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Platz der Republik

Abteilung Bauleitplanung und Stadtgestaltung

Der Platz der Republik wurde als ein Teilprojekt der Gesamtmaßnahme „Soziale Stadt - Gladbach und Westend“ neu gedacht und umgestaltet. Die Maßnahme hatte ein Gesamtvolumen von knapp 5 Mio. Euro. Davon wurden rund 90 % durch EU-, Landes- und Bundesmittel der Städtebauförderung getragen. Die verbleibenden rund 10 % sind ein Eigenanteil der Stadt Mönchengladbach.

Das Ergebnis der Umgestaltung

Der Platz der Republik wurde zu einem attraktiven Ort für alle, an den man gerne kommt, wo man Zeit verbringt und sich sicher fühlt. Mit einer großzügigen Skate-Plaza, eine neuen Parkour-Anlage, reichlich Grünfläche und einem verbesserten Beleuchtungskonzept hat der neugestaltete Platz das Potenzial, zu einem lebendigen Lieblingsort mitten in der Stadt zu werden. Lebendig und vor allem sportlich ging es auch bei der Eröffnungsfeier am 17. September 2022 zu. Denn da wurde der Platz der Republik für einen Tag zum „Sportplatz der Republik“.

 

Eine bedeutende Rolle bei der Umgestaltung des Platzes der Republik hat das Thema Sicherheit gespielt. Bereits 2019 hatten Stadtverwaltung und Polizei die Sicherheitskooperation (Siko) Vitus ins Leben gerufen, um Kriminalität und Verwahrlosung im Bahnhofsumfeld zu bekämpfen. Die Platzumgestaltung war ein wesentlicher Aspekt der damaligen Überlegungen. Im Rahmen der Sozialen Stadt Gladbach und Westend konnte das Projekt nun realisiert werden. Insgesamt sind rund fünf Millionen Euro investiert worden, davon sind 4,7 Millionen Euro förderfähig. 

Im Zuge der Umbauarbeiten wurden eine Skate-Plaza und eine Parkour-Anlage gebaut, die Grünflächen aufgewertet, ein neues Beleuchtungskonzept realisiert und die Struktur der Wege erneuert. Aus dem ehemaligen Parkplatz ist ein Platz für die Menschen geworden. Auch die Durchfahrtsmöglichkeit für PKW gibt es nicht mehr. Die Heinrich-Sturm-Straße endet für den motorisierten Verkehr bereits seit einigen Monaten in einem Wendehammer. Dadurch ist Raum entstanden, um durch den Eisenbahntunnel eine zentrale Radverbindung in Nord-Süd-Richtung zu realisieren.

Die Idee

Eine wesentliche Stellschraube zur Verbesserung des Umfeldes insbesondere in Bezug auf die Sicherheit stellt die Belebung des Platzes durch möglichst viele Nutzergruppen dar. Durch eine bewusste Steigerung der Aufenthaltsqualität in allen Bereichen des Platzes soll die Dauer der Aufenthalte und damit der Publikumsverkehr erhöht werden. Die Schärfung der Grünraumqualitäten unterstützt den Aufenthaltswert und sorgt für eine angenehme Atmosphäre.

Der Bereich vor dem Bahnhofszugang ist als Auftaktplatz konzipiert, der gleichzeitig die Nutzerbewegungen kanalisiert und mittels einer markanten Platzskulptur einen urbanen Ort mit Aufenthaltsqualität erzeugt. Hier sind moderne Trendsportarten verortet, die den lebendigen Aspekt zur sozialen Kontrolle des Ortes generieren und deren Attraktion auch Zuschauerinnen und Zuschauer anzieht. Der Skatebereich ist als sogenannte Plaza konzipiert, die beliebte urbane Platzstrukturen mit sportlichen Herausforderungen verbindet. Gleichzeitig bildet sie durch ihre Ausgestaltung einen attraktiven Anker zur Platzbelebung. Wasserbecken unterstreichen die Einladung zum Verweilen. Als Pendant zur Platzskulptur säumt gegenüberliegend eine großzügige Parktribüne den zentralen Platz. In die grüne Insel eingebunden ist hier viel Platz zum Treffen und Verweilen. Auch ist hier ein Parcours / Fitnessbereich angeordnet, der nach Süden in den ruhigen Parkbereich übergeht. Er bildet eine Verbindung zwischen Aufenthaltsfunktion und Sportangebot. Wasserlinien dagegen erstrecken sich von der Skateplaza bis zur Breitenbachstraße und sind verbindendes Element zwischen Bahnhofseingang und Übergang zur Seestadt. Entlang dieser Achse finden sich unterschiedliche Aufenthaltsmöglichkeiten in Form von Sitzlandschaften sowie Sport- und Spielangeboten. Platz für Veranstaltungen unterschiedlicher Größenordnungen ist ebenfalls Bestandteil der Parkstruktur. Vor der Radstation wird ein entsprechend großer Bereich als Fläche für Veranstaltungen von Einbauten und Bepflanzungen freigehalten. Hier könnten kleinere Konzerte oder verschiedene Arten von Freizeitmärkten stattfinden.

