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BäM - Beratungsangebot für ältere Migrant:innen

Das BäM-Team v.l. Sevilay Heggen-Karaca, Dorothea Postel-Plum, Claudia Paulsen und Svetlana Lutskaya

Wir sind vier Beraterinnen bei unterschiedlichen Trägern in Mönchengladbach. (AWO Mönchengladbach, Jüdischer Wohlfahrtsverband Mönchengladbach/Viersen, DRK Kreisverband MG e.V., PariSozial gGmbH).

Bei uns erhalten ältere Migrant:innen und Angehörige Informationen, Beratung und Unterstützung zu allen Fragen rund um Pflege und Alter. Auf Wunsch vermitteln und koordinieren wir die notwendigen Hilfen. Wir unterstützen bei Finanzierungsmöglichkeiten und Antragstellungen. Wir beraten Sie auch gerne bei Ihnen zu Hause.

Ansprechpersonen und Kontakt

  • KOSTENLOSE BERATUNG IM GESAMTEN STADTGEBIET MÖNCHENGLADBACH
  • Information, Beratung und Unterstützung für ältere Migrant:innen zu allen Fragen rund um Alter und Pflege
  • Koordination und Vermittlung von notwendigen Hilfen
  • Hilfe bei Antragstellungen
  • Unterstützung bei Finanzierungsmöglichkeiten
  • Beratung zur Entlastung von (pflegenden) Angehörigen
  • Persönliche Beratung und Begleitung
  • Telefonische Beratung
  • Hausbesuche
  • Beratung von Angehörigen
  • Gruppenangebote
  • Informationsveranstaltungen
  • Kooperation mit Migrantenorganisationen
  • Vermittlung an Expert:innen
  • Bei Bedarf Vermittlung von Sprachmittler:innen
  • Und vieles mehr...
  • Überblick über Angebote in Mönchengladbach für ältere Menschen
  • Informationen über das deutsche Gesundheitssystem
  • Pflegeversicherung, Krankenversicherung – wer zahlt was?
  • Finanzielle und soziale Unterstützung im Alter
  • Grundsicherung und Hilfen im Alter
  • Unterstützung bei der Pflege in der Familie
  • Pflegebedarfe und Pflegeangebote
  • Pflegeantrag
  • Tagespflege, Kurzzeitpflege, stationäre Pflege – was ist das?
  • Dokumente für den Notfall
  • Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung
  • Hospiz- und Palliativversorgung
  • Demenz – was nun?
  • Und vieles mehr...

Informationen für Expertinnen und Experten

Die Bevölkerungsgruppe älterer Migrant:innen gehört zu den am schnellsten wachsenden in Deutschland. Zu den Menschen zählen sowohl die Gastarbeiter:innen aus der Türkei, Spanien, Italien, Portugal und einigen weiteren Herkunftsländern, als auch Spätaussiedler:innen aus Polen, Rumänien und den GUS-Staaten, die ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach Deutschland gekommen sind. Mittlerweile erreichen die Menschen, die in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt begründet haben, vermehrt das 80. Lebensjahr. In diesem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Pflegebedürftigkeit an, so dass Personen mit einer Migrationsgeschichte sowie ihre An- und Zugehörigen immer häufiger mit der Bewältigung von Alltags- und Pflegeaufgaben konfrontiert sind.

Dabei fällt es in der Praxis der Senior:innenarbeit auf, dass sich vor allem ältere Migrant:innen unterschiedlichen Barrieren ausgesetzt sehen, wenn es um die Inanspruchnahme der Angebote und Dienste z.B. in der Beratung, aber auch Pflege geht. In einer wissenschaftlichen Befragung in der Stadt Mönchengladbach im Jahr 2021 wurden die unterschiedlichen Barrieren systematisch herausgearbeitet. Ein wesentliches Ergebnis war, dass sich ältere Migrant:innen zwar eine Beratung und pflegerische Versorgung wünschen, die den spezifischen Bedarfen in ihren Lebenswünschen entspricht, diese aber häufig nicht in der vorhandenen Angebotsstruktur vorfinden. Durch dieses Informationsdefizit sind ältere Migrant:innen in Bezug auf Pflege und entsprechende (vor-)pflegerische Dienstleistungen nicht hinreichend informiert. Das wiederum kann zu erheblichen und langfristigen Belastungen im Alltag führen.

Die Studienergebnisse waren Anlass für die Initiierung von insgesamt vier Beratungsangeboten, die von den Wohlfahrtsverbänden AWO, DRK, Jüdischer Wohlfahrtsverband und PariSozial in Mönchengladbach in die Praxis umgesetzt werden.

  • Ziel 1: Ältere Menschen mit Migrationsgeschichte und ihre An- und Zugehörigen kennen das Beratungsangebot und nehmen es in Anspruch
  • Ziel 2: Ältere Menschen mit Migrationshintergrund sowie ihre An- und Zugehörigen bewältigen ihren Alltag (ggfs. mit entsprechenden Hilfen). Sie sind in der Lage überfordernde Belastungen auch bei Pflegebedürftigkeit wahrzunehmen und ihnen entsprechend zu begegnen

Um die Ziele erreichen zu können, werden unterschiedliche Maßnahmen der Öffentlichkeits- und Gremienarbeit und gezielter persönlicher Ansprache in unterschiedlichen Herkunftssprachen eingesetzt.

In konkreten Beratungssituationen geht es im Wesentlichen um die Anschlussfähigkeit an die entsprechenden Voraussetzungen und Bedarfe in den Lebenswelten der Klienten. Eine besondere Wirksamkeit wird in Bezug auf die zugehende Beratung gesehen. Das Beratungsangebot wird sukzessive aufgebaut. Aktuell liegt der Schwerpunkt auf Maßnahmen, die sich wesentlich auf das Ziel 1 konzentrieren. Es geht dabei darum, die Menschen, die von dem Beratungsangebot profitieren können, zunächst gezielt über das Angebot zu informieren, um sie zu einer Nutzung auch überzeugen zu können.

Vertrauen schaffen - ist die Basis für weitere Umsetzungsschritte.

Broschüren, Flyer und nützliche Links