Corona - Aktuelle Förderprogramme Kultur

Die Absagen von Veranstaltungen wegen des Corona-Virus' treffen die Menschen, die in Kulturbetrieben arbeiten, aber vor allem die, die freiberuflich tätig sind, besonders hart. Als erste Handreichung sollen die nachfolgenden Informationen Künstlerinnen und Künstler und Selbstständigen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft dienen.

Alle Angaben in diesem Beitrag - mit Ausnahme der "Informationen für KulturveranstalterInnen mit vom Kulturbüro geförderten Projekten" - sind nicht rechtsverbindlich.

Wir aktualisieren diese Seite regelmäßig, um Sie über neue Entwicklungen zu informieren. Hinweise nehmen wir gerne hier auf.

Aktualisierung 30.07.
Das mit einer Milliarde Euro versehene Bundesprogramm "Neustart Kultur" nimmt Fahrt auf. Wir haben uns auf den Webseiten der diversen mit der Umsetzung beauftragten Institutionen getummelt und durch die verschiedenen Teile des Förderprogramms gewühlt. Das Ergebnis ist eine Liste, welche Stipendien und Förderungen es für die Künstler*innen der verschiedenen Sparten sowie für freie Kultureinrichtungen und -initiativen gibt. Alles ist im Fluss, Weiteres wird hinzukommen. Was den NRW-Stärkungspakt Kunst & Kultur angeht, warten wir noch auf Umsetzungsinformationen des Landes.

 

Kontakt:
Stabsstelle IV/NK - Netzwerkarbeit und Konzeption
Dr. Thomas Hoeps
Tel. 0 21 61 – 255 36 08
Fax 0 21 61 - 255 36 09

thomas.hoeps@moenchengladbach.de

Dienstzeiten: mo & fr. 8 – 12 Uhr, do 8 – 17 Uhr

NRW-Stärkungspaket "Kunst und Kultur" - Stipendien für freischaffende Künstler*innen

Das Stipendienprogramm für freischaffende Künstler*innen in Höhe von 105 Millionen Euro, mit dem die Landesregierung das Bundesprogramm „Neustart Kultur“ ergänzt und in dessen Rahmen rund 15.000 Stipendien in Höhe von jeweils 7.000 Euro vergeben werden, soll nach letzten Informationen voraussichtlich am 10. August in die Ausschreibung gehen. Sobald es Neues gibt, werden wir es hier veröffentlichen.

Bundesprogramm „Neustart Kultur“ für Künstler*innen und Kultureinrichtungen/-initiativen

1) Stipendien für bildende Künstler*innen und kunstvermittelnde Initiativen/Einrichtungen

Die Stiftung Kunstfonds hat mit Mitteln des Neustart-Bundesprogramms ein dreiteiliges Förderprogramm für bildende Künstler*innen und kunstvermittelnde Initiativen/Einrichtungen aufgelegt:

a) Stipendium für bildende Künstler*innen mit Kindern unter 7 Jahren
Dauerhaft in Deutschland lebende freischaffende, solo-selbstständige bildende Künstler*innen mit Kindern unter 7 Jahren können sich für ein halbjährliches Stipendium in der Höhe von 12.000 Euro bewerben, zahlbar in sechs Monatsraten von September 2020 bis Februar 2021.

Ausschreibung ab sofort, Bewerbungsfrist 6. August 2020
Juryentscheid Ende August
Gesamtvolumen des Programms: bis zu 1 Mio. Euro

b) Stipendium für bildende Künstler*innen
Dauerhaft in Deutschland lebende freischaffende, solo-selbstständige bildende Künstler*innen können sich für ein halbjährliches Stipendium in der Höhe von 9.000 Euro bewerben, zahlbar in sechs Monatsraten von Oktober 2020 bis März 2021.

