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Abteilung Bauleitplanung und Stadtgestaltung

Hans-Jonas-Park

Hans-Jonas-Park - Schrägluftbild
Schrägluftbild

Das integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept Alt-Mönchengladbach (IHEK) hat Aufwertungsbedarfe für den Hans-Jonas-Park festgestellt. Insbesondere die gestalterische Qualität, die Nutzbarkeit und die Sicherheit im Park waren zentrale Themen der Betrachtungen. Ebenso birgt die einmalige Anordnung von zahlreichen öffentlichen Nutzungen große Potenziale für die Nutzung und Bespielung des Parks (STEP, VHS, Musikschule, Arbeitslosenzentrum, HUMA mit Sporthalle, Haus Erholung mit Außengastronomie und Museum Abteiberg).

Der Hans-Jonas-Park wird zu einem interessanten, vielfältigen und angenehmen Aufenthalts- und Begegnungsort umgebaut. Er bleibt über die bestehenden sechs Eingänge erreichbar und verfügt über verschiedene, dezentral angelegte Zonen, die zum einen Bewegung und Spiel und zum anderen Entspannung und Ruhe bieten.

Wichtige Entwurfselemente sind das neue Wegekonzept und die Ost-West-Achse, die vom Vorplatz der VHS bis zur sogenannten Traumstraße reicht. Um eine Erhöhung des Sicherheitsgefühls zu erreichen, wurde die Wegekuppe geschliffen, so dass man auf der gesamten Wegelänge erkennen kann, wer einem entgegenkommt. Vom Wegekreuz auf Höhe des STEP verteilen sich die Nebenwege zu allen weiteren Zielen des Parks.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil für die Erhöhung der Sicherheit im Park ist die fachgerechte Ausleuchtung der einzelnen Wege. Das im IHEK angelegte und derzeit parallel in Arbeit befindliche Beleuchtungskonzept wird auch für die Parkgestaltung Aussagen zu Leuchtenstärke, -art und -farbe treffen. Beide Projekte befinden sich in enger Abstimmung miteinander.

Die neu gestaltete Ost-West-Achse bindet die Volkshochschule in den Park ein und schafft von dort einen doppelten Aufgang, der über breite Rasenstufen und Treppen zum Schaukelplateau führt. Auf diesem ca. 5 m hohen Plateau stehen zwei große Schaukeln mit langem Schwungbereich. In der rückwärtigen Kulisse bleiben die großen, alten Bäume erhalten. Gegenüber den Sitzstufen ist eine mit Rasenfugenpflaster befestigte Fläche für eine ca. 100 m² große Bühne vorgesehen, auf der Veranstaltungen stattfinden können, die aber grün wird, wenn länger keine Feste und Konzerte stattfinden.

Der aktive Bereich des Hans-Jonas-Parks besteht aus einer multifunktionalen Sportfläche am Fliescherberg, die auch von den Schülern und Schülerinnen des angrenzenden Stiftischen Humanistischen Gymnasiums genutzt werden kann. Auf dem Grundstück des ehemaligen Hauses Zoar wird ein Kleinspielfeld mit Fallschutzbelag (EPDM) errichtet, auf dem man Fußball, Hockey, Basketball und Volleyball spielen kann. In direkter Nachbarschaft befinden sich moderne Fitnessgeräte sowie weitere Sitz- und Ablagemöglichkeiten. Unterhalb dieser Fläche und im Bereich des Belvederes bleiben die Rasenflächen erhalten, sodass bei Bedarf weitere Möglichkeiten für Sport, Spiel und Entspannung vorhanden sind.

Wer Ruhe sucht, findet sie an den Kunstwerken und ausgelichteten waldähnlichen Bereichen, die im Park verteilt sind, sowie im neuen Teegarten als Ruhefläche mit Bänken an der VHS. Die Wiese am Sonnenhausplatz kann – wie auch heute schon – zum Sonnenbaden und zum Picknicken genutzt werden. Der vorhandene Biergarten, der zum Haus Erholung gehört, wird stärker mit dem Park verzahnt.

