Fachbereich Stadtentwicklung und Planung (FB 61)

Abteilung Stadterneuerung und Stadtentwicklung

 Im Bereich der Mönchengladbacher Innenstadt sowie angrenzender Wohnquartiere werden seit Jahren Missstände und negative Entwicklungen sowohl in städtebaulicher als auch in sozioökonomischer Hinsicht verzeichnet. Ausgebliebene Investitionen in den öffentlichen Raum, aber auch in den privaten Wohnbestand führen an mehreren Stellen unter anderem dazu, dass Trading-Down-Entwicklungen beobachtet werden (z.B. Waldhausener Straße) und dass der öffentliche (Freizeit-)Raum nicht mehr die zeitgemäßen Qualitäten aufweist, um sowohl für Besucher als auch Bewohner als attraktiver Freizeit- und Erholungsraum wahrgenommen zu werden. Handlungsbedarf besteht somit sowohl in den Bereichen Städtebau, Verkehr und Freiraum, in der Immobilienwirtschaft und dem Wohnen, der sozialen Integration sowie Bildung und Qualifizierung.

 

Das Untersuchungsgebiet kann hier eingesehen werden.  

Um in die Städtebauförderung aufgenommen zu werden, wurde für die Mönchengladbacher Innenstadt ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. Von Oktober 2016 bis April 2017 fand dazu mit Unterstützung des Dortmunder Büros steg NRW eine umfassende Analyse des Untersuchungsraums statt, um inhaltliche und räumliche Handlungsschwerpunkte herauszuarbeiten. Mitte 2017 wurden die Ergebnisse der Analysephase zu konkreten Zielen, Maßnahmen und Handlungsempfehlungen ausgearbeitet. Im Herbst 2017 lag ein erster Entwurf des Integrierten Handlungskonzepts vor. Im Februar 2018 wurde das Konzept vom Rat der Stadt Mönchengladbach beschlossen.

Die im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept (ink. Maßnahmenkarte) dargestellten Inhalte stellten die Grundlage für die Bewerbung der Stadt Mönchengladbach um Fördermittel beim Land, Bund und der EU dar. Die Umsetzung erfolgt, bei erfolgreicher Aufnahme in ein Städtebauförderungsprogramm und ausreichender Mittelverfügbarkeit seitens des Fördergebers, ähnlich wie bei der Sozialen Stadt Rheydt in zwei Förderphasen: zunächst 2018 – 2022 und anschließend 2023 – 2028. Die ersten Zuwendungsbescheide werden im 4. Quartal 2018 erwartet.

 Der gesamte Prozess zur Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzepts wurde von zahlreichen Beteiligungsaktionen begleitet. So fanden Informationsveranstaltungen, umfassende Workshops für unterschiedliche Zielgruppen, sogenannte Stadtchecks für Bürgerinnen und Bürger an zentralen Orten des Untersuchungsgebiets u.v.m. statt, um die Öffentlichkeit über den Prozess zu informieren und ihre Ideen und Anregungen einfließen zu lassen. Zudem fand vom März bis zum April 2017 eine Onlinebeteiligung unter www.innenstadt-dialog-mg.de statt, deren Ergebnisse auch über den Beteiligungszeitraum hinaus auf der Website einzusehen sein werden. Sobald die eigentliche Fördermaßnahme begonnen hat, wird die Internetseite als Informations- und Beteiligungsplattform weiterhin genutzt.

 

Der gesamte Beteiligungsprozess der Öffentlichkeit wurde seitens der steg NRW in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Büro urbanista durchgeführt.

 Aktuelle Informationen findet Sie auf www.innenstadt-dialog-mg.de

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