Ausschreibung ab 10. August 2020, Bewerbungsfrist 10. September 2020
Juryentscheid Ende September
Gesamtvolumen des Programms: bis zu 5 Mio. Euro

c) Projektförderung für kunstvermittelnde Akteure
Kunstvermittelnde Akteure (z. B. Künstler*innenräume, Produzentengalerien, Kunstvereine, Projekträume, solo-selbständige Akteur*innen) können sich für eine Projektförderung bewerben, die die Vermittlung und den Konsum von bildender Kunst – sei es durch Gespräche, App + Video, Ausstellung, Verleih, Verkauf, Workshops etc. – nachhaltig mit innovativen und unkonventionellen Ideen anregen und an der Kunst vorzugsweise niederschwellig teilhaben lassen. Die Projekte sollen im Zeitraum zwischen Oktober 2020 und Dezember 2021 stattfinden, ein Zuschuss bis max. 50.000 Euro (Vollfinanzierung, kein Eigenanteil erforderlich) kann beantragt werden.

Ausschreibung ab 14. August 2020, Bewerbungsfrist 14. September 2020
Juryentscheid Ende September
Gesamtvolumen des Programms: bis zu 3 Mio. Euro

Alle weiteren Informationen und Kontakte sind hier auf den Seiten der Stiftung Kunstfonds zu finden.

2) Stipendien für Musiker*innen

a) Popularmusik

Die "Initiative Musik GmbH" stockt mit rund 10 Millionen Euro aus dem "Neustart" ihr Förderprogramm auf und erhöht damit den Förderanteil pro Projekt von 40 % auf 90 %: Das Programm dient der Förderung der Popularmusik in Deutschland. Es verfolgt das Ziel der Nachwuchsförderung, der Verbreitung deutscher Musik im Ausland sowie der Integrationsförderung von Personen mit Migrationshintergrund. Das Programm leistet einen Beitrag zur Standortförderung, der Förderung der Kultur und der Musikwirtschaft in Deutschland.

Gefördert werden

  • Werkkreation, Vorproduktion und Probenzeiten
  • Audio- und audiovisuelle Aufnahmen
  • Herstellung von Ton- und Bildtonträgern
  • Digitalisierung
  • Promotion- und Marketingmaßnahmen
  • Konzertauftritte von Künstler*innen im Rahmen von Konzert- und sonstigen Veranstaltungstourneen
  • die Teilnahme an internationalen Musikwettbewerben oder Musikmessen/Showcases

Antragsberechtigt sind Musiker*innen, Interpret*innen, Künstler*innenensembles wie auch Autor*innen (nachfolgend: ‚Künstler*innen’) zusammen mit einem oder mehreren der nachfolgenden Unternehmen der Musikwirtschaft:

  • Künstler*innenmanagements
  • Künstler*innenagenturen
  • Musikproduzent*innen
  • Musikverlage
  • Hersteller Audio- bzw. audiovisueller Aufnahmen
  • Tournee- und Konzertveranstalter*innen

Die Antragstellung durch Künstler*innen setzt grundsätzlich die Mitantragstellung durch zumindest einen der aufgeführten Unternehmer der Musikwirtschaft voraus.

Alle Details zum Förderprogramm sind hier auf der Seite der Musik Initiative zu finden.

b) Experimentelle Musik

Über den Musikfonds werden rund 1.400 sechsmonatige Stipendien mit einem einmaligen Betrag von 6.000 EUR vergeben. Sie sollen professionellen, freischaffenden Künstler*innen der freien, experimentellen Musikszene die Möglichkeit eröffnen, neue Arbeitsvorhaben umzusetzen, z. B. Kompositionsvorhaben, Produktion von medialen Inhalten, Entwicklung von Konzepten und/oder alternativen bzw. digitalen Formaten oder auch die Weiterentwicklung der individuellen Klangsprache. Die Stipendien honorieren herausragende künstlerische Leistungen, die zum Erhalt der musikalischen Vielfalt beitragen.
Antragsberechtigt sind alle überwiegend freischaffenden Komponist*innen, Musiker*innen, Klangkünstler*innen sowie Musikperformer*innen der aktuellen Musikszene.
ACHTUNG: Antragszeitraum hier nur vom 03.08. bis zum 16.08.2020 24.00 Uhr
Alle Details zum Förderprogramm sind hier in einer pdf-Datei des Musikfonds zu finden.

