Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler

 

Im Jahr 2014 haben sich die vier Tagebaurandgemeinden Erkelenz, Jüchen, Mönchengladbach und Titz zu einem informellen Planungsverband zusammengeschlossen, um ein „Drehbuch“ für die nächsten Jahrzehnte zur Entwicklung der Tagebauregion zu entwickeln. Mit dessen Hilfe soll den Auswirkungen des Tagebaus insbesondere im nahen Umfeld begegnet werden. Im September 2016 führte der Informelle Planungsverband gemeinsam mit verschiedenen Planungsbüros und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen im Rittergut Wanlo in Mönchengladbach eine Werkstattwoche durch. Dabei wurden Ideen zur Entwicklung der Region geschmiedet, die darstellen, wie diese sich aktuell, während und nach dem Tagebau aufstellen könnte. Die Ergebnisse wurden in einem „Drehbuch“ festgehalten. Diese Ergebnisse  dienen als erste Skizzen für die weiteren landschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und städtebaulichen Entwicklungen der Tagebauregion für die kommenden Jahrzehnte.

Für die  Konkretisierung des Drehbuchs und die Umsetzung der daraus resultierender Maßnahmen sollte der lockere Zusammenschluss der Tagebaurandgemeinden in einem Zweckverband institutionalisiert werden. Für den hierfür erforderlichen Satzungsentwurf haben die Partnerkommunen Erkelenz, Titz und Jüchen bereits vor der Sommerpause 2017 grünes Licht gegeben. Am 18.10.2017 hat der Rat der Stadt Mönchengladbach dem Satzungsentwurf für den geplanten Zweckverband „Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler“ beschlossen. Somit stand nach der gemeinsamen Willensbekundung zur Zusammenarbeit und der Bildung eines Informellen Planungsverbandes der Tagebaurandgemeinden Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen und Titz in 2014, der Gründung eines Zweckverbandes nichts mehr im Wege. Am 08.12.2017 hat der Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler seine Arbeit aufgenommen. Auf der konstituierenden Sitzung des Zweckverbandes im Haus Erholung in Mönchengladbach wurden die notwendigen Beschlüsse gefasst, um den Zweckverband arbeitsfähig zu machen. Zum Verbandsvorsteher wurde Dr.-Ing. Gregor Bonin, Dezernent für Planen, Bauen, Umwelt und Mobilität der Stadt Mönchengladbach gewählt. Den Vorsitz der Verbandsversammlung hält Martin Heinen als Mitglied der Verbandsversammlung.

Der Zweckverband hat sich zum Ziel gesetzt, den durch den Tagebau über mehrere Generationen beanspruchten Raum gemeinsam zum Wohle der Kommunen und ihrer Bevölkerung zu gestalten. Er bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau und Infrastruktur. Darüber hinaus führt er die Abstimmung der gemeinsamen Planungen, die gemeinsame Weiterentwicklung der Perspektiven, die Qualitätssicherung, die Wahrnehmung der Aufgaben als weiterer Träger öffentlicher Belange in den gesetzlichen Planungsverfahren und die gemeinsame Flächenentwicklung und –bewirtschaftung durch. So sollen die Auswirkungen der Tagebaue gemindert werden.

Hier finden Sie das Drehbuch und weitere Informationen auf der Webseite des Zweckverbandes