Kanalbaufolgemaßnahme Roermonder Straße zwischen Nicodemstraße und Dülkener Straße

Projektübersicht

Die Umbauarbeiten umfassen sowohl Kanal- als auch Straßenbauarbeiten. Die Arbeiten werden Anfang 2019 beginnen. Die Bauzeit beträgt rund 2 Jahre.

Ausgangslage:

Die Roermonder Straße weist im Abschnitt zwischen Nicodemstraße und Dülkener Straße eine geschlossene Randbebauung auf. Diese lässt den vorhandenen Fahrbahnquerschnitt relativ eng und kleinteilig erscheinen. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den geschwungenen Verlauf der Straße. Derzeit weist die Roermonder Straße eine Fahrbahnbreite von rund 6,00 m auf. In Teilabschnitten wird beidseitig geparkt, so dass in diesen Bereichen Gehwegbreiten von teilweise unter 1,00 m verbleiben, womit das Regelmaß der Richtlinie deutlich unterschritten wird. Vor diesem Hintergrund werden die vorhandenen Gehwege auf eine regelkonforme Breite (mind. 2,00 m) ausgebaut. Im genannten Abschnitt besteht eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h, die auch zukünftig beibehalten wird. Gesonderte Anlagen für den Radverkehr sind damit nicht erforderlich.

Planungsverfahren:

Eine erste Planungsvariante wurde bereits im November 2016 im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt. In dieser Veranstaltung wurden von den Anliegern insbesondere die aufgepflasterten Bereiche der Einmündungen "Am Ringerberg" und "Dülkener Straße" sowie die generelle Parkplatzsituation in diesem Abschnitt der Roermonder Straße angesprochen. Auch die Möglichkeiten einer weiteren Begrünung wurden im Rahmen der Bürgerversammlung erörtert. Im Nachgang zur Bürgerversammlung hat die Städtebaugruppe der Waldhausener Gespräche zusätzliche Punkte an die Verwaltung weitergegeben, die in die vorliegende Planung - soweit sie den Straßenbau betreffen - eingeflossen sind. Die noch in der Bürgerversammlung vorgestellte Planungsvariante entsprach im Einmündungsbereich Nicodemstraße der heutigen Spureinteilung mit einer separaten Linksabbiegespur, einer Geradeausspur und einem freien Rechtsabbieger in den Metzenweg. Im Nachgang wurde mit den Fachverantwortlichen abgestimmt, dass eine Aufweitung der Einmündung jedoch nicht erforderlich ist und somit die separate Linksabbiegespur entfallen kann. Mit der Einengung des Einmündungsbereichs ergibt sich ein weiterer Baustein, den vorliegenden Bereich vom Durchgangsverkehr zu befreien und in Verbindung mit dem vorhandenen Tempolimit auf 30 km/h für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen. Die dadurch in den Nebenanlagen frei werdenden Breiten können für den Bau bzw. den Erhalt von Parkständen genutzt werden. An den Einmündungen "Am Ringerberg" und "Dülkener Straße" bleiben die hier möglichen Fahrbeziehungen vollumfänglich erhalten. Durch den Einbau einer Aufpflasterung werden die Fußgänger bevorrechtigt. Gleichzeitig wirkt sich ein derartiges Hindernis verkehrsberuhigend aus und trägt damit zur allgemeinen Verkehrssicherheit bei.

Parken:

Die Parkstände werden nicht wie im Bestand in dafür abgetrennten Buchten ausgeführt, sondern auf Gehwegniveau gebaut. Die entsprechenden Felder werden lediglich farblich abgegrenzt. Sofern die Felder nicht beparkt werden, können sie von Fußgängern mitbenutzt werden und dienen damit der Gehwegverbreiterung.

Radabstellanlagen:

Der Vorschlag der Städtebaugruppe der Waldhausener Gespräche zur Installation von Radabstellanlagen wird seitens der Verwaltung gerne aufgegriffen. Insgesamt werden im Plangebiet 25 Fahrradbügel errichtet.

Begrünung:

Aufgrund der vorhandenen Versorgungsleitungen ist es so gut wie unmöglich, zusätzliches Straßenbegleitgrün in den Querschnitt einzubringen. Im Nachgang zur Bürgerversammlung wurden mögliche Standorte geprüft und in der vorliegenden Planungsvariante dargestellt.

Bushaltepunkte:

Die bestehenden Bushaltepunkte bleiben in ihrer Lage bestehen. Sie werden baulich an den Fahrweg der Busse angepasst, barrierefrei ausgebaut und mit den entsprechenden taktilen Elementen ausgestattet. Der Ausbau erfolgt entsprechend der Straßenbaudetails der Stadt Mönchengladbach, die als Standardwerk mit den Behindertenverbänden der Stadt abgestimmt worden sind.

Fakten:

 

  • 350 m Baufeld
  • Kanalerneuerung in offener Bauweise
  • Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut
  • Gehwegeerneuerung in regelkonformer Breite
  • Abstellanlagen für Fahrräder
  • Baumpflanzungen
  • Erneuerung der Beleuchtung

Ausführungszeitraum:

Januar 2019 – Dezember 2020

 

 

 

 

Fotos der Maßnahme

Projektplan