3) Förderung für Schriftsteller*innen/Literaturveranstalter*innen

Über das Neustart-Bundesprogramm erhält der Deutsche Literaturfonds Mittel. Er hat das Programm "Tausende literarische (Wieder-)Begegnungen mit Autorinnen und Autoren" aufgelegt.

Bewerben können sich nicht die Autor*innen, sondern veranstaltende Organisationen, z.B. Bibliotheken und Buchhandlungen, Literaturhäuser und Literaturbüros , Kulturhäuser, Museen und Theater, auch literarische Programme an Schulen und Hochschulen.

Gefördert werden entweder Einzelveranstaltungen oder ganze Programmpakete mit literarischen Lesungen. Gefördert werden kann mit einem Betrag von max. 1.000 Euro pro Autorin oder Autor (500 Euro plus ggf. MwSt. für Honorar, dazu Reise- und Übernachtungskosten). Es sind auch Einzelveranstaltungen mit mehreren Autorinnen und Autoren denkbar, in diesem Fall können entsprechend höhere Summen beantragt werden.

Bei einer Absage von Präsenzveranstaltungen aufgrund einer Verschlechterung der Pandemieentwicklung werden Ausfallhonorare gezahlt. Auch die erzwungene Verlagerung der Veranstaltung in digitale Formate ist möglich und kann gefördert werden.

Anträge können ab dem 31. Juli 2020 gestellt werden. First come, first serve!

Alle weiteren Informationen sind hier auf der Seite des Deutschen Literaturfonds zu finden.

4) Stipendien für Darstellende Künstler*innen

Im Neustart-Programm #takecare des "Fonds Darstellende Künste" können sich Künstler*innen bewerben, die in den letzten drei Jahren nachweislich in künstlerischen Leitungspositionen bzw. künstlerisch projektverantwortlich in mit Landes- oder Bundesmittel geförderten Projekten der Darstellenden Künste mitgewirkt haben oder alternativ ihre länderübergreifende Gastspieltätigkeit im selbstbeauftragten künstlerischen Schaffen belegen können, um Stipendien bewerben. Alle Infos hier auf der Seite des Fonds Darstellende Künste.

5) Förderungen im Bereich Tanz

Im Bereich Tanz gibt es mehrere Förderprogramme, die sich wahlweise an Tänzer*innen, Tanzdozent*innen, Tanzensembles, Kollektive, Produktionszentren, Spielstätten, Festivals, Produktionsbüros, Tanznetzwerke und auch an Tanzschulen wenden.

Die Antragsfristen sind kurz und liegen je nach Programmteil zwischen dem 10. August und 15. September, wobei in manchen Fällen weitere Vergaberunden geplant sind.

Detaillierte Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten zu den drei Teilprogrammen gibt es hier:

DIS-TANZEN (Förderprogramm für Soloselbständige Tanzschaffende (DIS-TANZ-SOLO) und Impulsförderung für Tanzschulen und Tanzpädagogik in kulturellen Einrichtungen (DIS-TANZ-IMPULS))

STEPPING OUT im Rahmen des NATIONALEN PERFORMANCE NETZ (Erschließung nicht-theatraler, analoger, medialer und digitaler öffentlicher Räume, sowie noch neu zu denkender oder zu erfindender performative Szenenflächen und Aktionsfelder für den Tanz)

TANZPAKT RECONNECT (Erhalt von professionellen Strukturen)

6) Neustart-Förderung für Soziokulturelle Projekte

Der Fonds Soziokultur fördert aus Mitteln des Neustart-Programms mit insgesamt 10 Millionen Euro in den Jahren 2020/21 partizipative Kulturprojekte. Bis September 2021 können mindestens 333 Projekte in ganz Deutschland mit einer Maximalsumme von rund 30.000 € und in der Regel mit bis zu 80% des Gesamtbudgets gefördert werden.

