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Abteilung Bauleitplanung und Stadtgestaltung

Platz der Republik

Platz der Republik - Luftbild und Bestandsplan
Luftbild und Bestandsplan

Der Platz der Republik, auf der Südseite des Hauptbahnhofs gelegen, weist aktuell hohe Defizite in Bezug auf seine Gestaltung, Aufenthaltsqualität und Funktionalität auf und wird daher derzeit von dem überwiegenden Teil der Bevölkerung lediglich als Transitraum genutzt. Darüber hinaus ist er mit einem negativen Image besetzt und wird – insbesondere in den Abend- und Nachtstunden – als Angstraum, auch aufgrund der starken Nutzung durch nur einzelne Personengruppen, gemieden. Das grüne Potenzial des Platzes – ein Park mit raumprägenden Baumsolitären – wird daher heute nicht ausgeschöpft. Stärker zu würdigen sind ferner vor allem (neben dem Ausgang am Europaplatz) seine Funktion als gleichwertiger Ausgang auf der Rückseite des Bahnhofs, damit als Ankunftsort der Stadt, als attraktiv gestaltete Wegeverbindung in die neu entstehende Seestadt mg+ sowie die Möglichkeit, neue Zielgruppen für den Platz zu begeistern. 

Vor diesem Hintergrund soll der Platz der Republik, als Teilprojekt der Gesamtmaßnahme „Soziale Stadt Gladbach und Westend“, welche sich aus dem politisch beschlossenen IHEK (Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept) entwickelt hat, neu gedacht und umgestaltet werden. Die Maßnahme hat ein Gesamtvolumen von knapp 5 Mio. €. 90 % der Kosten werden durch EU-, Landes- und Bundesmittel der Städtebauförderung getragen, die verbleibenden 10 % sind ein Eigenanteil der Stadt Mönchengladbach.

Eine wesentliche Stellschraube zur Verbesserung des Umfeldes insbesondere in Bezug auf die Sicherheit stellt die Belebung des Platzes durch möglichst viele Nutzergruppen dar. Durch eine bewusste Steigerung der Aufenthaltsqualität in allen Bereichen des Platzes soll die Dauer der Aufenthalte und damit der Publikumsverkehr erhöht werden. Die Schärfung der Grünraumqualitäten unterstützt den Aufenthaltswert und sorgt für eine angenehme Atmosphäre.

Das Zentrum

Der Bereich vor dem Bahnhofszugang ist als Auftaktplatz konzipiert, der gleichzeitig die Nutzerbewegungen kanalisiert und mittels einer markanten Platzskulptur einen urbanen Ort mit Aufenthaltsqualität erzeugt. Hier sind moderne Trendsportarten verortet, die den lebendigen Aspekt zur sozialen Kontrolle des Ortes generieren und deren Attraktion auch Zuschauerinnen und Zuschauer anzieht. Der Skatebereich ist als sogenannte Plaza konzipiert, die beliebte urbane Platzstrukturen mit sportlichen Herausforderungen verbindet. Gleichzeitig bildet sie durch ihre Ausgestaltung einen attraktiven Anker zur Platzbelebung. Wasserbecken unterstreichen die Einladung zum Verweilen. Als Pendant zur Platzskulptur säumt gegenüberliegend eine großzügige Parktribüne den zentralen Platz. In die grüne Insel eingebunden ist hier viel Platz zum Treffen und Verweilen. Hier ist ein Parcours / Fitness-bereich angeordnet, der nach Süden in den ruhigen Parkbereich übergeht. Es bildet eine Verbindung zwischen Aufenthaltsfunktion und Sportangebot. Wasserlinien dagegen erstrecken sich von der Skateplaza bis zur Breitenbachstraße und sind verbindendes Element zwischen Bahnhofseingang und Übergang zur Seestadt. Entlang dieser Achse finden sich unterschiedliche Aufenthaltsmöglichkeiten in Form von Sitzlandschaften sowie Sport- und Spielangeboten.

Platz für Veranstaltungen unterschiedlicher Größenordnungen ist ebenfalls Bestandteil der Parkstruktur. Vor der Radstation wird ein entsprechend großer Bereich als Fläche für Veranstaltungen von Einbauten und Bepflanzungen freigehalten. Hier könnten kleinere Konzerte oder verschiedene Arten von Freizeitmärkten stattfinden.

