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Corona - Aktuelle Förderprogramme Kultur

Die Absagen von Veranstaltungen wegen des Corona-Virus' treffen die Menschen, die in Kulturbetrieben arbeiten, aber vor allem die, die freiberuflich tätig sind, besonders hart. Als erste Handreichung sollen die nachfolgenden Informationen Künstlerinnen und Künstler und Selbstständigen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft dienen.

Alle Angaben in diesem Beitrag sind nicht rechtsverbindlich.

Wir aktualisieren diese Seite regelmäßig, um Sie über neue Entwicklungen zu informieren. Hinweise nehmen wir gerne hier auf.

Aktuell: 15.06.2021 Ergänzung Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen | 02.06.2021 Ergänzung der Informationen zu den Förderungen über Neustart Kultur 

Kontakt:
Kulturbüro
Tel. 0 21 61 – 25 53612

kulturbuero@moenchengladbach.de

Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen

Für mehr Sicherheit bei der Planung von Kulturveranstaltungen in Zeiten der Corona-Pandemie beschloss das Bundeskabinett am 26. Mai 2021 einen Sonderfonds für Kulturveranstaltungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Dieser ergänzt die bestehenden Bundesprogramme „NEUSTART KULTUR" und die „Überbrückungshilfe III" (insb. Neustarthilfe für Solo-Selbstständige).

Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen besteht aus zwei Modulen: kleinere und mittelgroße Veranstaltungen erhalten einen Zuschuss auf ihre Ticketeinnahmen, damit sie auch mit verringerter Teilnehmerzahl stattfinden können. Größere Veranstaltungen erhalten eine Absicherung gegen Corona-bedingte Absagen.

Eine Wirtschaftlichkeitshilfe gewährleistet, dass Veranstaltungen auch dann durchgeführt werden können, wenn aus Gründen des Infektionsschutzes weniger Besucherinnen und Besucher zugelassen sind und somit weniger Tickets verkauft werden können. Deshalb gibt es einen Zuschuss auf die Einnahmen aus Ticketverkäufen, um die Finanzierungslücke solcher Veranstaltungen zu schließen.

Eine Ausfallabsicherung soll Veranstalterinnen und Veranstaltern zudem Planungssicherheit für größere Kulturveranstaltungen geben. Deshalb übernimmt der Sonderfonds für förderfähige Veranstaltungen im Falle Corona-bedingter Absagen, Teilabsagen oder Verschiebungen den größten Teil der Ausfallkosten.


Welche Veranstaltungen werden gefördert?

Förderfähig sind ausschließlich Kulturveranstaltungen wie Konzerte, Festivals, Opern, Tanz, Film, Theater, Musicals, Kleinkunst, Varieté, Lesungen, Performing Arts, Medienvorführungen und künstlerische und kulturelle Ausstellungen. Wichtig ist, dass die Veranstaltung in Deutschland stattfindet und Eintrittskarten verkauft.


Wer kann Fördergelder beantragen?

Veranstalterinnen und Veranstalter von Kulturveranstaltungen. Veranstalterin oder Veranstalter ist, wer das wirtschaftliche und organisatorische Risiko einer Veranstaltung trägt. Veranstalterinnen und Veranstalter in öffentlicher Trägerschaft sind ebenfalls antragsberechtigt, können jedoch nur die Wirtschaftlichkeitshilfe beantragen.


Wie funktioniert die Förderung?

Die Wirtschaftlichkeitshilfe startet am 1. Juli 2021 und unterstützt Veranstaltungen mit bis zu 500 möglichen Teilnehmenden (bzw. ab 1. August mit bis zu 2.000 Teilnehmenden), die pandemiebedingt nur mit reduzierter Teilnehmerzahl stattfinden können. Sie verdoppelt (bzw. verdreifacht bei besonders strengen Auflagen) die Einnahmen aus den ersten 1.000 Tickets, bis die Kosten einer Veranstaltung gedeckt sind. Die Ausfallabsicherung schafft Planungssicherheit für größere Kulturveranstaltungen (mit mehr als möglichen 2.000 Teilnehmenden) ab dem 1. September 2021 und übernimmt 80 Prozent der Kosten Corona-bedingter Absagen, Teilabsagen oder Verschiebungen. Hier finden Sie eine Übersicht über die Bausteine Wirtschaftlichkeitshilfe und Ausfallabsicherung.

Für beide Module müssen Veranstaltungen im Voraus registriert werden. Die Antragsplattform für Registrierungen von Kulturveranstaltungen ist ab dem 15.06.2021 freigeschaltet.


Weitere Infos für Veranstalter*innen

Es wurde die Service-Hotline 0800 6648430 zum Sonderfonds des Bundes eingerichtet, die Sie bei weiteren Fragen nutzen können.

Weitere Informationen sind auf der Website des Sonderfonds aufgeführt.

