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Corona - Aktuelle Förderprogramme Kultur

Die Absagen von Veranstaltungen wegen des Corona-Virus' treffen die Menschen, die in Kulturbetrieben arbeiten, aber vor allem die, die freiberuflich tätig sind, besonders hart. Als erste Handreichung sollen die nachfolgenden Informationen Künstlerinnen und Künstler und Selbstständigen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft dienen.

Alle Angaben in diesem Beitrag sind nicht rechtsverbindlich.

Wir aktualisieren diese Seite regelmäßig, um Sie über neue Entwicklungen zu informieren. Hinweise nehmen wir gerne hier auf.

Aktuell: 21.01.2021 Ergänzung der Informationen zu den Förderungen über Neustart Kultur 

Kontakt:
Kulturbüro
Tel. 0 21 61 – 25 53612

kulturbuero@moenchengladbach.de

Bundesprogramm „NEUSTART KULTUR“ für Künstler*innen und Kultureinrichtungen/-initiativen

1) Stipendien für bildende Künstler*innen und kunstvermittelnde Initiativen/Einrichtungen

a)  NEUSTART für Bildende Künstlerinnen und Künstler

Das Förderprogramm im Rahmen des Bundesprogramms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien besteht aus vier Modulen:

Der „Digital-Gutschein“ beinhaltet einen Zuschuss für digitale Fortbildungs- oder Modernisierungsmaßnahmen hinsichtlich des eigenen digitalen Auftritts.

Bewerbungsfrist der 2. Ausschreibung: 1. bis 28. Februar 2021, Jurierung: bis 20. März 2021

In Modul B werden Mentor*innen gefördert, die Informationsveranstaltungen z. B. in Kooperation mit Kunsthochschulen oder an anderen Kulturorten und individuelle Beratungen anbieten, um Berufsanfänger*innen Einstieg, Orientierung und Netzwerke im Kunstbetrieb zu vermitteln.

Bewerbungsfrist der 2. Ausschreibung:1. bis 28. Februar 2021, Jurierung: bis 20. März 2021

Förderung von internationalen Ausstellungsprojekten
Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) fördert internationale Ausstellungsprojekte in öffentlichen Museen, Kulturinstitutionen und Galerien im Ausland. Das Programm ist offen für zeitgenössische bildende Künstlerinnen und Künstler, die aus Deutschland sind oder seit mindestens fünf Jahren in Deutschland leben. Gefördert werden Einzel- und Gruppenausstellungen, die Beteiligung an einem internationalen Ausstellungsprojekt oder einer Biennale im Ausland. Die Projekte dürfen nicht vor Juni 2021 begonnen werden.

Bewerbungsfrist: 31. Januar 2021

Alle weiteren Informationen und Kontakte sind hier auf der Website der ifa zu finden.

b) Abgeschlossene Förderprogramme in dem Bereich Bildende Künste

Im Rahmen des Neustart Kultur- Programms sind einige Förderprogramme der Sparte Bildende Künste bereits abgeschlossen. Dazu gehört das Sonderförderprogramm 2020/21 der Stiftung Kulturfonds mit dem Stipendium für bildende Künstler*innen mit Kindern unter 7 Jahren, dem Stipendium für bildende Künstler*innen und der Projektförderung für kunstvermittelnde Akteur*innen.

2) Stipendien für Musiker*innen

a) Künstler*innen Förderung der Initiative Musik

Diese Förderung richtet sich an Solokünstler*innen und Bands, die in Deutschland leben. Gefördert wird eine breites Genrespektrum: neben Rock, Pop, Jazz und Hip-Hop auch Metal, experimentelle und elektronische Musik. Die Initiative Musik unterstützt mit diesem Förderprogramm insbesondere Newcomer*innen dabei, auf dem deutschen sowie dem internationalen Markt Fuß zu fassen. Gemeinsam mit ihren wirtschaftlichen Partnerunternehmen können Musiker*innen finanzielle Unterstützung für Musikproduktionen und -veröffentlichungen sowie für Konzerttourneen beantragen. Entscheidend für eine Förderung sind Originalität, musikalische Sprache und musikwirtschaftliches Potenzial.