Es gibt zum Start Mitte August eine offene, inhaltlich aber stark auf die personellen und programmatischen Corona-Herausforderungen ausgerichtete Ausschreibung. Danach folgen nach und nach Ausschreibungen zu verschiedenen Themen von Netzwerkarbeit über Diversifizierung des Angebots bis zur Digitalisierung.

Alle Details sind hier auf der Seite des Fonds Soziokultur zu finden.

7) Investitionsförderung für Spielstätten (auch Festivals)

Mit dem Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft“ sollen Kultureinrichtungen bei ihrer Wiedereröffnung und dem wiederaufgenommenen Betrieb unterstützt werden, insbesondere bei der Umsetzung von investiven Schutzmaßnahmen anlässlich der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie sowie mit Blick auf zukunftsgerichtete Investitionen zur Stärkung der Attraktivität der Kultureinrichtungen bei Wiedereröffnung und Weiterbetrieb.
Für diesen Programmteil sowie für die investive Kinospielstättenförderung stellt die BKM einmalig bis zu 250 Millionen Euro Fördermittel für investive Maßnahmen zur Verfügung. Die Gelder kommen kulturellen Einrichtungen zugute, deren regelmäßiger Betrieb nicht überwiegend von der öffentlichen Hand finanziert wird, sowie soziokulturellen Zentren.

Antragsberechtigt sind die Rechtsträger nachfolgender Kultureinrichtungen:
a) Heimatmuseen, private Museen, Ausstellungshäuser und öffentlich zugängliche Gedenkstätten
b) Theater, künstlerische Produktionsorte, Festspielhäuser, auch Festivals
c) Musikaufführungsstätten und Musikclubs, auch Festivals,
d) Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturelle Zentren
e) Kleinkunstbühnen und Varieté-Theater
f) Zirkusse

Antragsberechtigt sind auch Träger, die ihre Veranstaltungen dezentral durchführen. Kinospielstätten werden in einem separaten Förderprogramm berücksichtigt.

Gefördert werden in der Regel bis zu 90 % der Kosten. Die Förderhöhe liegt in der Regel zwischen 5.000 Euro und 100.000 Euro.

Förderfähige Maßnahmen sind z.B.

  • Einbau von Schutzvorrichtungen (z.B. Schutzscheiben an Kassen, Garderoben, Proberäumen, Arbeitsplätzen usw.)
  • Optimierung der Besuchersteuerung vor und in der Einrichtung. Dazu zählen beispielweise die Umstrukturierung von Einlasskontrollen und der Wegeführung bzw. Personenleitsysteme wie auch ggf. der Umbau, die Erweiterung oder der Ersatz von Ausstattungsgegenständen, z.B. fester Bestuhlungen und Bühnen
  • Erstellung und Veröffentlichung von Hinweisen v.a. für Besucher vor und in der Einrichtung (z.B. Informationen, Aushänge, Beschilderungen und sonstige Visualisierungen
  • Anschaffung von Technik und Ausstattung für Open-Air-Veranstaltungen und dezentralen Einsatz, mobile Formate
  • Maßnahmen zum Ausbau der eigenen IT-Infrastruktur (z.B. Telefon- und Videokonferenz-Technik; Laptops und sichere Internet-Lösungen für „Mobiles Arbeiten“)
  • Technische und sonstige Ausstattung und Anwendungen einschließlich Programmierung (z.B. bargeldlose Kassensysteme, Online-Ticketing-Systeme ggf. mit Termin-/Platzvergabe-Tool, Lautsprecher-Anlagen, digitale Präsentations-, Veranstaltungs- und Bühnentechnik, Audioguides, App-Techniken, marktunabhängige Streamingdienste)
  • Beschaffung von Reinigungs- und Infektionsschutzausstattung inkl. Bedarf an Desinfektionsmitteln, Einweg-Handschuhen und Mund-Nasen-Bedeckungen
  • Modernisierung und Einbau von sanitären Einrichtungen
  • Klima- bzw. Belüftungssysteme inkl. entsprechender Filteranlagen
  • Pandemiebedingt notwendige Erweiterung oder Veränderung der Nutzflächen für Publikum, Künstler und Verwaltung/Organisation

Alle Details sind hier auf der Seite der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG) zu finden.