Bundesprogramm „NEUSTART KULTUR“ für Künstler*innen und Kultureinrichtungen/-initiativen

1) Stipendien für bildende Künstler*innen und kunstvermittelnde Initiativen/Einrichtungen

a) Förderung für Ausstellungsprojekte und die Kultur- und Vermittlungsarbeit der Kunstvereine

Über das Neustart Kultur-Programm werden Kunstvereine in Deutschland durch die BKM mit bis zu 3 Millionen Euro unterstützt. Umgesetzt wird das Programm durch die Stiftung Kulturfonds.

Gefördert werden eingetragene gemeinnützige Kunstvereine, bereits seit mindestens drei Jahren bestehen und zeitgenössische bildende Kunst zeigen, vermitteln und fördern. Zu den nachweislichen Voraussetzungen gehören außerdem regelmäßige Ausstellungen, Vermittlungen und Öffnungszeiten.

Das Ausstellungsvorhaben muss zwischen dem 1. Oktober 2021 und dem 30. September 2022 realisiert oder zumindest begonnen werden. Die Zuschüsse von 3.000 bis 35.000 Euro erfordern immer auch einen Eigenanteil von 10%.

Bewerbungsfrist: 15.07.2021

b) Abgeschlossene Förderprogramme in dem Bereich Bildende Künste

Im Rahmen des Neustart Kultur- Programms sind einige Förderprogramme der Sparte Bildende Künste bereits abgeschlossen. Dazu gehört das Sonderförderprogramm 2020/21 der Stiftung Kulturfonds mit dem Stipendium für bildende Künstler*innen mit Kindern unter 7 Jahren, dem Stipendium für bildende Künstler*innen und der Projektförderung für kunstvermittelnde Akteur*innen. Ebenfalls abgeschlossen ist das Förderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit den vier Modulen „Digital-Gutschein“, Mentoring, Innovative Kunstprojekte und Digitale Vermittlungsformate sowie die Förderung internationaler Ausstellungsprojekte des Institus für Auslandbeziehungen (ifa). Auch das Stipendienprogramm „Auf geht’s!“ des MKWfür freischaffende, professionell arbeitende Künstler*innen aller Sparten aus NRW ist inzwischen abgeschlossen.


2) Stipendien für Musiker*innen

a) Förderung alternativer, auch digitaler Angebote / Förderung digitaler Strukturen im stationären Musikfachhandel

Mit diesem sollen insbesondere Kultureinrichtungen wie der Musikfachhandel (Handel mit Musikinstrumenten, Musikequipment, Noten und Tonträgern) auf dem Weg in die Digitalisierung unterstützt werden, insbesondere bei der Umsetzung und Nutzung von digitalen Angeboten. Ziel des Programms ist, die Etablierung digitaler Vertriebswege inkl. der Beschaffung der entsprechenden Hard- und Software von Musikfachhändlerinnen und Musikfachhändlern zu fördern, um damit zum Erhalt dieser Branche beizutragen. Die spezifischen Fördergrundsätze samt Fördergegenstände sind hier auf der Seite des Förderprogramms einzusehen. Das Hilfsprogramm wird vom Deutschen Musikrat in Kooperation mit der SOMM – Society Of Music Merchants e.V. realisiert.

Bewerbungsfrist: bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

b) Hilfen für Musik- und Theaterverlage

Bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt Kulturstaatsministerin Monika Grütters die E-Musik- und Sprechtheaterverlage mit insgesamt 5 Millionen Euro. Für entgangene Einnahmen im Jahr 2020 können die Verlage bis maximal 300.000 Euro beantragen, die Förderung erfolgt in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse. Das Förderprogramm wird durch das Bundesverwaltungsamt abgewickelt. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach der Reihenfolge des Antragseingangs.

Bewerbungsfrist: Sobald die Fördermittelsumme vergeben sein wird, spätestens jedoch der 30. Juni 2021.

c) Abgeschlossene Förderprogramme im Bereich Musik

Im Rahmen des Neustart Kultur- Programms sind einige Förderprogramme der Sparte Musik bereits abgeschlossen. Dies betrifft Stipendien für klassische Musik, die Förderung von Musikclubs, -festivals und Livemusik-Veranstaltern, die Förderung pandemiebedingter Investitionen von Musikaufführungsstätten, Musikclubs und Festivals sowie das Stipendienprogramm "Reload" für freie Künstlergruppen. Einzelne Förderungen werden unter Umständen erneut ausgeschrieben. Ebenfalls abgeschlossen ist die Förderung der Initiative Musik für Künstler*innen sowie deren Spendenaktion. Auch das Förderprogramm für Experimentelle Musik des Musikfonds e.V. sowie die Förderprogramme "Neustart Amateurbetrieb" und die „IMPULS“ -Förderung für Amateurmusik in ländlichen Räumen des Bundesmusikverband Chor & Orchester sind abgeschlossen.


3) Förderung für Schriftsteller*innen/Literaturveranstalter*innen

Über das Neustart-Bundesprogramm erhält der Deutsche Literaturfonds Mittel. Er hat das Programm "Tausende literarische (Wieder-)Begegnungen mit Autorinnen und Autoren" aufgelegt.

