Abteilung Bauleitplanung und Stadtgestaltung

Rahmenplan Hochschulquartier mg+

Der Zwischenbericht zum Rahmenplan Hochschulquartier mg+ mit Maßnahmenvorschlägen zur zukünftigen Entwicklung des Quartiers liegt vor. Der Zwischenbericht mit dem Entwurf des Rahmenplans ist hier zu finden.

In den Sitzungen der Bezirksvertretungen Nord und Süd am 13. November 2019, in der Bezirksvertretung Ost am 14. November 2019 sowie im Planungs- und Bauausschuss am 26. November 2019 wird die Planung erstmalig öffentlich vorgestellt.

Anfang 2020 wird dann die zweite öffentliche Bürgerveranstaltung (Arena #2) stattfinden. Dort sollen die Maßnahmenvorschläge ebenfalls präsentiert und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden. Der genaue Termin wird an dieser Stelle rechtzeitig bekannt gegeben.   

Die Hochschule Niederrhein ist ein Zusammenschluss verschiedener Bildungsinstitutionen in den Städten Mönchengladbach und Krefeld. Sie wurde offiziell im Jahr 1971 gegründet. Seither befindet sich der Standort der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach zwischen den beiden Zentren Gladbach und Rheydt. Dort sind die Fachbereiche Oecotrophologie, Sozialwesen, Textil- und Bekleidungswesen sowie Wirtschaftswissenschaften untergebracht.

Im Hinblick auf den Wandel von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft und den damit verbundenen Anforderungen an Bildungseinrichtungen und ihr räumliches Umfeld verfügt die Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach prinzipiell über einen idealen Standort, um ihre Rolle als wichtiger Stadtbaustein zu erfüllen. So handelt es sich um einen historisch gewachsenen Bildungsort, der, anders als peripher geplante Hochschulstandorte in Stadtrandlage, in eine städtische Struktur eingebettet ist. Diese Struktur ist in diesem Fall eine ganz besondere, da es sich um die Nahtstelle zwischen den beiden ehemals eigenständigen Zentren Gladbach und Rheydt handelt. Zudem liegt die Hochschule inmitten eines Freiraumkorridors zwischen dem unmittelbar westlich angrenzenden Dahler Stadtpark und dem Schloss Rheydt im Osten.

Derzeit sorgen jedoch noch einige Defizite dafür, dass der Standort der Hochschule in Mönchengladbach sein vorhandenes, hohes Potential nicht nutzen kann und folglich auch nicht die gewünschte Funktion als Bindeglied zwischen Gladbach und Rheydt erfüllen kann. So wird die Hochschule im städtischen Gefüge kaum wahrgenommen. Es gibt kein einheitliches Erscheinungsbild oder ein Alleinstellungsmerkmal, das auf die Hochschule aufmerksam macht. Die einzelnen - architektonisch unterschiedlichen, teilweise denkmalgeschützten - Gebäude(komplexe) sind durch den Straßenraum, der durch ruhenden Verkehr dominiert wird, voneinander getrennt und stehen in keinem Bezug zueinander. Die vorhandenen Freiräume bieten kaum Aufenthaltsqualität. Insgesamt stellt sich der Bereich nicht als klassischer Campus mit studentischem Flair dar.

Das konkrete Plangebiet umfasst als engeren Betrachtungsraum das Gebiet zwischen der Hofstraße im Norden, der Breite Straße im Süden, der Schwalmstraße im Osten und der Bahntrasse Mönchengladbach-Rheydt sowie dem angrenzenden Stadtpark Dahl im Westen. Das so abgegrenzte Gebiet hat eine Fläche von ca. 62 ha. Mit den beiden in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Hauptverkehrsachsen Rheydter Straße (B 59 bzw. B 230) und Theodor-Heuss-Straße bzw. Gartenstraße durchqueren zwei wichtige, die beiden Zentren Gladbach und Rheydt verbindende Verkehrsachsen das Plangebiet.

Die Abgrenzung gewährleistet, dass nicht nur der eigentliche Hochschulstandort, sondern auch die angrenzenden Bereiche rund um die Kirche St. Josef, das Monforts Quartier und das Areal des ehemaligen Polizeipräsidiums in die Betrachtungen eingeschlossen werden. So bietet sich die Möglichkeit ein umfassendes Konzept zur Aufwertung und Integration des Standortes und zur funktionalen Verknüpfung der Hochschule mit der unmittelbaren Umgebung zu entwickeln.

Der Rahmenplan Hochschulquartier wird gemeinsam mit dem externen Büro scheuvens + wachten plus planungsgesellschaft mbh aus Dortmund erstellt. Beteiligt sind auch das Büro scape Landschaftsarchitekten GmbH, die tetraeder.com gmbh und für das Thema Mobilität das Ingenieurbüro Runge IVP.

Prozess

Im Wesentlichen gliedert sich der Rahmenplanprozess in drei Phasen:

Bestandsaufnahme und -analyse, Strategie und Konzeptentwicklung sowie Zusammenfassung in einer illustrierten Broschüre. Die Durchführung einer dialogorientierten Beteiligung ist dabei ein zentraler Baustein. Beabsichtigt ist die Durchführung von Bürgerveranstaltungen („Öffentliche Arenen“) und einer Internetbefragung sowohl im Zuge der Bestandsaufnahme und -analyse als auch bei der eigentlichen Konzeptentwicklung. Eine abschließende Präsentation ist ebenfalls vorgesehen. Parallel zur Bürgerbeteiligung werden Abstimmungsgespräche mit zentralen Akteuren im Quartier (sog. „Schlüsselpersonengespräche“) geführt. Die Studierenden sollen im Rahmen eines Workshops die Gelegenheit bekommen, ihre Belange einzubringen.

In den Sitzungen der Bezirksvertretungen Nord, Süd und Ost am 16. bzw. 17. Januar 2019 sowie im Planungs- und Bauausschuss am 22. Januar 2019 wurde der Rahmenplanprozess öffentlich vorgestellt. Die entsprechende Berichtsvorlage ist hier zu finden.

Bürgerbeteiligung 

Insgesamt sollen drei Öffentliche Arenen in Form von Abendveranstaltungen angeboten werden. Die erste Öffentliche Arena fand am 14. Februar 2019 statt. Ideen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern zum Rahmenplan konnten im Anschluss daran an dieser Stelle vom 15.02.2019 bis 31.03.2019 online abgegeben werden. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden, die bei der Online-Beteiligung mitgemacht und einen Kommentar abgegeben haben.

Alle eingegangen Ideen und Anregungen sind in die Erstellung des Zwischenberichtes und des Rahmenplanentwurfs eingeflossen. Im Rahmen der Arena #2 Anfang 2020 sollen die abgeleiteten Maßnahmenvorschläge präsentiert und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden. Eine Online-Beteiligung wird wieder unmittelbar im Anschluss daran durchgeführt. 

 Frau Fischer

Tel.: (02161) 25 - 8598, Zimmer 3042

Stadtstrukturelle Einordnung des Betrachtungsraumes „Hochschulquartier“
Luftbild mit den Grenzen des Betrachtungsraumes „Hochschulquartier“