Maximal 40 Prozent der Kosten können mit den Fördermitteln gedeckt werden, die höchstmögliche Fördersumme beträgt dabei 30.000 EUR.

Bewerbungsfrist der 53. Förderrunde: 26. Januar 2021 um 18:00 Uhr.

Das Antragssystem sowie weitere Informationen zum Programm finden Sie hier auf der Website der Initiative Musik.

b) Spendenaktion der Initiative Musik: Hilfsprogramm für Musiker*innen 

Die von der Initiative Musik ins Leben gerufene Spendenaktion ermöglicht Musiker*innen auch abseits des NEUSTART KULTUR-Programms eine unbürokratische und schnelle Hilfe. Im Mittelpunkt stehen in Deutschland lebende professionelle Musiker*innen in finanzieller Notlage – aus den Bereichen Rock, Pop, Jazz, Hip-Hop, Metall, experimentelle und elektronische Musik.

Die Höhe des finanziellen Zuschusses aus dem Hilfsprogramm soll 1.000 Euro pro Solokünstler*in oder Band betragen.

Die dritte Runde des Hilfsprogramms wird vorbereitet und voraussichtlich Ende Januar auf der Website der Initiative Musik gGmbH veröffentlicht.

c) Experimentelle Musik

Ziel des Musikfonds e.V. ist die Förderung der aktuellen Musik aller Sparten in ihrer Vielfalt und Komplexität. Der Musikfonds nimmt eine hochambitionierte Musik in den Fokus, die Kunst als Selbstzweck, als existenziell-kreative Notwendigkeit oder Folge unabdingbaren Ausdruckswillens begreift und nicht kommerziell orientiert ist.

Mit dem Musikfonds sollen herausragende Projekte aller Sparten der aktuellen Musik mit einer Antragssumme von bis zu 50.000 Euro unterstützt werden. Mit seinen Fördermaßnahmen spricht der Musikfonds alle Bereiche, Schnittmengen, genreübergreifende und interdisziplinäre Ansätze an.

Das Projektvorhaben darf nicht vor dem 01. April 2021 beginnen. Zugelasse Antragssummen: 2.000 bis maximal 50.000 EUR

Bewerbungsfrist der nächsten Förderrunde: 31. Januar 2021.
Weitere Informationen finden Sie hier auf der Seite des Musikfonds.

d) Förderung alternativer, auch digitaler Angebote / Förderung digitaler Strukturen im stationären Musikfachhandel

Mit diesem sollen insbesondere Kultureinrichtungen wie der Musikfachhandel (Handel mit Musikinstrumenten, Musikequipment, Noten und Tonträgern) auf dem Weg in die Digitalisierung unterstützt werden, insbesondere bei der Umsetzung und Nutzung von digitalen Angeboten. Ziel des Programms ist, die Etablierung digitaler Vertriebswege inkl. der Beschaffung der entsprechenden Hard- und Software von Musikfachhändlerinnen und Musikfachhändlern zu fördern, um damit zum Erhalt dieser Branche beizutragen. Die spezifischen Fördergrundsätze samt Fördergegenstände sind hier auf der Seite des Förderprogramms einzusehen. Das Hilfsprogramm wird vom Deutschen Musikrat in Kooperation mit der SOMM – Society Of Music Merchants e.V. realisiert.

Bewerbungsfrist: Sobald die Fördermittelsumme vergeben sein wird, spätestens jedoch der 30. April 2021.

e) Hilfen für Musik- und Theaterverlage

Bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt Kulturstaatsministerin Monika Grütters die E-Musik- und Sprechtheaterverlage mit insgesamt 5 Millionen Euro. Für entgangene Einnahmen im Jahr 2020 können die Verlage bis maximal 300.000 Euro beantragen, die Förderung erfolgt in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse. Das Förderprogramm wird durch das Bundesverwaltungsamt abgewickelt. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach der Reihenfolge des Antragseingangs.

