den Kindern eine Bewegungslandschaft aufgebaut, wobei ein Thema der Kinder aufgegriffen werden kann. Die Fachkräfte wollen hier bestimmte Kompetenzen der Kinder erweitern und festigen, wie beispielsweise Balancieren, Werfen

Kinder unter drei Jahren

Das Kind im Mittelpunkt

Wir betrachten jedes Kind als einzigartig in seiner Persönlichkeit und setzen uns zum Ziel, es mit dem Blick auf seine Fähigkeiten und Kompetenzen zu fördern. Säuglinge und Kleinstkinder haben ganz besondere Methoden ihre Umgebung zu erkunden und sich dabei Wissen über die Welt anzueignen. Die frühe Kindheit ist eine Zeit der rasanten Entwicklungsschritte in allen Bereichen. Um den Kindern eine möglichst positive Entwicklung zu ermöglichen, gestalten wir die Rahmenbedingungen unserer pädagogischen Arbeit abgestimmt auf die kindlichen Bedürfnisse. Raumgestaltung, Spielmaterialien und Spielbeziehungen in kleinen Gruppengrößen bieten individuelle Erfahrungsmöglichkeiten.

Sauberkeitsentwicklung

Zum Wickeln eines Kindes nimmt sich eine Erzieherin Zeit und wendet sich diesem Kind aufmerksam zu. Das Kind wird in alle Handlungen miteinbezogen. Kleinkinder klettern eigenständig über eine kleine Treppe auf den Wickeltisch hinauf. Alle Vorgänge werden sprachlich begleitet, das Kind wird motiviert beim Aus- und Anziehen mitzuhelfen. Sind bei einem Kind Signale in Richtung seiner Kontrolle über Blase und Darm zu erkennen, unterstützen wir den Prozess der Sauberkeitsentwicklung. Dieser richtet sich individuell nach jedem Kind und vollzieht sich in Absprache und Kooperation mit den Eltern. „Sauber“ werden ist ein wichtiger und sensibler Entwicklungsschritt für das Kind. Wir wollen es dabei unterstützen, geben ihm die Zeit die es braucht und ermutigen es in seinem Tun.

 

Eingewöhnung

Eingewöhnungszeit

Der Besuch der Kindertagesstätte bedeutet eine ereignisreiche Zeit für Kinder und ihre Eltern. Die Kinder lernen eine neue Umgebung kennen, machen die ersten Schritte aus der häuslichen Umgebung in ein größeres Umfeld.  Sie stehen nun nicht mehr allein im Mittelpunkt ihrer Familie, sondern werden Teil einer gleichberechtigten Gruppe von Kindern. Bei diesem nicht leicht zu bewältigenden Prozess sind wir bemüht Kindern und Eltern zur Seite zu stehen.

Sobald die Kinder einen Platz in unserer Einrichtung bekommen haben, bieten wir einen Termin an, an dem das Kind mit einem Elternteil oder beiden Elternteilen in die Einrichtung kommen kann, um einen ersten Eindruck vom Geschehen in der Gruppe zu bekommen. Eine Erzieherin der Gruppe nimmt sich dann die Zeit um den ersten Kontakt zu dem Kind aufzubauen und sich als Bezugsperson anzubieten. Eine weitere Fachkraft führt mit den Eltern das Aufnahmegespräch und vereinbart die Bring- und Abholzeiten für die ersten Tage im Kindergarten.

In den ersten Tagen bleiben die Kinder  nur einige Stunden am Vormittag. Es ist hilfreich für das Kind, wenn in diesen Tagen ein vertrauter, immer wiederkehrender Ablauf entsteht und die Eltern sich Zeit für die Eingewöhnung ihres Kindes nehmen. Sobald sich das Kind sicher genug fühlt um eine kurze Zeit alleine in der Gruppe zu verbringen, können die Eltern für diesen Zeitraum in unserer gemütlichen Elternecke Platz nehmen. Dort warten sie bis zur vereinbarten Zeit oder können, bei Bedarf, wieder zu ihrem Kind gerufen werden. Die Erzieherinnen besprechen mit den Eltern wann die Eingewöhnung abgeschlossen ist. Von da an besucht das Kind, im vereinbarten Zeitrahmen, die Kita ohne Begleitung.

Für die Kinder unter 3 Jahren bieten wir eine spezielle Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell an.

