Betriebliches Mobilitätsmanagment für die Verwaltung

Ein Mobilitätskonzept für die Stadtverwaltung

Mobilität wird in der Stadtverwaltung neu gedacht.

Hierzu wurde in Zusammenarbeit mit dem Büro EcoLibro GmbH aus Troisdorf ein Klimaschutzteilkonzept erarbeitet. Die Erstellung dieses Konzeptes  wurde aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung gefördert.

 Das Konzept ist nicht nur aufgrund möglicher Einspareffekte ein wichtiger Baustein im Haushaltssanierungsplan, sondern setzt auch ein Zeichen für den Klimaschutz. 

Für die Erarbeitung dieses Mobilitätskonzeptes wurden die Dienstfahrten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter analysiert,eine Erreichbarkeitsanalyse erstellt und eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. 

Rund 78 Prozent gaben in dieser Befragung an, derzeit mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Aber: Nur jeder vierte Mitarbeiter wohnt weiter weg als 20 Kilometer. 70 Prozent der städtischen Angestellten wohnen in einer Pedelec- und Radentfernung (bis 10 Kilometer).

Geht es um Dienstfahrten, finden 37 Prozent aller Fahrten in einem 10-Kilometer-Bereich statt. Die maximale Entfernung liegt bei einzelnen wenigen Fahrten bei 200 Kilometer. Selbst diese Fahrten können mit einem E-Fahrzeug durchgeführt werden. Eine Tageslastkurve zeigt, dass die meisten Fahrten von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr unternommen werden. Die meisten Pkw verbleiben tagsüber ungenutzt auf ihrem Stellplatz. Durch einen Fahrzeugpool, der elektrisch betrieben wird, können Fahrzeuge effizienter genutzt und gleichzeitig Emissionen wie auch Kosten reduziert werden. Zudem entfällt so die Notwendigkeit mit dem privaten Pkw zur Arbeit zu kommen.

Das Ziel des Betrieblichen Mobilitätsmanagements ist es, den Mitarbeitern neue Angebote zur Verfügung zu stellen und den Betrieb effizienter zu gestalten. Durch die Umsetzung von Maßnahmen wie dem Aufbau eines Fahrzeugpools und das Angebot von Diensträdern können auch Stellplatzbedarfe analog zur Mobilitätssatzung, gerade im Hinblick auf die Planungen zum Rathaus der Zukunft mg+, weiter reduziert werden.

 

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.