Das Verfahren endet sobald alle Mittel verausgabt sind, spätestens jedoch zum 30.Juni 2021.

d) Amateurmusik

Mit "Neustart Amateurmusik" entsteht in Zusammenarbeit mit dem Bundesmusikverband Chor & Orchester derzeit ein Förderprogramm zum Aufbau eines Kompetenznertzwerks sowie zur innovativen Wiederbelebung des Probenbetriebs. Infos zum Programm gibt es hier auf der Seite des Bundesmusikverbands Chor & Orchester e.V.

e) Abgeschlossene Förderprogramme im Bereich Musik

Im Rahmen des Neustart Kultur- Programms sind einige Förderprogramme der Sparte Musik bereits abgeschlossen. Dies betrifft Stipendien für klassische Musik, die Förderung von Musikclubs, -festivals und Livemusik-Veranstaltern, die Förderung pandemiebedingter Investitionen von Musikaufführungsstätten, Musikclubs und Festivals sowie das Stipendienprogramm "Reload" für freie Künstlergruppen. Einzelne Förderungen werden unter Umständen erneut ausgeschrieben.

3) Förderung für Schriftsteller*innen/Literaturveranstalter*innen

Über das Neustart-Bundesprogramm erhält der Deutsche Literaturfonds Mittel. Er hat das Programm "Tausende literarische (Wieder-)Begegnungen mit Autorinnen und Autoren" aufgelegt.

Bewerben können sich nicht die Autor*innen, sondern veranstaltende Organisationen, z.B. Bibliotheken und Buchhandlungen, Literaturhäuser und Literaturbüros , Kulturhäuser, Museen und Theater, auch literarische Programme an Schulen und Hochschulen.

Gefördert werden entweder Einzelveranstaltungen oder ganze Programmpakete mit literarischen Lesungen. Gefördert werden kann mit einem Betrag von max. 1.000 Euro pro Autorin oder Autor (500 Euro plus ggf. MwSt. für Honorar, dazu Reise- und Übernachtungskosten). Es sind auch Einzelveranstaltungen mit mehreren Autorinnen und Autoren denkbar, in diesem Fall können entsprechend höhere Summen beantragt werden.

Bei einer Absage von Präsenzveranstaltungen aufgrund einer Verschlechterung der Pandemieentwicklung werden Ausfallhonorare gezahlt. Auch die erzwungene Verlagerung der Veranstaltung in digitale Formate ist möglich und kann gefördert werden. Zwischen dem Datum der Antragstellung und dem geplanten Projekttermin bzw. -beginn muss ein zeitlicher Abstand von mindestens zwei Monaten liegen. Der maximale Förderbetrag entspricht 400.000 EUR.

Bewerbungsfrist: 24. Januar 2021

Weitere geplante Antragszeiträume sind der 12. bis 18. April sowie der 21. bis 27. Juni. 2021. First come, first serve!

Alle weiteren Informationen sind hier auf der Seite des Deutschen Literaturfonds zu finden.

4) Stipendien für Darstellende Künstler*innen

Im Neustart-Programm #takecare des Fonds Darstellende Künste können sich Künstler*innen bewerben, die in den letzten drei Jahren nachweislich in künstlerischen Leitungspositionen bzw. künstlerisch projektverantwortlich in mit Landes- oder Bundesmittel geförderten Projekten der Darstellenden Künste mitgewirkt haben oder alternativ ihre länderübergreifende Gastspieltätigkeit im selbstbeauftragten künstlerischen Schaffen belegen können, um Stipendien bewerben.

  • #TakeCare Einzelkünstler*innen Stipendienprogramme für freie darstellende Künstle
  • #TakeCare Künstler*innengruppeStipendienprogramme für freie darstellende Künstlerkollektive

Bewerbungsfrist der aktuellen, zweiten Antragsrunde: 01. Februar 2021.

Alle Infos gibt es hier auf der Seite des Fonds Darstellende Künste.

5) Förderungen im Bereich Tanz

Im Bereich Tanz gibt es mehrere Förderprogramme, die sich wahlweise an Tänzer*innen, Tanzdozent*innen, Tanzensembles, Kollektive, Produktionszentren, Spielstätten, Festivals, Produktionsbüros, Tanznetzwerke und auch an Tanzschulen wenden.

