Soll eine bauliche Anlage oder ein Gebäude wesentlich anders als genehmigt genutzt werden, ist vorher eine Baugenehmigung zu beantragen.

Wesentlich ist eine Nutzungsänderung, wenn sie planungsrechtlich anders zu beurteilen ist, durch die neue Nutzung andere oder weitergehende Anforderungen gestellt werden müssen oder können. Eine Änderung der Nutzung liegt bspw. vor, wenn genehmigter Wohnraum fortan gewerblich oder ein genehmigtes Einzelhandelsgeschäft künftig als Gaststätte genutzt werden soll.

Falls mit der Nutzungsänderung auch bauliche Veränderungen vorgenommen werden, sind auch diese bei der Prüfung zu berücksichtigen.

Für die Nutzungsänderung sind in der Regel folgende Bauvorlagen erforderlich:

Für spezielle Vorhaben sind möglicher Weise nicht alle genannten Bauvorlagen erforderlich. Es können aber auch weitere individuelle Unterlagen erforderlich werden.

Alle Unterlagen sind mindestens dreifach einzureichen.

1. Antragsformular

Es sind nur die amtlichen Vordrucke zu verwenden. Das Antragsformular muss von dem Antragsteller und dem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser unterzeichnet sein.

 

2. Berechnung der Wohn- und/oder Nutzfläche

Mit der Nutzfläche, kurz NF, wird der Teil der Gebäudegrundfläche bezeichnet, der gemäß der jeweiligen Zweckbestimmung genutzt werden kann.

Funktionsflächen wie Heizungsräume, technische Betriebsräume oder Maschinenräume werden ebenso wenig zur Nutzfläche gezählt wie Verkehrsflächen. Zu letzteren gehören beispielsweise Treppenräume, Eingänge, Flure oder Aufzüge. Welche Nutzflächen unterschieden werden können, ist in der Norm DIN 277:2005 geregelt. Neben der Nutzfläche von Gebäuden gibt es in Deutschland noch den Begriff der landwirtschaftlichen Nutzfläche (LNF). Hierunter ist die Summe sämtlicher Ackerflächen, Weiden und Wiesen eines landwirtschaftlichen Betriebes zu verstehen. 

Die Wohnfläche bezeichnet die Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören.

Zur Wohnfläche gehört nicht die Grundfläche von sogenannten Zubehörräumen wie Kellern oder Dachräumen, von Räumen, die den Anforderungen des Bauordnungsrechts nicht genügen sowie von Geschäfts- und Wirtschaftsräumen.


3. Liegenschaftskarte / Flurkarte 

Es ist ein Auszug aus der Liegenschaftskarte / Flurkarte einzureichen. Die Flurkarte muss aktuell nicht älter als 6 Monate sein.

 

4. Bauzeichnungen (Grundrisse)

Die Bauzeichnungen sind im Maßstab 1:100 einzureichen und müssen alle Angaben nach § 4 der Bauprüfverordnung enthalten. Bei Umbauten oder Nutzungsänderungen sind zusätzlich Bestandpläne vorzulegen.


5. Betriebsbeschreibung

Für gewerbliche Anlagen ist eine Betriebsbeschreibung erforderlich. Für landwirtschaftliche Betriebe ist eine Landwirtschaftliche Betriebsbeschreibung einzureichen.

 

6. Ggf. Berechnung der Abstandflächen

Müssen Abstandflächen berechnet werden, übernimmt deren Berechnung und Darstellung ein von Ihnen beauftragter Entwurfsverfasser (z.B. eine Architektin/ein Architekt).

 

7. Nachweis der notwendigen Spielfläche

Zur Frage, ob durch die beabsichtigte Nutzungsänderung eine Nachweisungspflicht einer Spielfläche ergibt, berät Sie ein von Ihnen beauftragter Entwurfsverfasser (z.B. eine Architektin/ein Architekt).

 

8. Nachweis der notwendigen Einstellplätze

Zur Frage, ob sich durch die beabsichtigte Nutzungsänderung ein Stellplatzbedarf ergibt oder sich dieser verändert, berät Sie ein von Ihnen beauftragter Entwurfsverfasser (z.B. eine Architektin/ein Architekt).

 

9. Bautechnische Nachweise 

Nachweis der Standsicherheit (Statik) und andere bautechnische Nachweise, wie Wärme- und Schallschutz (erst bei Baubeginn einzureichen)

 

10. Erhebungsbogen Baustatistik

Der Erhebungsbogen für die Baustatistik ist zusammen mit den Bauantragsunterlagen bei der Unteren Bauaufsicht einzureichen.

 

Für spezielle Vorhaben sind möglicher Weise nicht alle genannten Bauvorlagen erforderlich. Es können aber auch weitere individuelle Unterlagen erforderlich werden.

Alle Unterlagen sind mindestens dreifach einzureichen.

  • Baugesetzbuch (BauGB)
  • Bauordnung für das Land NRW (BauO NRW)
  • Verordnung über bautechnische Prüfungen (BauPrüfVO)
  • Baunutzungsverordnung (BauNVO)

Die Gebühren richten sich nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung (AVwGebO NRW).
Die Höhe richtet sich nach dem Rohbauwert bzw. nach den Herstellungskosten und der Einstufung in "normale" oder "vereinfachte" Verfahren.
Für den Rohbauwert werden amtlich festgesetzte Durchschnittskosten abhängig von der Gebäudeart und dem Bauvolumen herangezogen. 

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