Verschwendung von Lebensmitteln stoppen

Rund jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot landen im Müll. Insgesamt werden mehr als die Hälfte der produzierten Lebensmittel weggeworfen. In Deutschland sind es nach Auskunft des Bundesverbraucherministeriums rund zwanzig Millionen Tonnen pro Jahr. Verbraucherschutz-Vertreter fordern deshalb eine neue Wertschätzung für Lebensmittel. Wer Abfall vermeidet, hilft der Umwelt und dem Klima, und spart außerdem eine Menge Geld. Nach Hochrechnungen, die auf Angaben aus anderen EU-Staaten basieren, werden in Deutschland pro Kopf jährlich Nahrungsmittel im Wert von 330 Euro weggeworfen. Viele Lebensmittel werden schon vernichtet, bevor sie überhaupt den Verbraucher erreicht haben. Sie landen in den Abfall-Containern der Groß- und Supermärkte - oft noch frisch und original verpackt. Warum werden sie weggeworfen? Weil der Kunde zu jeder Zeit frische und makellose Waren in den Regalen wünscht: Das Brot muss auch noch abends frisch gebacken sein, der Apfel darf keinen Schorf haben und die Milch soll noch mindestens eine Woche haltbar sein. Dieses Einkaufs- und Essverhalten ist Energieverschwendung und hat dadurch hat fatale Auswirkungen auf das Klima und damit auf die Erderwärmung. So ist die landwirtschaftliche Produktion global für mehr als ein Drittel der Treibhausgase verantwortlich. Der Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung weist darauf hin, dass sich gerade im privaten Haushalt viele Möglichkeiten bieten, um einer Verschwendung von Lebensmitteln vorzubeugen. Der Einkauf und die Mahlzeiten sollten richtig geplant, die Vorräte etwa in der Tiefkühltruhe oder im Keller regelmäßig auf Haltbarkeit kontrolliert werden. Von Lebensmitteln, die sich nicht so lange halten, sollten besser nur kleine Mengen eingekauft werden. Auch können die Reste eines Gerichtes statt weggeworfen zu werden beispielsweise am folgenden Tag gebraten, zu einem Auflauf oder einer Suppe weiterverarbeitet werden.

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Klimaschutzmanager
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