Im Jahre 1854 erwarb Alexander Zenzes schließlich das Haus auf der Ecke Wickratherstraße/Rheydter Chaussee. Als neuer Besitzer ließ er über der Haustür die heute noch vorhandenen Initialen „AZ“einmeißeln.
Laut firmeneigener Werbung betrieb der vom Kamphof in Merreter stammende Ackerer Alexander Zenzes (1821 – 1874) seit 1848 eine Destillerie. Im Sommer dieses Jahres hatte er Helena Gripekoven (1823 – 1897) geheiratet, die mit ihrem verwitweten Vater Andreas Gripekoven (1798 – 1880) und den jüngeren Geschwistern auf der Gerkerather Mühle lebte. Gripekoven betätigte sich bereits seit 1824 als Schnapsbrenner, sodass Zenzes seinen Schwiegervater dabei offensichtlich unterstützt hat. Etwa 1852 zogen die Familie Gripekoven und Zenzes in ein Haus Ecke Wickratherstraße/St.-Peter-Straße, wo Andreas Gripekoven seine Destillerie fortführte.

Relief August Zenses
Im Jahre 1854 erwarb Alexander Zenzes schließlich das Haus auf der Ecke Wickratherstraße/Rheydter Chaussee. Als neuer Besitzer ließ er über der Haustür die heute noch vorhandenen Initialen „AZ“einmeißeln.
Spätestens im Februar 1857 fasste Zenzes den Entschluss, in den Hintergebäuden seines Anwesens – in Konkurrenz zu seinem Schwiegervater - eine eigene Destillerie zu betreiben. Seit dem 1. 1. 1861 wurde das von Zenzes begonnene Unternehmen zusammen mit dem Kaufmann Leonhard Schagen (1796 – 1871) als Likörfabrik „Zenzes & Schagen“ geführt. Letzterer war ein angeheirateter Onkel von Zenzes Ehefrau Helena Gripekoven und übertrug seinen Firmenanteil 1867 an den Sohn Adolph Schagen (1839 – 1928). Verkaufsschlager war der „Eisenbahnbitter“, der magenstärkend sowie appetit- und verdauungsfördernd sein sollte.

Etikett Alter Rhinländer

Etikett Goldwasser

Etikett Eisenbahnbitter
Nach Zenzes‘ frühem Tod wurde der Betrieb von seinen Söhnen fortgesetzt und ging, nachdem er den gleichberechtigten Teilhaber Schagen ausbezahlt hatte, 1904 in die Hände von August Zenzes (1858 – 1927) über. Dessen zeitlebens unverheiratete Tochter Elisabeth Zenzes (1907 – 1993) führte den Betrieb mit ihrer Mutter bis Ende des Zweiten Weltkrieges weiter. Elisabeth Zenzes verkaufte das Haus später und alle Relikte der Destillerie wurden im Rahmen der Sanierung entfernt.

1854 kaufte Alexander Zenzes das Haus an der Wickrather Straße/Ecke Rheydter Chaussee. Über der Tür sind seine Initialen „AZ“ zu sehen. Ab 1861 betrieb er mit Leonhard Schagen eine Likörfabrik. Bekannt war der „Eisenbahnbitter“, ein magenstärkendes Getränk. Nach Zenzes’ frühem Tod führten seine Söhne die Fabrik weiter. 1904 zahlte August Zenzes Schagen aus. Seine Tochter Elisabeth leitete den Betrieb bis zum Zweiten Weltkrieg. Danach verkauften sie das Haus. Bei der Sanierung wurden alle Spuren der Brennerei entfernt.