Der Park und die Grünflächen

Die im Vergleich zu heute um 10 % vergrößerten Grünflächen erstrecken sich von Norden nach Süden getrennt durch den zentralen Platzbereich (Achse). Aus dem Baumbestand heraus entwickelt sich der Park in unterschiedliche Licht- und Schattenbereiche für angenehme Parkaufenthalte. Die im Bestand vorhandene Artenvielfalt wird durch neue Bäume ergänzt. Die Auswahl der Bäume orientiert sich an den Anforderungen an Zukunftsbäume, die innerstädtischen Klimabedingungen gewachsen sind. Verschiedene Wege, gesäumt von artenreichen Staudenbändern und Sitzgelegenheiten, gliedern einzelne Grünflächen. Das Wegenetz erlaubt Wandelgänge wie eilige Zielrichtungen gleichermaßen. Auf den offenen Wiesenflächen und in den schattigen Hainen sind Liegen aufgestellt. Standortgerechte klimatisch angepasste Baumarten und artenreiche Wiesen und Staudenbereiche verbessern darüber hinaus den ökologischen Wert. Der neue Park auf dem Platz wird künftig über 136 Bäume verfügen, wovon 54 Neupflanzungen mit den oben genannten klimaangepassten Eigenschaften vorgesehen sind.

Wegekonzept

Die Wege durch den Park sind in ‚schnelle‘ und in ‚zum Wandeln‘ gedachte Wege aufgeteilt. Die Wandelwege mäandrieren durch den Park, sind von Stauden begleitet und 3 m breit. Die schnellen Wege begleiteten den Radweg in einer Breite von 2,5 m. Neue Platznutzungen erhalten prägende Parkelemente mit prominenter Verortung. Zentrale Achse des Platzes bildet daher die Fuß- und Radwegeverbindung von Norden nach Süden, die im kommenden Verlauf weitergedacht wird und in Zukunft eine wichtige Nord-Süd-Achse für Mönchengladbach als Säule für das gesamte Radwegenetz der Stadt werden soll. Am zentralen Platz wird die Radtrasse unterbrochen; die Radfahrenden queren hier den Fußgängerbereich mit erhöhter Aufmerksamkeit.

Barrierefreiheit und Orientierung

Die Hauptverbindungsachse wird durch ein taktiles Leitelement begleitet, von dem aus die Parkwege, der Taxistand, das Vitusbad und die Schule angebunden sind. Einfache Strukturen bilden ein übersichtliches, leicht verständliches Leitsystem. Der Radweg ist beidseitig von einem Leitstein eingefasst. Das Pflaster ist scharfkantig und daher rollfreundlich ausgelegt. Die Taxistände sowie die Hol- und Bringzone sind nahe dem Ausgang kreuzungs- und hindernisfrei erreichbar.

Verkehr

Der motorisierte Individualverkehr wird in der Heinrich-Sturm-Straße aufgegeben, um den Platz der Nahmobilität zu widmen und insbesondere fußläufige Verbindungen sowie die Radschnellstrecke zu ermöglichen. Die Reduzierung der Verkehrsfunktionen, insbesondere des ruhenden Verkehrs, ist eine Chance für eine Entwicklung eines deutlicher vom Grün geprägten Stadtraums mit intensiven Nutzungsformen. Dafür werden die Güterstraße und die Heinrich-Sturm-Straße zu einer Sackgasse mit Wendeanlage zurückgebaut und dienen im Wesentlichen der Erschließung des ruhenden Verkehrs und der Taxistellplätze. Für die Busse zum Stadion ist die nördliche Wendeanlage entsprechend dimensioniert. Es verbleiben 34 Kurzzeitparkplätze in dieser Wendeanlage im Norden sowie 20 Kurzzeitparker im südlichen Bereich an der Heinrich-Sturm-Straße. Insgesamt werden vier Stellplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen und zehn Stellflächen für Taxen. In der Wendeanlage an der Heinrich-Sturm-Straße befindet sich zusätzlich eine Hol- und Bringzone für kurzes Halten und Warten. Zusätzlich werden 50 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und Abstellflächen für Car-Sharing angelegt.

Beleuchtungskonzept und Sicherheit

Der Sicherheitsaspekt prägt die Grundkonzeption der Beleuchtung. Notwendige, stark frequentierte und mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten belegte Wege sind gleichmäßig linear ausgeleuchtet. Besondere Orte, Auftakte und Zielorte erhalten Beleuchtungsakzente. Zur ergänzenden Inszenierung dienen unterleuchtete Bankelemente, die jeweils wegbegleitend eine besondere Atmosphäre schaffen.

Platz der Republik - Übersicht der Bauabschnitte
Übersicht der Bauabschnitte

Die Durchführung der Baumaßname ist ab dem dritten Quartal 2021 mit Fertigstellung Mitte 2022 vorgesehen.

Aktuelle Informationen zum Projekt finden Sie auf den Internetseiten des Quartiersmanagements Gladbach & Westend unter diesem Link.

Paltz der Republik - Entwurf des Lageplans

Entwurf des Lageplanes