Detaillierte Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten zu den drei Teilprogrammen gibt es hier:

a) DIS-TANZEN

  • DIS-TANZ-SOLO: Förderprogramm für Soloselbständige Tanzschaffende. Die dritte Ausschreibungsrunde beginnt am 01.03.2021. Bewerbungsfrist: 22.03.2021.
  • DIS-TANZ-IMPULS: Impulsförderung für Tanzschulen und Tanzpädagogik in kulturellen Einrichtungen. Die zweite Antragsrunde ist abgelaufen.

b) STEPPING OUT im Rahmen des NATIONALEN PERFORMANCE NETZ (Erschließung nicht-theatraler, analoger, medialer und digitaler öffentlicher Räume, sowie noch neu zu denkender oder zu erfindender performative Szenenflächen und Aktionsfelder für den Tanz). Die 3. Vergaberunde wurde im Januar 2021 beendet. Bei vorhandenen Mitteln sind ggf. weitere Vergaben in 2021 möglich.

c) TANZPAKT RECONNECT (Erhalt von professionellen Strukturen). Die einmalige Bewerbungsfrist endete am 15. Juli 2020. Eine Antragsstellung ist nicht mehr möglich.

6) Neustart-Förderung für Soziokulturelle Projekte

Der Fonds Soziokultur fördert aus Mitteln des Neustart-Programms mit insgesamt 10 Millionen Euro in den Jahren 2020/21 partizipative Kulturprojekte. Bis September 2021 können mindestens 333 Projekte in ganz Deutschland mit einer Maximalsumme von rund 30.000 € und in der Regel mit bis zu 80% des Gesamtbudgets gefördert werden.

a) Diversität + Inklusion + Vielfalt

Wie gelingt es, das Schlagwort „Diversität“ für die eigene Einrichtung oder Praxis umzusetzen und mit Leben zu füllen? Wer spielt (noch) keine Rolle und warum? Welche beispielhaften Bereiche der eigenen Arbeit können bzw. sollten sich verändern mit Blick auf Personal, Beteiligte sowie Kontaktwege in der Öffentlichkeit? T3 sucht Projekte, die Lücken und Leerstellen der gesellschaftlichen Vielfältigkeit in der eigenen Arbeit hinsichtlich der Bausteine Angebote, Personal oder Kommunikation aufspüren und Schritt für Schritt verändern. Die Projekte dürfen erst ab Mitte März 2021 beginnen.

Bewerbungszeitraum: 04.- 31. Januar 2021

b) Digitalität + Soziokultur

Was bedeutet Digitalisierung für Soziokulturelle Arbeit? Gesucht ist die sinnvolle Nutzung der Digitalität etwa für die Sichtbarkeit von Vielfalt, das Mitgestalten, des neuen Storytellings, der passenden Mischung aus real und digital mit neuen Formaten, Teilhabe anderer und ungewöhnlicher Ästhetik. Die Projekte dürfen erst ab Mitte Mai 2021 beginnen.

Bewerbungszeitraum: 01.- 31. März 2021

Alle Details sind hier auf der Seite des Fonds Soziokultur zu finden.

7) Investitionsförderung für Spielstätten (auch Festivals)

Abgeschlossene Förderprogramme im Bereich Spielstätten: Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft mit der Bewerbungsfrist zum 30. November 2020.

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Sofortmaßnahmen des Bundes für Kleinunternehmer/Solo-Selbständige:

Aktualisierung vom 14.05.: Nach dem Willen der Bundesregierung darf die Soforthilfe nur für laufende betriebliche Sach- und Finanzaufwendungen verwendet werden und nicht für den Lebensunterhalt. Damit Solo-Selbstständigen, die im März und April keinen Antrag auf Grundsicherung gestellt haben, daraus kein Nachteil entsteht, gewährt die Landesregierung ihnen für diese Monate einen indirekten Zuschuss von insgesamt 2.000 Euro. Mehr Infos hier: Pressemitteilung vom 12.05.20

Solo-Selbstständige, Kleinbetriebe, Freiberufler und Gründer können ab Freitag, 27. März 2020, die Corona-Soforthilfe des Bundes beantragen. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online. Das Programm sieht direkte Zuschüsse für drei Monate in Höhe von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro vor. Die Landesregierung stockt das Programm zusätzlich auf und unterstützt über die NRW-Soforthilfe Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten mit 25.000 Euro.
Achtung: Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten sind nur antragsberechtigt, wenn sie mit ihrer selbstständigen Tätigkeit das Haupteinkommen erzielen. Alle weiteren Informationen zu den Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, sowie den Antrag gibt es hier.

