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Verkehrssicherheitskampagne Liebe braucht Abstand

Verkehrssicherheit

Verkehrssicherheitskampagne: Liebe braucht Abstand

Die Deklaration zur Verkehrssicherheit in Mönchengladbach finden Sie hier zum Download.

Anlass

„Liebe braucht Abstand“– das ist Slogan und Programm zugleich für die gleichnamige Verkehrssicherheitskampagne des Landes NRW. Mit ihr unterstützen das Land NRW, die AGFS, die Landesverkehrswacht und das Zukunftsnetz Mobilität NRW interessierte und engagierte Kommunen in ihrer Verkehrssicherheitsarbeit. Die Kampagne thematisiert das häufig problematische Abstandsverhalten zwischen den Verkehrsmitteln.

Es scheint paradox: Wir sind eine Gesellschaft, die zunehmend auf Distanz geht, und haben dennoch ein Problem mit fehlendem Abstand? Auf unseren Straßen und Wegen in jedem Fall, lautet das Resümee der Verkehrsuntersuchung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Sie ergab, dass in den Vorjahren bei allen innerorts registrierten Unfällen mangelnder Abstand bereits die Unfallursache Nummer zwei war. Nicht eingerechnet all jene unzähligen brenzligen Situationen, die vielleicht ohne materiellen Schaden ausgingen, aber nie ohne Schrecken.

Von den Konsequenzen – zunehmende Aggressionen, Stress, Unsicherheit und eingeschränkte Bewegungsfreude im Straßenverkehr – sind Autofahrer*innen, Radfahrer*innen, Fußgänger*innen und Fahrer*innen des öffentlichen Verkehrs gleichermaßen betroffen.

Dabei braucht es gar nicht viel, um den Verkehr und das mobile Lebensgefühl sicherer und angenehmer zu machen!

Zusammen mit der AGFS und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW ist es unser Ziel, die Verkehrsteilnehmer*innen über das unzureichende und damit andere gefährdende, bzw. für alle gefährliche, Abstandsverhalten aufzuklären, sie für einen sicheren Abstand zu sensibilisieren und letztlich für eine Verhaltensänderung zu gewinnen.

Lassen Sie uns einander auf den Straßen wieder mit mehr Achtsamkeit, Respekt und Freundlichkeit begegnen. Mit einem Lächeln unterwegs und mit Rücksicht im Gepäck, verändert sich unser Fahrverhalten tatsächlich von alleine. Und mit ihm die Mobilitätskultur.

Aufbau und Module

Den Beginn der Kampagne markiert eine kommunale Verkehrssicherheitskonferenz. Hier wird in einem moderierten Prozess im Rahmen eines Workshops mit ausgesuchten Vertreterinnen und Vertretern der Verkehrsgruppen „Autofahrer*innen“, „Öffentlicher Verkehr“, „Radfahrer*innen“ und „Fußgänger*innen“ ein konsensualer Verhaltenskodex erarbeitet. Dieser ist zugleich Grundlage für eine vom Stadtrat zu beschließende Deklaration zur Verkehrssicherheit. Die Deklaration bildet gleichzeitig die Grundlage für die zukünftige, lokale Verkehrsplanung bzw. Verkehrssicherheitsarbeit.

Die Verkehrssicherheitskonferenz fand statt am 08. November 2021, 17 Uhr, im Ratssaal im Rathaus Rheydt.

Die Dokumentation bzw. Deklaration wurde anschließend erstellt und am 19. Mai vom Ausschuss für Umwelt und Mobilität beschlossen

Unmittelbar nach positivem politischen Beschluss erfolgt die Durchführung der eigentlichen Kampagne. In einer Pressemitteilung werden die Ergebnisse der Sicherheitskonferenz, die Ziele, Maßnahmen und Kommunikationsinstrumente der Kampagne vorgestellt. Diese bestehen aus aufmerksamkeitsstarken Großflächenplakaten, Postkarten, einer Info-Broschüre, und einem Film. Die Kampagne wird über die Presseverteiler und Social-Media-Kanäle flankierend begleitet.

In der dritten Stufe erfolgt eine Verdichtung durch Aktionsmaßnahmen, die je nach Deklarationsschwerpunkt individuell gestaltet werden können. Als Kampagnenmodule stehen ein mobiler Aktionsstand mit Glücksrad, Informationen zur Deklaration inkl. Beteiligungsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger sowie ansprechende Give-Aways zur Verfügung. Außerdem wird  aus verschiedenen innovative Aktionsformaten gewählt wie beispielsweise Schwimmnudel, Flashmob, Plakat Walker, etc.

In einem anschließenden Gespräch mit den Ansprechpersonen ist Zeit für konstruktives Feedback. Für die zukünftige Verkehrssicherheitsarbeit werden Handlungsschwerpunkte abgeleitet und ein Verstetigungsworkshop in groben Zügen vorbereitet.

Die Kampagne endet mit einem Workshop, in welchem die Teilnehmer*innen der Sicherheitskonferenz noch einmal zusammenkommen. Die Ergebnisse der Sicherheitskonferenz werden in Form der Deklaration noch einmal vorgestellt und mit den Teilnehmenden konkrete Handlungsansätze für die Kommunen identifiziert. Um diese Handlungsansätze in Zukunft zu verfolgen, werden Strukturen für eine Versteigung erarbeitete und Zuständigkeiten festgelegt.

Erster Aktionstag am 07. Mai auf dem Edmund-Erlemann-Platz vor der City Kirche

Bild: AGFS

Am Samstag, 07. Mai, zwischen 09:30 und 14 Uhr wurde an einem Aktionsstand auf dem Edmund-Erlemann-Platz das Gespräch mit Passant*innen gesucht. Die Gespräche zielten darauf ab, auf Gefahren aufmerksam zu machen und dazu anzuregen, das eigene Verhalten im Straßenverkehr zu reflektieren. An einem Glücksrad gab es kleine Geschenke wie Zollstöcke, Tassen, Reflektoren in Herzform und Fahrradklingeln zu gewinnen. 

Zusätzlich zum Aktionsstand gab es ein vielfältiges Programm zum Thema Verkehrssicherheit. Das Infomobil der Landesverkehrswacht war vor Ort, um Reaktionsgeschwindigkeit, Hörvermögen und Farberkennung zu testen. Die Radstation hat kostenlos Fahrräder gewartet. Der VCD war mit einem Informationsstand vertreten und hat mit verschiedenen Aktionen das Thema "Abstand" demonstriert. Der ADFC sorgte für Unterhaltung mit einem Lastenradrennen und Kinderschminken!