Sinn und Ziel dieser Eingewöhnungsphase ist die allmähliche Lösung von der vertrauten Bezugsperson und der Aufbau einer stabilen Beziehung zu der Erzieherin.

In den ersten 3 bis 5 Tagen besucht das Kind mit einem Elternteil die Gruppe für 1 bis 2 Stunden. In den folgenden Tagen können kurze Trennungsphasen versucht werden. Diese werden, angepasst an die Situation des Kindes individuell von den Erzieherinnen vorgeschlagen. Die Bezugsperson verlässt dann für kurze Zeit den Gruppenraum, hält sich jedoch in Rufbereitschaft im Hause auf. In dieser Zeit können wir feststellen, ob das Kind die Erzieherin schon als Bezugsperson akzeptiert. Wenn dies der Fall ist, lässt es sich, falls es weinen sollte, rasch von der Erzieherin trösten. Lässt sich das Kind nicht beruhigen war der Trennungsversuch zu früh und die Begleitung durch die Bezugsperson ist noch länger notwendig.

Die Eingewöhnungszeit verläuft für jedes Kind individuell und wird an den Bedürfnissen des Kindes angepasst. Grundsätzlich bestimmt das Kind selbst das Tempo und die Art und Weise des Beziehungsaufbaus.

Die Erzieherinnen sind bemüht für diese Übergangszeit klare Absprachen mit den Familien zu treffen und bei Unsicherheiten beratend zur Seite zu stehen.

 

 

Hallo Welt! Fokus Interkulturelles Lernen

Unsere Einrichtung wird von Kindern aus vielen verschiedenen Herkunftsländern besucht. Alle  Familienkulturen sind im Alltag und in unserer Kita willkommen.

Interkulturelles Lernen ist eine Form des sozialen Lernens und bedeutet für Kinder, Zusammenhänge des alltäglichen Lebens zu erfahren und die Vielfalt der kulturellen Merkmale kennenzulernen. Die Kinder können ein Gespür dafür entwickeln, dass es außer ihrer eigenen Familienkultur noch eine Vielfalt von Traditionen, Lebensmodellen und Ausdrucksformen gibt. Wir möchten den Kindern Impulse geben, sich mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten aktiv auseinanderzusetzen.

Dies soll auch in der Raumgestaltung sowie bei der Auswahl des Spiel- und Medienmaterials seinen Ausdruck finden. Bei der Auswahl der Elemente zur Raumgestaltung und beim Spielmaterial achten wir darauf, die Vielfältigkeit der Kindergruppe aufzugreifen.

Deshalb bieten wir Bilderbücher, Medien und Musik in verschiedenen Sprachen an.

Im Rollenspiel finden die Kinder Puppen mit unterschiedlichen Hautfarben, Geschlechtern und Kleidung vor. Es ist bei uns möglich, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, um dadurch die vielfältige Welt spielerisch nachzuempfinden. Am Maltisch gibt es mehr als nur eine Hautfarbe, denn in der Realität sind wir nicht alle. Das Spielmaterial vermittelt den Kindern den Zugang zu verschiedenen Menschen, Berufen, Familienmodellen, Sport, Hobbys und Interessen, Ländern, anderen Welten oder Zeiten.

Bei unseren Feiern und Festen legen wir Wert auf viele Beteiligungsmöglichkeiten der Familien. Dadurch gestalten sich Feste in unserer Kita lebendig und interkulturell. Speisen und Spezialitäten, von den Familien zubereitet, sind dabei genauso ein Highlight wie Spiele und Musik aus den verschiedenen Ländern.

Inklusion

Auf Wickis Schatzinsel betreuen und erziehen wir viele Kinder. Alle sind unterschiedlich: in ihrer Persönlichkeit,  ihrem Geschlecht, ihrem Alter, ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung und ihren Besonderheiten. Diese Vielfältigkeit ist die Normalität und somit der Ausgangspunkt unserer pädagogischen Arbeit. Es ist unsere Aufgabe jedes Kind so anzunehmen wie es ist und es individuell zu begleiten und zu Förden.