Die Verteilung der Fördergelder für die unterschiedlichen Kultur- und Medienbereiche übernehmen allerdings verschiedene Organisationen:

  • Theater, künstlerische Produktionsorte, Festspielhäuser, auch Festivals > neustartkultur.dthg.de/
  • Kleinkunstbühnen und Varieté-Theater > neustartkultur.dthg.de/
  • Musikaufführungsstätten, Musikclubs und Festivals > GEMA
  • Heimatmuseen, private Museen, Ausstellungshäuser und öffentlich zugängliche Gedenkstätten > www.dvarch.de

 

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Sofortmaßnahmen des Bundes für Kleinunternehmer/Solo-Selbständige:

Aktualisierung vom 14.05.: Nach dem Willen der Bundesregierung darf die Soforthilfe nur für laufende betriebliche Sach- und Finanzaufwendungen verwendet werden und nicht für den Lebensunterhalt. Damit Solo-Selbstständigen, die im März und April keinen Antrag auf Grundsicherung gestellt haben, daraus kein Nachteil entsteht, gewährt die Landesregierung ihnen für diese Monate einen indirekten Zuschuss von insgesamt 2.000 Euro. Mehr Infos hier: Pressemitteilung vom 12.05.20

Solo-Selbstständige, Kleinbetriebe, Freiberufler und Gründer können ab Freitag, 27. März 2020, die Corona-Soforthilfe des Bundes beantragen. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online. Das Programm sieht direkte Zuschüsse für drei Monate in Höhe von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro vor. Die Landesregierung stockt das Programm zusätzlich auf und unterstützt über die NRW-Soforthilfe Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten mit 25.000 Euro.
Achtung: Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten sind nur antragsberechtigt, wenn sie mit ihrer selbstständigen Tätigkeit das Haupteinkommen erzielen. Alle weiteren Informationen zu den Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, sowie den Antrag gibt es hier

Entschädigung bei Verdienstausfall durch Quarantäne
Wer auf Grund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann über den Landschaftsverband Rheinland (LVR) eine Entschädigung beantragen. Nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler den Verdienstausfall ersetzt. Grundlage der Berechnung der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Die Beiträge zur Rentenversicherung und Krankenversicherung übernimmt das entschädigungspflichtige Land (§ 57 IfSG). Wer nicht der Versicherungspflicht unterliegt, kann eine Erstattung der Aufwendungen dafür beantragen (§ 58 IfSG). Die Anträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Tätigkeitsunterbrechung oder dem Ende der Quarantäne bei dem zuständigen Landschaftsverband zu stellen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Pressemeldung "Landschaftsverbände entschädigen Verdienstausfälle, wenn Quarantäne angeordnet worden ist" vom 10.03.2020 


Zahlung von Beiträgen zu Sozialversicherung
Künstler und Publizisten, die in der Künstlersozialkasse versichert sind, sollten eine Änderungsmitteilung darüber machen, wenn sich ihr Arbeitseinkommen deutlich ändert, um die fälligen Beitragszahlungen anzupassen.
Formular der KSK zur Änderung des Arbeitseinkommens
Youtube-Video "Künstlersozialkasse - 3 Tipps, um Geld zu sparen"

Aussetzung und Herabsetzung von Steuerzahlungen
Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend ebenso verzichtet werden. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt zu Ihrem zuständigen Finanzamt auf.
Finanzamt Mönchengladbach https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/eckdaten/kontaktdaten-monchengladbach