November- und Dezemberhilfen

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen temporär geschlossen wird, kann online beantragt werden. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung. Die vollständigen und rechtsverbindlichen Informationen sind auf der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erstellen Website zu finden.

1) Wer kann die November- und Dezemberhilfen beantragen?

Kulturschaffende sind antragsberechtigt. Voraussetzung ist, dass sie von den temporären Schließungen direkt, indirekt oder über Dritte betroffen sind:

  • direkt Betroffene: Unternehmen und Soloselbstständige, die direkt schließen mussten wie z.B. Theater oder Konzerthäuser
  • indirekt Betroffene: Unternehmen und Soloselbstständige, die 80 Prozent ihrer Umsätze mit im November geschlossenen Unternehmen machen; hierzu zählen z. B. Veranstaltungsfirmen, die mit Veranstaltungsorten zusammenarbeiten
  • indirekt über Dritte Betroffene: Unternehmen und Soloselbstständige, die 80 Prozent ihrer Umsätze mit indirekt betroffenen Unternehmen machen; hierzu zählen also z. B. Tontechnikeri*innen, Beleuchter*innen und andere, die für Veranstaltungsfirmen arbeiten, die indirekt betroffen sind.

Zudem müssen Kulturschaffende im Haupterwerb tätig sein, sofern sie keine Beschäftigten haben. Kulturschaffende und Soloselbständige, die oftmals keine oder kaum Fixkosten, aber dennoch hohe Umsatzausfälle haben, können die Mittel der Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe auch für ihre Lebenshaltungskosten nutzen.

2) Wie hoch sind die November- bzw. Dezeberhilfen?

Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro. Unternehmen erhalten bis zu 50.000 Euro (Die Höchstgrenze wurde ab dem 11. Dezember 2020 erhöht).

Die Höhe der Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe beträgt bis zu 75 Prozent des jeweiligen Vergleichsumsatzes und wird anteilig für jeden Tag im November beziehungsweise Dezember 2020 berechnet, an dem ein Unternehmen tatsächlich vom Corona-bedingten Lockdown im Sinne der November- beziehungsweise Dezemberhilfe direkt, indirekt oder über Dritte betroffen war (Leistungszeitraum). Im Kulturbereich gilt das zum Beispiel für Künstler*innen, Veranstaltungsstätten, Ton- und Lichttechniker*innen (Solo-Selbstständig oder Firmen).

Kulturschaffende und andere Soloselbstständige haben ein Wahlrecht: Sie können als Vergleichsumsatz alternativ zum durchschnittlichen Umsatz im November beziehungsweise Dezember 2019 auch den durchschnittlichen Umsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Auch im Falle von Kulturschaffenden und anderen Soloselbständigen werden lediglich Umsätze aus der selbständig-freiberuflichen oder gewerblichen Tätigkeit berücksichtigt, nicht jedoch eventuelle Einnahmen aus abhängigen Beschäftigungsverhältnissen.


3) Wie läuft die Antragstellung?

1. Die Antragstellung und Auszahlung erfolgen elektronisch über die Plattform http://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Eine Antragstellung ist noch bis zu der verlängerten Frist am 30. April 2021 möglich.

2. Grundsätzlich erfolgt die elektronische Antragstellung über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder steuerberatende Rechtsanwälte). Ausgenommen sind Solo-Selbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen. Sie können den Antrag selbst stellen – ohne prüfenden Dritten. Zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat, das – falls noch nicht vorhanden – über das ELSTER-Portal beantragt werden kann.

3. Erste Auszahlungen der Abschlagszahlungen haben begonnen.

 

Überbrückungshilfe II (Zweite Förderphase, Leistungszeitraum: September bis Dezember 2020)

Die Überbrückungshilfe bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen. Sie hilft, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Die Förderung ist ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung. Die vollständigen und rechtsverbindlichen Informationen sind auf der Website https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de zusammengestellt.

1) Wer kann die Überbrückungshilfe II beantragen?

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Selbstständige, die mindestens eines der folgenden beiden Kriterien erfüllen:

  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

2) Wie hoch ist die Überbrückungshilfe II?

Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate September, Oktober, November und Dezember 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Vorjahr.