Differenzierte Entwicklungsbegleitung des Kindes

Wir bauen eine persönliche und vertrauensvolle Bindung zum Kind und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit seinen Eltern auf. Dies beginnt mit den ersten Aufnahmegesprächen und setzt sich über die Eingewöhnungszeit bis in den alltäglichen Besuch der Kita fort. Wir möchten, dass sich alle in unserem Haus wohl fühlen und teilhaben können. Jedes Kind ist ein Teil unserer Gemeinschaft und gleichzeitig ein besonderes Individuum für uns. Wir leben den Kita Alltag mit dem Kind und nehmen es in seiner Ganzheit wahr. Dazu gehören eine gute Beobachtung und die Dokumentation seiner Entwicklungsschritte. Darüber tauschen wir uns mit den Eltern in Entwicklungsgesprächen aus. Wir sprechen über die Interessen und die Stärken des Kindes. An welchem momentanen Punkt seiner Entwicklung steht es, was kann es schon, für was kann es sich begeistern? Entwicklung verläuft nicht bei jedem Kind gleich und wir sollten sie auch nicht miteinander vergleichen. Eine positive Entwicklung des Kindes kann nicht erzwungen werden. Es liegt uns sehr daran, die Entwicklung des Kindes achtsam zu begleiten. Wenn ein Kind bestimmte Entwicklungsschritte noch nicht vollzogen hat ist das zunächst einmal kein Grund zur Sorge. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und vollzieht als eigenständiger Akteur seine Entwicklungsschritte. Durch eine sorgfältige Beobachtung erfassen unsere Fachkräfte den Entwicklungsstand eines Kindes differenziert und entwickeln daraus ganzheitliche Fördermaßnahmen und Förderziele für jedes Kind. Die daraus resultierenden Fördermaßnahmen finden spielerisch, im ganz normalen Gruppenalltag statt.

Einzelinklusion für Kinder mit besonderem Förderbedarf

Regelmäßig beraten wir uns mit den Eltern, wenn nach Auswertung der Beobachtungen in einem Entwicklungsgespräch ein besonderer Förderbedarf festgestellt wird. Hier geht es darum Risiken frühzeitig zu erkennen und Chancen für die Entwicklung rechtzeitig wahrzunehmen. Kinder mit gravierenden Entwicklungsverzögerungen  und Kinder die von einer Beeinträchtigung betroffen oder bedroht sind können die Regel – Kita besuchen und dort eine zusätzliche Förderung in Einzelinklusion erhalten, wenn die Erziehungsberechtigten das wünschen. Für die Beantragung der zusätzlichen Förderung ist eine Diagnosestellung durch ein Sozialpädiatrisches Zentrum oder eine Frühförderstelle erforderlich. Ein entsprechender Antrag wird gemeinsam von den Eltern, der Leitung der Kita und den Fachkräften an den Landschaftsverband Rheinland gestellt. Es ist sinnvoll schon vorher gemeinsam zu besprechen welche Förderung das Kind durch Therapien und eine fundierte zusätzliche Förderung in der Kita erhalten soll. Nach Bewilligung des Antrages unterstützt eine Fachkraft für bis zu 10 Stunden wöchentlich die pädagogische Arbeit und Förderung des Kindes in seiner Kita Zeit. Durch unsere Kooperation mit dem Frühförderzentrum ist es möglich erforderliche Therapien teilweise im Kindergarten als Komplexleistung Frühförderung durchzuführen.

Einfach teilhaben - das bedeutet Einzelinklusion für das Kind in seiner Kita

Das Kind wird so angenommen wie es ist, es erfährt Wertschätzung und wird in allen Bereichen in unserer Kita integriert. Die Teilhabemöglichkeiten des Kindes spielen in seinem Alltag eine große Rolle. Die Fachkräfte planen und organisieren den Tagesablauf so, dass alle Kinder daran teilnehmen können und keine Ausgrenzungen erfahren. Das Kind soll keine besondere Schutzbedürftigkeit erleben, sondern seine eigene Selbstwirksamkeit erproben dürfen. Ihm wird genügend Zeit für seine Bewältigungsstrategien eingeräumt. Die Kinder lernen mit und voneinander. In den Gruppen gibt es Kinder mit unterschiedlichsten Interessen, Stärken und Vorlieben. Genau das macht es lebendig und abwechslungsreich. Gemeinsam können wir mehr erreichen und jeder kann seinen Platz finden.

Sprach-Kita - Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist

Die Sprache ist ein Teil unseres Lebens und fest in uns verwurzelt.

