
Das Projekt „Blühendes Mönchengladbach“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung des Grünanteils im Stadtgebiet und damit zur Förderung der urbanen Biodiversität. Zugleich werden die Auswirkungen des Klimawandels abgemildert. Eine gut vernetzte und funktionsfähige Grüninfrastruktur verbessert die Aufenthalts- und Lebensqualität in Mönchengladbach nachhaltig. Im Rahmen interdisziplinärer Arbeitsgruppen wurden hierzu verschiedene Maßnahmenbausteine entwickelt, die nun schrittweise umgesetzt und im Folgenden vorgestellt werden.

Im Rahmen der Aktion Blühpatenschaft der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach konnten Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Firmen und Initiativen Anteile an Blühfeldern und Blühstreifen erwerben, die dann Insekten als Nahrungsquelle sowie Feldvögeln und Niederwild als Deckung und Rückzugsort dienen. Durch Übernahme einer Patenschaft konnte ein direkter Beitrag zum Insekten- und Artenschutz in der Feldflur geleistet werden. Darüber hinaus bilden die Blühfelder und Blühstreifen ein attraktives Bild für die Erholungssuchenden in der freien Landschaft.
Die Aktion Blühpatenschaft der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach ist eine interessante Ergänzung des Projektes „Blühendes Mönchengladbach“ und stellt eine hervorragende Vernetzungsmöglichkeit zwischen dem Außen- und Innenbereich dar.
Weitere Informationen zur Aktion Blühpatenschaft der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach e.V. gibt es hier.
Die Stadt Mönchengladbach wird sich, wie auch im Jahr 2020, mit 5.000 € an der Anlage von Blühfeldern auf landwirtschaftlich genutzten Flächen im Stadtgebiet beteiligt. Kriterien für die Auswahl der Flächen sind entweder deren Nähe zu bekannten Feldvogel-Vorkommen oder deren Lage in Bereichen, die im Landschaftsplan zukünftig als Maßnahmenräume für Offenlandarten oder als Maßnahmenräume für Grünverbindungen festgesetzt werden. Sobald die Lage der Blühfelder bekannt sind, werden diese hier auf der Internetsite bekannt gegeben.
„Edler Empfang in Grün, Weiß und Rosa“, „Rosa-Violett im Schattenduett“, „Hauchzart und federleicht“, „Der Hummelflug“, „Gelb-Blau blüht die Steppe“ und „Formschöner Gräsergarten“. Mit diesen sechs Mustergärten, die vom Mönchengladbacher Landschaftsarchitekturbüro Jägersküpper - Fahl im Auftrag des Fachbereichs Umwelt erarbeitet wurden, möchte die Stadt Mönchengladbach der zunehmenden Verschotterung von Vorgärten und den damit einhergehenden negativen Effekten der ökologischen Verarmung und der Entstehung von Hitzeinseln entgegenwirken.
Die Mustergärten sind ein Baustein des Projektes "Blühendes Mönchengladbach" und sollen Gartenbesitzer*innen inspirieren, bestehende Schottergärten in kleine blühende Oasen umzuwandeln oder erst keine Schottergärten anzulegen. Die Mustergärten sind so konzipiert, dass sie sich für unterschiedliche Zielgruppen eignen und auch von Personen angelegt und gepflegt werden können, die keinen „Grünen Daumen“ haben. Mit 3- 4 jeweils einstündigen Pflegegängen im Jahr sind die Mustergärten zudem so ausgearbeitet, dass sie eine echte Alternative zu Schottergärten darstellen und im Laufe der Jahre sogar weniger Pflegeaufwand benötigen wie die grauen Steinwüsten. Ganz nebenbei tragen die begrünten Vorgärten mit ihren bunten Blüten und Herbstfärbungen zu einer Verschönerung des Grundstücks bei, wirken die Pflanzen mit ihrer Verdunstung positiv auf das Kleinklima und versorgen Insekten und darüber die heimischen Vögel mit Nahrung.
Hinweise zum Pflegeaufwand, zu den Standortverhältnissen und zu einzelnen Pflanzen, zu Wuchshöhen und -breiten sowie zu der Anzahl der zu pflanzenden Bodendecker und Blumenzwiebeln sind in den Mustergartenplänen übersichtlich dargestellt und können auf unterschiedlich großen Beeten angelegt werden.
Die in den Mustergartenplänen aufgeführten Pflanzen sind auf Anfrage bei den örtlichen Gärtnereien, Gartenshops und Gartencentern sowie im Internet bei renommierten Pflanzenversandhändlern wie Gaißmayer, Die Staudengärtnerei, Stauden Stade, Sarastro Stauden, Gräfin von Zeppelin oder Syringa-Pflanzen zu beziehen.

An verschiedenen Standorten in der Stadt sorgen bienenfreundliche Flower Pots – große Pflanzkübel mit sorgfältig zusammengestellten, farbenfrohen Blumenmischungen – für lebendige Akzente im urbanen Raum. Sie bieten wertvolle Nahrung für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, tragen zur Stärkung der städtischen Biodiversität bei und laden Passantinnen und Passanten dazu ein, einen Moment innezuhalten und die Natur mitten in der Stadt zu genießen.