Die Überbrückungshilfe (2. Phase) erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 Prozent und < 50 Prozent

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Berechnung wird dabei jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 30 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe (2. Phase) für den jeweiligen Fördermonat. Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat. Unternehmerlohn ist nicht förderfähig.

3) Wie läuft die Antragstellung?

Die Antragsstellung ist ausschließlich durch einen prüfenden Dritten möglich. Anträge für diesen Zeitraum können ab sofort digital gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. März 2021.

4) Ist eine gleichzeitige Inabspruchnahme der November- bzw. Dezemberhilfen möglich?

Der Leistungszeitraum der Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe überschneidet sich mit der zweiten Phase des Überbrückungshilfeprogramms. Eine Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe schließt die Inanspruchnahme der November- bzw. Dezemberhilfe jedoch nicht aus. Corona-bedingte Hilfsprogramme des Bundes, der Länder oder der Kommunen mit gleichem Förderzweck im gleichen Bezugszeitraum werden angerechnet.

 

Ausblick auf Januar bis Juni 2021: Überbrückungshilfe III

Im Rahmen der geplanten Verlängerung der Überbrückungshilfe soll der besonderen Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden besser Rechnung getragen werden. Dazu wird eine „Neustarthilfe für Soloselbständige“ eingeführt:

Zusätzlich zur Erstattung von Fixkosten können Solo-Selbständige eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro beantragen. Diese Unterstützungsmaßnahme richtet sich insbesondere an Solo-Selbständige, die nur geringe Fixkosten haben, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche erleiden. Die Höhe der Betriebskostenpauschale richtet sich nach dem Umsatz und dem Verlust gegenüber dem Referenzzeitraum. Bemessungsgrundlage sind 25 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019.

Voraussetzung ist, dass das Einkommen im Referenzzeitraum zu mindestens 51 Prozent aus selbständiger Tätigkeit erzielt wurde.

Der einmalige Betriebskostenzuschuss wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet und wird, wenn die Antragsvoraussetzungen stimmen, als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Detailinformationen zu Antragsfristen und Förderbedingungen werden auf der Seite https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de veröffentlicht.

Entschädigung bei Verdienstausfall durch Quarantäne
Wer auf Grund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann über den Landschaftsverband Rheinland (LVR) eine Entschädigung beantragen. Nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler den Verdienstausfall ersetzt. Grundlage der Berechnung der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Die Beiträge zur Rentenversicherung und Krankenversicherung übernimmt das entschädigungspflichtige Land (§ 57 IfSG). Wer nicht der Versicherungspflicht unterliegt, kann eine Erstattung der Aufwendungen dafür beantragen (§ 58 IfSG). Die Anträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Tätigkeitsunterbrechung oder dem Ende der Quarantäne bei dem zuständigen Landschaftsverband zu stellen. Weitere Informationen finden Sie hier sowie in der
Pressemeldung "Landschaftsverbände entschädigen Verdienstausfälle, wenn Quarantäne angeordnet worden ist" vom 10.03.2020.

 

Zahlung von Beiträgen zu Sozialversicherung
Künstler und Publizisten, die in der Künstlersozialkasse versichert sind, sollten eine Änderungsmitteilung darüber machen, wenn sich ihr Arbeitseinkommen deutlich ändert, um die fälligen Beitragszahlungen anzupassen.
Formular der KSK zur Änderung des Arbeitseinkommens
Youtube-Video "Künstlersozialkasse - 3 Tipps, um Geld zu sparen"

Aussetzung und Herabsetzung von Steuerzahlungen
Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend ebenso verzichtet werden. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt zu Ihrem zuständigen Finanzamt auf.
Finanzamt Mönchengladbach

Arbeitslosengeld II / Grundsicherung
Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung: Für Kultur- und Medienschaffende, denen durch die jetzige Krise das Einkommen oder die wirtschaftliche Existenz wegbricht, wird der Zugang zu Leistungen der Grundsicherung vereinfacht. Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und dabei erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, erhält SGB-II-Leistungen (u.a. ALG II). Erst nach dem Ablauf von sechs Monaten gelten wieder die üblichen Vorschriften. Auch Folgeanträge werden unbürokratisch für sechs Monate weiterbewilligt. Außerdem werden die Ausgaben für Wohnung und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs in tatsächlicher Höhe anerkannt. Niemand, der zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Grundsicherung stellt, soll deswegen umziehen müssen.