Wir reden den ganzen Tag, beim Kommen und Gehen, beim Spielen, Basteln und Werken oder bei den Mahlzeiten. Sprache begleitet uns überall und in all unseren Stimmungslagen, sogar in unseren Träumen. Mit unserer Sprache ist die Zugehörigkeit an der Gemeinschaft mit anderen Menschen eng verknüpft. Über sie wird ein wichtiger Zugang zur Gesellschaft geschaffen und damit auch der Zugang zu Bildung.

Unsere Grundsätze

Alltagsintegriert und zugleich systematisch wird in unserer Einrichtung die Sprache der Kinder im Alter von 0,4 bis 6 Jahren gefördert.

Dies bedeutet, die sprachliche Unterstützung und Begleitung der Kinder ist kein Zusatzangebot oder ein Extrapunkt bei der Wochenplanung. Vielmehr erfolgt die sprachliche Bildungsarbeit gezielt im alltäglichen Geschehen in der Kita. Sie findet sowohl im Rahmen intensiver Spiel- und Dialogsituationen statt, als auch beim Entdecken der eigenen Persönlichkeit.

Ein Tag in unserer Kita bietet für Kinder eine Fülle an sprachlichen Anreizen, Entdeckungen und Handlungsmöglichkeiten. Durch die sprachanregende Umgebung und die verschiedenen Angebote wird das Kind, in seiner Entwicklung, dort abgeholt wo es steht und von dort aus begleitet und gefördert.

Die Grundlage einer erfolgreichen Kommunikation mit dem Kind ist erst einmal die Auseinandersetzung der Erzieher*in mit der eigenen Person, Reflexion des eigenen Vorbildverhaltens und Offenheit für andere.

Wir erkennen Kinder als gleichwertige Gesprächspartner an und kommunizieren mit ihnen um ihr Sprachverhalten und ihre Sprachentwicklung positiv zu beeinflussen und zu unterstützen.

Sprachliche Bildungsarbeit verstehen wir als ganzheitliche Aufgabe, die auf vielschichtigen Ebenen stattfindet.

Sprachpädagogische Arbeit mit Kindern

Die Erzieher*in begleitet das Handeln der Kinder durch sprachliche Erläuterungen, durch Informationen und Hinweise und durch Nachfragen. Dies geschieht in allen Situationen des Alltags, beim Einsatz von Materialien, beim Spielen, beim Aufräumen, während des Wickelns oder bei den Mahlzeiten. Wir geben den Kindern die Möglichkeit sich in Gesprächen mitzuteilen und ihre Erlebnisse, Meinungen, Gedanken und Gefühle zu äußern. Dabei ist das aktive Zuhören ein wichtiger Aspekt, bei dem auch die nonverbale Ausdrucksform (Körpersprache, Mimik, Gestik etc.) Berücksichtigung findet.

Erlebnisse und Erfahrungen der Kinder werden von uns in Gesprächen aufgegriffen und als Erzähl- und Austauschanlässe genutzt. Die Kinder können so ihren Wortschatz und ihre sprachlichen Kompetenzen erweitern.

 

Familienzentrum

Die Entwicklung des Familienzentrums in Wickrath

Die Entscheidung die Tageseinrichtung für Kinder „Wickis Schatzinsel“ zu einem Familienzentrum weiterzuentwickeln haben wir im Frühjahr 2007 nach reiflichen Überlegungen getroffen.

Ausschlaggebend für den Entschluss war unsere Überzeugung, dass ein Familienzentrum in unserer Einrichtung  dem Bedarf des Umfelds und der darin lebenden Familien entspricht. In unserer Arbeit haben wir häufig die Erfahrung gemacht, dass es den Familien Schwierigkeiten bereitet Beratungs-, Therapie- und Bildungsangebote wahrzunehmen, die nicht im engeren Einzugsbereich des Wohnfeldes liegen.

Deshalb begannen wir den Aufbau des Familienzentrums damit, Beratungs- und Bildungsangebote für Kinder und Eltern in unser Haus zu holen. Regelmäßige Elternbefragungen helfen uns dabei die Interessen und Wünsche der Eltern und Kinder zu berücksichtigen.