Der Park ist geprägt durch einen alten Baumbestand, der teilweise sehr dicht ist; in den mittigen Bereichen stehen Einzelbäume oder Baumgruppen innerhalb der Rasenflächen. Alle Bäume wurden im Rahmen eines Vitalitätsgutachtens in Abstimmung mit der mags auf ihre Verkehrssicherheit und Lebensdauer untersucht.

Besonders markant sind eine alte Zeder am Belvedere, die leider durch einen Blitzschaden stark beeinträchtig worden ist sowie eine imposante Platane (Naturdenkmal) in der Parkmitte. Im Falle der Zeder ist angedacht, eine mehrstämmige Ersatzpflanzung in Form eines Blauglockenbaums vorzunehmen. Auf diese Weise soll der imposante Charakter an diesem Ort wiederhergestellt werden.

Es ist ganz generell davon auszugehen, dass sich die markante Zusammensetzung des Baumbestands in den nächsten Jahren verändern wird. Bisher könnte man von einem "Ahorn-Buchen-Wald" sprechen, der den Park lange Jahre geprägt hat. Sollten diese Baumarten dem Klimawandel nicht standhalten, könnten künftig Zerreichen, blaue Atlas-Zedern, ungarische Eichen oder Esskastanien gepflanzt werden. Die genannten Baumarten entwickeln sich über Jahre zu mächtigen Bäumen und bauen das bisher bekannte Erscheinungsbild der den Park prägenden Großbäume über Jahre hin wieder auf.

Weitere Sträucher – mit Ausnahme der geschlossenen Heckenpflanzung auf der Böschung des Belvederes zur tiefer liegenden Parkfläche – stehen zukünftig einzeln als Solitärsträucher oder ebenfalls als Solitärsträucher in kleinen Gruppen im Park. Vorhandene, derzeit durch andere Buschwerke in ihrer Entfaltung bedrängte Sträucher, wie zum Beispiel Kornelkirsche und Eibe, werden freigestellt und bei Bedarf aufgeastet. Die vorhandenen Jasmin-Sträucher auf der Böschung zum Belvedere werden als Hommage an vergangene Dekaden des Parks zu einer geschlossenen, zur Zeit der weißen Blüte stark duftenden, dichten Blütenhecke ergänzt.

Neben den Beteiligungsverfahren im Rahmen des IHEKs fanden im Rahmen der Vorentwurfsphase zahlreiche Abstimmungsrunden und Beteiligungsveranstaltungen statt. Die Überlegungen zum Park und zum Schulhof konnten direkt mit den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums abgestimmt werden. Eine weitere öffentliche Beteiligungsveranstaltung fand im STEP im Februar 2020 statt. Darüber hinaus konnten individuelle Interessen im Rahmen von Einzelgesprächen mit den betroffenen Anliegern diskutiert werden. Ähnlich wie im Westend wurde auch hier ein begleitender Arbeitskreis eingerichtet, der sich zum einen mit den Anregungen zu den Planhinhalten auseinandersetzt und zum anderen die künftige Bespielung und Nutzung des Parks erarbeiten soll.

Nach Anhörung der Bezirksvertretung Nord hat der Planungs- und Bauausschuss die Umgestaltung des Hans-Jonas-Parks im August 2020 beschlossen (Vorlage Nr. 5446/IX). Der Baubeginn ist für Sommer 2021 vorgesehen. Die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich im Jahre 2022

Bei der Maßnahme handelt es sich um ein Teilprojekt der Gesamtmaßnahme „Soziale Stadt Gladbach und Westend“. Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf ca. 3,4 Millionen Euro. Ca. 3 Millionen Euro erhält die Stadt dabei an Mitteln aus der Städtebauförderung. Weitere Informationen zum Projekt sind auch auf den Seiten des Quartiersmanagements zu finden.

 

Hans-Jonas-Park - Entwurf des Lagesplanes

Entwurf des Lagesplanes