Quelle: Bundesregierung - Hilfen für Künstler und Kreative

Informationen des JobCenters Mönchengladbach und Kontaktmöglichkeiten

Aktualisierung vom 2.4.20.: Die Bundesagentur für Arbeit hat Informationen zur Grundsicherung zusammengestellt. Vom 01.03.2020 his zum 30.06.2020 gelten die Regeln zum Sozialpakt. D.h. es muss nicht zuerst das eigene Ersparte verbraucht werden, sondern das Vermögen bleibt unangetastet. Es sei denn eine besondere Höchstgrenze, die leider nicht benannt wird, wird überschritten. Die tatsächlichen Kosten für Miete und Heizung werden anerkannt. Niemand muss in der Zeit umziehen, weil seine Mietkosten die ansonsten geltenden Grenzen überschreiten. Die Selbständigkeit bleibt erhalten, d.h. die Betreffenden müssen nicht für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Regelungen gelten auch für Beschäftigte, die aufgrund der Corona-Pandemie in Kurzarbeit sind. Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Hotline für Nachfragen eingerichtet und FAQs erstellt.

Kurzarbeitergeld
Unternehmen mit mindestens einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgeber sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber können Kurzarbeitergeld beantragen, mindestens 10% der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen zu halten. Achtung: Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte! Weitere Informationen finden Sie auf der Übersicht zu Kurzarbeit im Allgemeinen und Kurzarbeitergeldformen auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.

Zinssubventionierte Liquiditätsdarlehen
Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die folgenden bestehenden Kreditprogramme auf dem Weg der Bankdurchleitung sowie im Rahmen von Konsortialfinanzierungen nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen für Unternehmen verbessern. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den Programmen der KfW nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleiten.
KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten.
Pressemitteilungen vom 30.12.2020

Alle aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus in Mönchengladbach finden Sie hier.

Der Deutsche Kulturrat informiert aktuell und regelmäßig in Newslettern und Pressemitteilungen über Neuerungen, und zwar über die "Coronaseite" hier und den Newsletter kann man hier bestellen.

Informationen des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes gibt es hier.

Das Amt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien hat die Maßnahmen des Bundes für die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie für geförderte Einrichtungen und Projekte übersichtlich hier zusammengestellt. Der Überblick wird kontinuierlich aktualisiert.

Aktuelle Corona-Informationen für die Mönchengladbacher Wirtschaft bietet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hier und speziell für die Kreativwirtschaft auch hier.

Empfehlenswert ist das mit Schwarmintelligenz erstellte und stetig aktualisierte Pad des Bundesverbandes der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland e.V. "Kreative Deutschland", auf dem Soforthilfen und Unterstützungsangebote nach Themen und Bundesländern geordnet und gesammelt werden: hier.

Informationen aus verschiedenen künstlerischen Sparten:

<link vs.verdi.de/themen/nachrichten/++co++4e085142-660f-11ea-9bec-001a4a160100 - - "Externer Link">Handreichung für die Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender des Verbandes für Schriftstellerinnen Schriftsteller (ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft)</link>

Aktuelle Informationen der GEMA

Informationen des Bundesverbands Schauspiel für Bühnenkünstler

<link www.pap-berlin.de/fileadmin/user_upload/BQ/Infoschrift/2018_10_Infoschrift_2_Kundigung-Ausfall.pdf - - "Externer Link">Informationsschrift des Performing Arts Programm zum Ausfall einer vereinbarten Aufführung</link>

Informationen der deutschen Orchestervereinigung

Hotline für bildende Künstlerinnen und Künstler:

Einen Überblick speziell für bildende Künstlerinnen und Künstler, die im Zuge der Covid-19-Krise Fragen zu ihrer arbeitsrechtlichen Situation haben, stellt das Landesbüro für Bildende Kunst (LaBK) zur Verfügung. Zusätzlich hat das Landesbüro eine Telefonhotline eingerichtet. Alle Infos dazu <link www.labk.nrw/wp-content/uploads/2020/04/0001.jpg>hier.</link&gt;

Handreichung für Spielstätten

Nothilfefonds der Orchesterstiftung