Im Dezember 2011 wurde der Anbau mit zwei weiteren Räumen für das Familienzentrum fertig gestellt. Es entstand ein großer Versammlungsraum der für Elternkurse, Elternfrühstück, Elternabende, Feiern, Kochtreffen, Workshops, Fortbildungen und Netzwerktreffen zur Verfügung steht. Ausgestattet ist dieser Raum mit 40 Stühlen, 8 Tischen, funktionalen Schränken und einer Einbauküche. Ein weiterer kleinerer Raum wird als Besprechungsraum und Computerarbeitsplatz genutzt. Hier können Elterngespräche und Beratungen in einer geschützten Atmosphäre angeboten werden.

Die räumlich großzügige Ausstattung des Hauses bietet Platz um Begegnungsfelder für kleine und große Menschen zu schaffen. Der große, helle Flur und der Mehrzweckraum werden nicht nur als Spiel und Bewegungsraum für Kinder, sondern auch für gemeinsame Feste und Feiern genutzt. Im Eingangsbereich finden Eltern und Besucher eine Informationstheke, die zur Kontaktaufnahme einlädt. Hier erhält man persönliche Informationen durch die Mitarbeiter des Familienzentrums ebenso wie Broschüren, Flyer und aktuelle Infomaterialien zu den Angeboten des Familienzentrums. Anmeldungen liegen dort aus und können auch sofort ausgefüllt werden. Fragen beantworten die Mitarbeiter*innen gerne. Bei Bedarf bieten wir Unterstützung an. Die Eltern können bei Bedarf unser offenes Elterncafé im Windfang nutzen. Dies dient zum Austausch und Begleitung der Eltern, vor allem in der Eingewöhnungszeit. Durch die professionellen Angebote und Dienstleistungen des Familienzentrums soll hier für Kinder und Familien ein Ort der Begegnung und der Kommunikation bereitstehen, mit dem Ziel soziale Netzwerke zu festigen, zu schaffen und auszubauen.

Themenschwerpunkte des Familienzentrums

Spielgruppe

An drei Vormittagen in der Woche findet eine Spielgruppe in den Räumen des Familienzentrums statt. Bis zu 10 Kinder, die keinen Kindergarten besuchen können und ihre Sprachkenntnisse in der deutschen Sprache nicht ausreichen, erhalten dort eine zusätzliche Sprachförderung.

Eine Fachkraft aus der Einrichtung mit dem Themenschwerpunkt Kindertagespflege berät Familien oder Alleinerziehende über eine Betreuung der normalen Öffnungszeit hinaus. Diesen Familien können wir den Kontakt zur Kindertagespflegestelle des örtlichen Jugendamtes ermöglichen. Wir helfen bei Bedarf bei der ersten Kontaktaufnahme und laden auch zu Informationsveranstaltungen ein. Unser Anliegen ist es den Eltern zu vermitteln, dass wir ihre Betreuungsbedarfe ernst nehmen und gemeinsam mit ihnen bereit sind eine gute und verlässliche Betreuung für die Kinder zu finden.

Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kinder und Familien

In den täglichen Begegnungen mit den Eltern und Kindern erfahren die Fachkräfte oft von Fragen, Sorgen und Erziehungsproblemen die Familien belasten. Durch die Kooperation mit der Erziehungsberatungsstelle der Stadt Mönchengladbach können Eltern sich im Familienzentrum beraten lassen. Zwei Sozialpädagoginnen der mobilen Erziehungsberatung, StupS, besuchen regelmäßig die Einrichtung um Beratungsgespräche durchzuführen. Im vertrauten Rahmen des Familienzentrums finden die Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten durch StupS statt. Termine außerhalb der Sprechstunden können vereinbart werden. Um den Kontakt zu StupS zu vereinfachen, stellen die Fachkräfte in den Gruppen den ersten Kontakt her.

Ergotherapie:

Bei Fragen rund um das Thema Ergotherapie, bieten wir vierteljährlich ein Beratungsangebot für Eltern an. Herr Cürlis, Ergotherapeut, berät Familien und beantwortet alle Fragen zur Entwicklung der Grob- und Feinmotorik. Gerne stellen wir für die Familien den Kontakt zu Herrn Cürlis her.

Familienbildungsstätte:

Durch die jährliche Elternbefragung sowie den regelmäßigen Elterngespräche, werden Themen aus dem alltäglichen Leben, Erziehungsfragen oder Entwicklung des Kindes bekannt. Diese Themen greifen wir auf und planen zusammen mit der Familienbildungsstätte Mönchengladbach Elternabende zu den verschiedenen Themenschwerpunkten. Diese Elternabende finden bei uns im Familienzentrum statt.