Die um 10 % vergrößerten Grünflächen erstrecken sich von Norden nach Süden getrennt durch den zentralen Platzbereich. Aus dem Baumbestand heraus entwickelt sich der Park in unterschiedliche Licht- und Schattenbereiche für angenehme Parkaufenthalte. Die im Bestand vorhandene Artenvielfalt wird durch neue Bäume ergänzt. Die Auswahl der Bäume orientiert sich an den Anforderungen an Zukunftsbäume, die innerstädtischen Klimabedingungen gewachsen sind. Verschiedene Wege, gesäumt von artenreichen Staudenbändern und Sitzgelegenheiten, gliedern einzelne Grünflächen. Das Wegenetz erlaubt Wandelgänge wie eilige Zielrichtungen gleichermaßen. Auf den offenen Wiesenflächen und in den schattigen Hainen sind Liegen aufgestellt. Standortgerechte klimatisch angepasste Baumarten und artenreiche Wiesen und Staudenbereiche verbessern darüber hinaus den ökologischen Wert. Der neue Park auf dem Platz wird künftig über 136 Bäume verfügen, wovon 54 Neupflanzungen mit den oben genannten klimaangepassten Eigenschaften vorgesehen sind.

Der motorisierte Individualverkehr wird in der Heinrich-Sturm-Straße aufgegeben, um den Platz der Nahmobilität zu widmen und insbesondere fußläufige Verbindungen sowie die Radschnellstrecke zu ermöglichen. Die Reduzierung der Verkehrsfunktionen, insbesondere des ruhenden Verkehrs, ist eine Chance für eine Entwicklung eines deutlicher vom Grün geprägten Stadtraums mit intensiven Nutzungsformen. Dafür werden die Güterstraße und die Heinrich-Sturm-Straße zu einer Sackgasse mit Wendeanlage zurückgebaut und dienen im Wesentlichen der Erschließung des ruhenden Verkehrs und der Taxistellplätze. Für die Busse zum Stadion ist die nördliche Wendeanlage entsprechend dimensioniert. Es verbleiben 34 Kurzzeitparkplätze in dieser Wendeanlage im Norden sowie 20 Kurzzeitparker im südlichen Bereich an der Heinrich-Sturm-Straße. Insgesamt werden vier Stellplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen und zehn Stellflächen für Taxen. In der Wendeanlage an der Heinrich-Sturm-Straße befindet sich zusätzlich eine Hol- und Bringzone für kurzes Halten und Warten. Zusätzlich werden 50 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und Abstellflächen für Car-Sharing angelegt.

Die Ausgangslage

Der Platz der Republik wies lange Zeit hohe Defizite in Bezug auf seine Gestaltung, Aufenthaltsqualität und Funktionalität auf und wurde daher von dem überwiegenden Teil der Bevölkerung lediglich als Transitraum genutzt. Er war mit einem negativen Image besetzt und wurde insbesondere in den Abend- und Nachtstunden als Angstraum gemieden. Das grüne Potenzial der raumprägenden Baumsolitären wurde nicht ausgeschöpft. Auch wurden seine Funktionen als gleichwertiger Ausgang auf der Südseite des Bahnhofs sowie als attraktiv gestaltete Wegeverbindung in die neu entstehende Seestadt mg+ nicht ausreichend gewürdigt.

Weitere Auskünfte:

Frau Ende
Tel.: (02161) 25 - 8615