Das vereinfachte Genehmigungsverfahren wird für die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von baulichen Anlagen sowie anderen Anlagen und Einrichtungen durchgeführt, soweit es sich nicht um große Sonderbauten handelt.

Genehmigungspflichtig sind alle nicht ausdrücklich in § 65 BauO NRW genannten genehmigungsfreien Vorhaben. Bitte beachten Sie, dass auch Werbeanlagen je nach Größe genehmigungspflichtige, bauliche Anlage darstellen können.

Mit der Bauausführung darf erst nach Zugang der Baugenehmigung begonnen werden. Die Baugenehmigung ergeht unbeschadet privater Rechte Dritter. Die Baugenehmigung und die Teilbaugenehmigung erlöschen, wenn nicht innerhalb von drei Jahren mit dem Bauvorhaben begonnen wird, sie kann jedoch auf Antrag um jeweils ein Jahr verlängert werden.

Im Baugenehmigungsverfahren werden ebenso die Voraussetzungen für planungsrechtliche Befreiungen und / oder bauordnungsrechtliche Abweichungen geprüft. Der Antrag muss begründet sein.

Der Bauantrag umfasst in der Regel folgende Bauvorlagen

  • Bauantragsformular
  • amtlicher Lageplan
  • Flurkarte, Deutsche Grundkarte
  • Bauzeichnungen (Grundrisse, Schnitte, Ansichten)
  • Baubeschreibung
  • Betriebsbeschreibung (für gewerbliche Anlagen)
  • Berechnung der Grund- und Geschossflächenzahl (GRZ und GFZ)
  • Berechnung des umbauten Raumes
  • Berechnung der Zahl der Vollgeschosse
  • Nachweis der notwendigen Einstellplätze
  • bautechnische Nachweise (sofern erforderlich)
  • Erklärungen des/der Entwurfsverfassers (ggf.)
  • Baustatistikvordruck

Bei größeren Bauvorhaben sind weitere Unterlagen erforderlich. Alle Unterlagen sind mehrfach einzureichen.

1. Antragsformular

Es sind nur die amtlichen Vordrucke zu verwenden. Das Antragsformular muss von dem Antragsteller und dem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser unterzeichnet sein.

2. Baubeschreibung 

In der Baubeschreibung ist das Vorhaben insbesondere hinsichtlich der Bauprodukte und Bauarten, die verwendet und angewandt werden sollen, seine äußere Gestaltung (Baustoffe und Farben) und seine Nutzung zu erläutern.

3. Rechnerische Nachweise 

Folgende Nachweise sind den Bauantragsunterlagen beizufügen:

  • - Nachweise des Maßes der baulichen Nutzung (GRZ, BMZ, GFZ, Anzahl der Vollgeschosse)
  • - Nachweis über die Höhe des Fußbodens des höchstgelegenen Aufenthaltsraumes
  • - Berechnungen und Angaben zur Kostenermittlung
  • - Berechnung umbauter Raum- Stellplatzberechnung
  • - Abstandflächenberechnung

4. Bautechnische Nachweise

Nachweis der Standsicherheit (Statik) und andere bautechnische Nachweise, wie Wärme- und Schallschutz (erst bei Baubeginn einzureichen)

5. Betriebsbeschreibung

Für gewerbliche Anlagen ist eine Betriebsbeschreibung erforderlich. Für landwirtschaftliche Betriebe ist eine Landwirtschaftliche Betriebsbeschreibung einzureichen.

6. Liegenschaftskarte / Flurkarte 

Es ist ein Auszug aus der Liegenschaftskarte / Flurkarte einzureichen. Die Flurkarte muss aktuell nicht älter als 6 Monate sein.

7. Lageplan

Der Lageplan ist im Maßstab nicht kleiner als 1:500 einzureichen und muss alle Angaben nach § 3 Abs. 1 der Bauprüfverordnung enthalten. Der Lageplan muss von einem Katasteramt oder einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur angefertigt werden, wenn die Grenzen des Baugrundstücks noch nicht feststehen, Grenzüberbauungen vorliegen, eine Baulast auf dem Baugrundstück ruht oder besonders schwierige Grenz- oder topographische Verhältnisse vorliegen.

8. Bauzeichnungen

Die Bauzeichnungen (Grundrisse, Schnitt, Ansichten) sind im Maßstab 1:100 einzureichen und müssen alle Angaben nach § 4 der Bauprüfverordnung enthalten. Bei Umbauten oder Nutzungsänderungen sind zusätzlich Bestandpläne vorzulegen.

9. Erhebungsbogen Baustatistik

Der Erhebungsbogen für die Baustatistik ist zusammen mit den Bauantragsunterlagen bei der Unteren Bauaufsicht einzureichen.

  • Baugesetzbuch (BauGB)
  • Bauordnung für das Land NRW (BauO NRW)
  • Verordnung über bautechnische Prüfungen (BauPrüfVO)
  • Baunutzungsverordnung (BauNVO)

Die Gebühren richten sich nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung (AVwGebO NRW).
Die Höhe richtet sich nach dem Rohbauwert bzw. nach den Herstellungskosten und der Einstufung in "normale" oder "vereinfachte" Verfahren.
Für den Rohbauwert werden amtlich festgesetzte Durchschnittskosten abhängig von der Gebäudeart und dem Bauvolumen herangezogen. 

Ansprechpartner Baubezirk Nord

Frau Balys, Raum 3012, Tel. 02161-25 8814
Frau Aslisen, Raum 3015, Tel. 02161-25 8843
Herr Greiser, Raum 3014, Tel. 02161-25 8804
Frau Molai, Raum 3015, Tel. 02161-25 8815
Frau Pühringer, Raum 3016, Tel. 02161-25 8803
Frau Vosshans-Berndzen, Raum 3009, Tel. 02161-25 8837
Frau Zwick, Raum 3008, Tel. 02161-25 8873

 

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Ansprechpartner Baubezirk Süd

Frau Borowiak, Raum 3024, Tel. 02161-25 8836
Herr Finger, Raum 3018, Tel. 02161-25 8802
Herr Geisler, Raum 3022, Tel. 02161-25 8832
Frau Keiner, Raum 3022, Tel. 02161-25 8834
Herr Orlati, Raum 3024, Tel. 02161-25 8847
Frau Sandstede, Raum 3020, Tel. 02161-25 8833
Frau Schreinemacher, Raum 3024, Tel. 02161-25 8852
Frau Schultetus, Raum 3022, Tel. 02161-25 8872

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