Jede Familie, auch Familien aus dem Stadtteil, können die Angebote des Familienzentrums wahrnehmen.

Damit Eltern auch nach den Öffnungszeiten der Einrichtung an Angeboten teilnehmen können bieten wir regelmäßig eine Kinderbetreuung an.

Zusammenarbeit mit Eltern

Die Familie und wir als Tageseinrichtung für Kinder sind gemeinsam für das Wohl des Kindes verantwortlich. Wir möchten auf Augenhöhe und partnerschaftlich mit den Eltern zusammen wirken.

Beide Partner prägen die kindliche Entwicklung in entscheidendem Maße.

Dennoch sind es zwei unterschiedliche Sozialisationsfelder, in denen Kinder verschiedenen Erziehungsstilen, Verhaltenserwartungen, Rollenleitbildern, Werten und Einstellungen ausgesetzt sind.

Wir haben deshalb das Ziel, auf dem Weg einer wechselseitigen Öffnung und eines gegenseitigen Informationsaustausches, zur dialogischen Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu kommen.

Somit kommt dieser Kooperation von Eltern und Tageseinrichtung die Funktion zu, zwischen öffentlicher und privater Erziehung zu vermitteln.

Die Elternarbeit ist damit mehr als einzelne Elternabende oder Tür und Angelgespräche.

Sie ist ein komplexes Tätigkeitsfeld, zu dem wir uns folgende Zieldimensionen gesetzt haben:

  • Öffnung und Transparenz der pädagogischen Arbeit für Kinder und Familien
  • Mitarbeit und Mitbestimmung der Eltern
  • Entlastung von Familien
  • Elternbildung zur Verbesserung der Familiensituation
  • Beratung der Eltern bei Erziehungsschwierigkeiten und Vermittlung von Hilfsangeboten

Daraus ergibt sich für uns:

  • Die Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für ihr Kind. Sie kennen ihr Kind am besten und bestimmen durch Vorbild und Erziehung die Struktur innerhalb der Familie.
  • Eltern sind Erziehungspartner für uns.
  • In allen Fragen, die ihr Kind betreffen, sind Eltern für uns der erste Ansprechpartner.
  • Nicht nur Kinder, sondern auch Eltern sind Kunden, die das „Produkt“ Kindergarten (mit dem dahinter stehenden Konzept) frei wählen und annehmen können.  
  • Die Eltern selbst entscheiden frei über den Grad ihrer Mitwirkungsbereitschaft am Gruppen- bzw. Kindergartengeschehen.
  • Mitarbeit und Mitbestimmung der Eltern sind entscheidend in ihrer Auswirkung auf unsere pädagogische Arbeit.

Die praktizierten Formen unserer Elternarbeit:

1. Angebote vor/bei der Aufnahme des Kindes

  • Anmeldegespräch & Beratung
  • Führung durch den Kindergarten
  • Aufnahmegespräch
  • Kennenlernnachmittag
  • Eingewöhnungs- und Kennenlernphase

2. Angebote unter Beteiligung von Eltern & Erzieherinnen:

  • Themenbezogene Aktionen
  • Elternnachmittage
  • Elternabende
  • Hospitationen

3. Angebote unter Beteiligung von Kindern, Familienangehörigen, Freunden und Erzieherinnen:

  • Interkulturelles Kinderfest
  • Adventseinstieg
  • Verkehrssicherheitstag
  • Vater-Kind Angebote
  • Aktionen, z.B. zur Gartengestaltung

4. Elternmitwirkung:

  • Mitwirkung im Elternbeirat - Mitwirkung der Eltern bei Gruppenaktivitäten

5. Angebote der Familienzentrums für Eltern:

  • Eltern Themen –Frühstück oder Nachmittag
  • Willkommens-Café
  • Vater-Kind Aktionen
  • Musikalische Angebote
  • Beratungen
  • Befragungen

6. Einzelkontakte:

  • Tür- und Angelgespräche
  • Telefonische Kontakte
  • Beratungsgespräche
  • Elternsprechtage, Entwicklungsgespräche
  • Informationen über den Bildungsprozess des Kindes

7. Zusätzliche informative Angebote:

  • Schriftliche Konzeption der Einrichtung
  • Elternbriefe
  • Fotowand /Informationswand: Was geschieht in der Gruppe
  • Auslegung von Infomaterialien – Buch & Spielausstellungen