Arbeitslosengeld II / Grundsicherung
Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung: Für Kultur- und Medienschaffende, denen durch die jetzige Krise das Einkommen oder die wirtschaftliche Existenz wegbricht, wird der Zugang zu Leistungen der Grundsicherung vereinfacht. Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und dabei erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, erhält SGB-II-Leistungen (u.a. ALG II). Erst nach dem Ablauf von sechs Monaten gelten wieder die üblichen Vorschriften. Auch Folgeanträge werden unbürokratisch für sechs Monate weiterbewilligt. Außerdem werden die Ausgaben für Wohnung und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs in tatsächlicher Höhe anerkannt. Niemand, der zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Grundsicherung stellt, soll deswegen umziehen müssen.

Quelle: Bundesregierung - Hilfen für Künstler und Kreative

Informationen des JobCenters Mönchengladbach und Kontaktmöglichkeiten https://www.jobcenter-mg.de/?location=start

Aktualisierung vom 2.4.20.: Die Bundesagentur für Arbeit hat Informationen zur Grundsicherung zusammengestellt. Vom 01.03.2020 his zum 30.06.2020 gelten die Regeln zum Sozialpakt. D.h. es muss nicht zuerst das eigene Ersparte verbraucht werden, sondern das Vermögen bleibt unangetastet. Es sei denn eine besondere Höchstgrenze, die leider nicht benannt wird, wird überschritten. Die tatsächlichen Kosten für Miete und Heizung werden anerkannt. Niemand muss in der Zeit umziehen, weil seine Mietkosten die ansonsten geltenden Grenzen überschreiten. Die Selbständigkeit bleibt erhalten, d.h. die Betreffenden müssen nicht für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Regelungen gelten auch für Beschäftigte, die aufgrund der Corona-Pandemie in Kurzarbeit sind. Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Hotline für Nachfragen eingerichtet und FAQs erstellt. Nähere Infos finden Sie hier.

Kurzarbeitergeld
Unternehmen mit mindestens einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgeber sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber können Kurzarbeitergeld beantragen, mindestens 10% der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen zu halten. Achtung: Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte! Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.

Zinssubventionierte Liquiditätsdarlehen
Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die folgenden bestehenden Kreditprogramme auf dem Weg der Bankdurchleitung sowie im Rahmen von Konsortialfinanzierungen nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen für Unternehmen verbessern. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den Programmen der KfW nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleiten.
KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten.
Pressemitteilungen vom 16.03.2020

Präambel:
Corona-Virus und seine Folgen: Informationen für Kulturveranstalterinnen und –veranstalter in Mönchengladbach über die Kulturförderung des Kulturbüros für laufende Projekte

Die Stadt hat auf Veranlassung des Landes zur Verhinderung der Weiterverbreitung des Corona-Virus sämtliche Veranstaltungen, die nicht aus Gründen überwiegenden öffentlichen Interesses notwendig sind, zunächst bis einschließlich 19. April, anschließend bis zum 04.05.2020 untersagt.

Dies wird bei Projektträgerinnen und Projektträgern und Institutionen gegebenenfalls zu finanziellen Engpässen führen. Wir haben für die von dieser Regelung betroffenen geförderten Institutionen oder Veranstaltungen Vorsorge getroffen.

Förderungen für das Jahr 2020, die vom Kulturbüro vor dem 27.3.2020 beschieden wurden, werden nicht grundsätzlich zurückgefordert.

Wir schließen uns außerdem zur Stärkung der Kunstschaffenden der Regelung des Landes NRW zu Ausfallhonoraren an (vgl. Anlage1). 

Detaillierte Regelungen für Projektzuschussempfängerinnen und -empfänger

Grundsätzlich gilt für alle Antragstellerinnen und Antragssteller, die für 2020 bis zum Stichtag 27.3.2020 vom Kulturbüro bereits einen Bescheid über Kulturförderung erhalten haben, folgende Regelung:

Bitte prüfen Sie, ob Sie die Veranstaltung innerhalb des Jahres 2020 verschieben oder, soweit möglich und wirtschaftlich, Auffangkonzepte (z.B. Streaming-Angebote) für temporäre Veranstaltungen erarbeiten können.

