Sonnenenergie lässt sich zum einen in Strom umwandeln und zum anderen lässt sich die Wärme direkt oder indirekt nutzen. Die Stromerzeugung erfolgt in Photovoltaikanlagen. Die Wärme kann entweder durch entsprechende Bauweisen in Gebäuden oder mit solarthermischen Anlagen zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung genutzt werden.

Einen optimalen Nutzungsgrad sowohl thermischer, als auch photovoltaischer Solaranlagen erreicht man, wenn die Modul- bzw. Kollektorflächen, nach Süden ausgerichtet ist und eine Neigung von etwa 30° aufweist. Aber auch Dächer, die nach Osten oder Westen ausgerichtet sind, können mit einer entsprechenden Anlagenauslegung und der Wahl bestimmter Anlagentechniken wirtschaftlich genutzt werden.

Einen ersten Überblick, ob eine Dachfläche geeignet ist, können Sie sich im Solarkataster NRW unter Energieatlas NRW einholen.  Hier finden Sie auch Informationen, wie Sie weiter vorgehen, wenn Sie sich für die Errichtung und den Betrieb einer Anlage entscheiden oder sich für Solarpotenziale Freiflächen-Photovoltaik oder Stecker-Solar interessieren.

Als Photovoltaik wird die Umwandlung der Solarstrahlung in elektrische Energie bezeichnet. Einzelne Solarzellen sind in sogenannten Solarmodulen zusammengefasst. Sie werden üblicherweise auf Dächern angebracht oder auf Freiflächen in Großanlagen installiert. Da die Anlagen Gleichstrom erzeugen, wird zum Betrieb ein Wechselrichter benötigt, der den Strom in allgemein nutzbaren Wechselstrom umwandelt. Der Strom kann direkt genutzt werden oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. In allen Fällen gibt es eine Vergütung für den produzierten Strom, deren Höhe im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) geregelt ist.

Zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen werden bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Kredite mit günstigen Konditionen angeboten. Hierüber lassen sich nicht nur die Anlagen, sondern auch deren Installation vollständig finanzieren. Detaillierte Informationen zu den Fördermöglichkeiten finden Sie hier.

Solarkollektoren wandeln das Sonnenlicht in nutzbare Wärme um. Über Rohre wird ein Wärmeträger zu einem Wärmespeicher geleitet, der mit der Warmwasserbereitung und, bei Anlagen mit Heizungsunterstützung, dem Heizkreislauf verbunden ist. Bei optimaler Auslegung der Anlage auf den Warmwasserbedarf des Haushalts, kann eine vierköpfige Familie mit einer etwa 5 m² großen Anlage mehr als die Hälfte des Wärmebedarfs zur Brauchwassererwärmung decken. Große Solarthermieanlagen speisen Wärme beispielsweise in Nahwärmenetze ein. Solarkollektoren können auch zur Kühlung eingesetzt werden.

Die Installation solarthermischer Anlagen wird über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) durch das Marktanreizprogramm des Bundes gefördert. Bis zu einer Größe von 40 m² wird ein Zuschuss in Höhe von 90 Euro pro Quadratmeter gewährt (mindestens 1.500 Euro). Eine Anlage mit Flachkollektoren muss dafür eine Mindestgröße von 9 m² Kollektorfläche und mindestens eine Speichergröße von 40 Litern je Quadratmeter Kollektorfläche aufweisen (bei Vakuumkollektoren: 7 m² und 50 Liter). Die genauen Bedingungen und Informationen ergänzenden Bonusförderungen finden sie bei der BAFA.