Stadtmauer St.-Peter-Straße

aktueller Blick auf ein ehemaliges Stück Stadtmauer

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Weiterführende Information

Mit dem Aufkommen mauerbrechender Geschütze verloren mittelalterliche Stadtmauern, Türme und Tore ihre Bedeutung als schützende Bauten.

Daher begann man vermutlich seit 1780 mit der Schleifung der Dahlener Befestigung. Als aber 1792 durch den Ersten französischen Koalitionskrieg neue Gefahr drohte, beschloss man, Mauern, Tore und Gräben zügig wiederherzustellen. Dieses Ziel wurde infolge der Eroberung des Rheinlandes durch napoleonische Truppen ab 1793 vermutlich unterbunden. Wie anderenorts auch, wird die französischen Regierung sogar die Niederlegung der gesamten Anlage angeordnet haben.1804 heißt es hierzu: "Die Stadt liegt offen." Die beim Schleifen der Wehranlagen anfallenden Steine dienten vermutlich zum Verfüllen des Grabens und zum Hausbau.

Nur geringe Teile der aufgehenden Stadtmauer sind noch heute erhalten. Eindrucksvoll zeigt sich dies an einigen Häusern auf der Südseite der St.-Peter-Straße. Eine massive Backsteinmauer, über einem Klötzchenfries leicht vorkragend, bildet die äußere Hauswand. In Höhe des Mauerabsatzes verlief auf der Innenseite ein hölzerner Wehrgang. An seiner Stelle entstanden die jüngeren Wohnbauten. Dadurch ersparte man sich zumindest den Bau einer eigenen Hauswand.

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Im 17. Jahrhundert wurden Stadtmauern weniger wichtig. Um 1780 begann man, die Dahlener Stadtmauer abzureißen. 1804 schrieb man: „Die Stadt liegt offen.“ Nur ein Stück Mauer an der St.-Peter-Straße blieb. Dieses Mauerstück ist heute die Rückseite von zwei alten Häusern. Die Stadtmauer wurde in die Häuser als Außenwand eingebaut. Bis 1799 entstanden dort viele kleine Häuser. Dort wohnten vor allem Weber. Weber waren lange Zeit die wichtigsten Arbeiter in der Stadt.