Sollten Sie ein solches Konzept haben oder eine Verschiebung anstreben, stimmen Sie sich bitte mit dem Kulturbüro ab. Gleiches gilt, wenn sie eine Verschiebung nicht für möglich halten.

Die folgenden Regelungen greifen erst nach einer solchen Abstimmung!

Es gilt das Prinzip der Einzelfallprüfung. Wichtig ist insbesondere, dass Sie belegen können, dass die Absage Ihrer Veranstaltung durch Absagen Dritter beziehungsweise durch die Verfügungen der Stadt zum Umgang mit Veranstaltungen zu begründen ist.

Sollte eine Verschiebung der Veranstaltung möglich sein, sollen die dafür benötigten Mittel möglichst noch im Jahr 2020 verausgabt werden. Im Einzelfall sind Ausnahmen möglich, die vorab mit dem Kulturbüro zu vereinbaren sind.

Sofern eine Verschiebung nicht möglich ist, sind Sie verpflichtet, die Ausfallkosten so gering wie möglich zu halten (Schadensminderungspflicht). Insbesondere sind keine neuen Kosten zu verursachen. Die bereits entstandenen Kosten sind nachzuweisen. Anerkannt werden können z.B. Reisekosten, Hotelkosten und Mieten für Veranstaltungsräume. In Zweifelsfällen stimmen Sie sich bitte mit dem Kulturbüro ab.

Ausfallhonorare können in einer Höhe von bis zu 60 % im Einzelfall bis zu 67% des ursprünglich vereinbarten Künstlerhonorars anerkannt werden. Damit schließen wir uns der Regelung des Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Runderlass vom 23. März 2020; vgl. Anlage 1) an.

 

Anlage 1:
Runderlass des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen vom 23.März 2020

Anlage 2:
Schaubild zur Verfahrensweise

Alle aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus in Mönchengladbach finden Sie hier.

Der Deutsche Kulturrat informiert aktuell und regelmäßig in Newslettern und Pressemitteilungen über Neuerungen, und zwar über die "Coronaseite" hier und den Newsletter kann man hier bestellen.

Informationen des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes gibt es hier.

Das Amt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien hat die Maßnahmen des Bundes für die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie für geförderte Einrichtungen und Projekte übersichtlich hier zusammengestellt. Der Überblick wird kontinuierlich aktualisiert.

Aktuelle Corona-Informationen für die Mönchengladbacher Wirtschaft bietet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hier und speziell für die Kreativwirtschaft auch hier.

Empfehlenswert ist das mit Schwarmintelligenz erstellte und stetig aktualisierte Pad des Bundesverbandes der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland e.V. "Kreative Deutschland", auf dem Soforthilfen und Unterstützungsangebote nach Themen und Bundesländern geordnet und gesammelt werden: hier.

Informationen aus verschiedenen künstlerischen Sparten:

Handreichung für die Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender des Verbandes für Schriftstellerinnen Schriftsteller (ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft)

Aktuelle Informationen der GEMA

Informationen des Bundesverbands Schauspiel für Bühnenkünstler

Informationsschrift des Performing Arts Programm zum Ausfall einer vereinbarten Aufführung

Informationen der deutschen Orchestervereinigung

Hotline für bildende Künstlerinnen und Künstler: Einen Überblick speziell für bildende Künstlerinnen und Künstler, die im Zuge der Covid-19-Krise Fragen zu ihrer arbeitsrechtlichen Situation haben, stellt das Landesbüro für Bildende Kunst (LaBK) zur Verfügung. Zusätzlich hat das Landesbüro eine Telefonhotline eingerichtet. Alle Infos dazu hier.

Handreichung für Spielstätten

Nothilfefonds der Orchesterstiftung

Kulturbüro Mönchengladbach


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