Bewerben können sich nicht die Autor*innen, sondern veranstaltende Organisationen, z.B. Bibliotheken und Buchhandlungen, Literaturhäuser und Literaturbüros , Kulturhäuser, Museen und Theater, auch literarische Programme an Schulen und Hochschulen.

Gefördert werden entweder Einzelveranstaltungen oder ganze Programmpakete mit literarischen Lesungen. Gefördert werden kann mit einem Betrag von max. 1.000 Euro pro Autorin oder Autor (500 Euro plus ggf. MwSt. für Honorar, dazu Reise- und Übernachtungskosten). Es sind auch Einzelveranstaltungen mit mehreren Autorinnen und Autoren denkbar, in diesem Fall können entsprechend höhere Summen beantragt werden.

Bei einer Absage von Präsenzveranstaltungen aufgrund einer Verschlechterung der Pandemieentwicklung werden Ausfallhonorare gezahlt. Auch die erzwungene Verlagerung der Veranstaltung in digitale Formate ist möglich und kann gefördert werden. Zwischen dem Datum der Antragstellung und dem geplanten Projekttermin bzw. -beginn muss ein zeitlicher Abstand von mindestens zwei Monaten liegen. Der maximale Förderbetrag entspricht 400.000 EUR.

Voraussichtlich geplante Antragszeiträume sind 21. bis 27. Juni. 2021. First come, first serve!

Alle weiteren Informationen sind hier auf der Seite des Deutschen Literaturfonds zu finden.


4) Stipendien für Darstellende Künstler*innen

a) Hilfen für Kinder- und Jugendtheater

Mit bis zu 15 Millionen Euro unterstützt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien professionelle Kinder- und Jugendtheater im Rahmen von NEUSTART KULTUR. Das Programm rückt alle Theaterformen für junges Publikum in den Fokus und ermöglicht Bühnen und Ensembles in freier Trägerschaft die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs, die Durchführung von Gastspielen und die Entwicklung neuer Konzepte für Kunstvermittlung und Partizipation. Die drei Förderschwerpunkte wurden gemeinsam mit der ASSITEJ e.V. als Verband der Kinder- und Jugendtheater in Deutschland entwickelt. Die Antragsunterlagen und  Fördergrundsätze stehen ab dem 1. Mai 2021 unter www.assitej.de/neustart bereit.

Die Fördersummen können zwischen 5.000 € und 200.000 € liegen, so dass Antragstellung und Abrechnung auch für Einzelkünstler*innen und kleine Theater möglich und machbar sind.

Formal klingt das so: Antragsberechtigt sind professionelle Kinder- und Jugendtheater in freier Trägerschaft mit Sitz in Deutschland, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Theater erhalten entweder unter 50% ihres Gesamtetats aus öffentlicher (institutioneller) Förderung oder die öffentlichen Zuwendungen (institutionelle Förderung) betragen bis zu 70% des Gesamtetats, sind aber niedriger als die regelmäßigen Personalkosten einschließlich regelmäßig anfallender Honorarkosten z.B. für Technik, Gäste und Theaterpädagogik.
  • Theater zeigen mindestens 30 Aufführungen pro Spielzeit für junges Publikum.
  • Theater haben in den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 mindestens eine Neuinszenierung für junges Publikum zur Premiere gebracht.
  • Theater bieten für Gruppen einen ermäßigten Preis des Einzeltickets in Höhe von maximal 10 Euro an.
  • Professionelle Ausbildung und/oder entsprechende Berufserfahrung des künstlerischen Personals.
  • Mindestens 2-jährige Tätigkeit im Bereich Kinder- und Jugendtheater

Man braucht kein eigenes Haus oder eine eigene Spielstätte.

Die 3 Fördermodule – SAVE – SHOW – SUPPORT

Modul A: Realisierung aktueller Spielbetrieb (SAVE)

Fördersumme: 5.000 € - 200.000 €

Mit diesem Modul sollen bereits konzipierte und vorbereitete Spielpläne auch unter den einschränkenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie realisiert und umgesetzt werden. Diese Förderung soll dazu beitragen, Kinder- und Jugendtheater als Kulturorte zu erhalten. Sie richtet sich vor allem an Theater mit eigener Spielstätte. Es können bis zu 80% der Ausgaben für künstlerisches Personal übernommen werden. Der Eigenanteil an den Gesamtausgaben muss mindestens 20% betragen.

Modul B: Gastspielrealisierung (SHOW)

Fördersumme: 5.000 € - 200.000 €

Ziel ist, auch unter erschwerten Bedingungen Gastspiele zu ermöglichen, und das Theater auch im Rahmen einer aktiven Publikumsgewinnung an andere Orte zu bringen, um Kindern und Jugendlichen Theatererlebnisse zu ermöglichen. Die Förderung ermöglicht Theatern und Einzelkünstler*innen Gastspiele vor Ort. 80% der Ausgaben für künstlerisches Personal werden übernommen. Der Eigenanteil an den Gesamtausgaben muss mindestens 20% betragen.

Modul C: Die Zukunft jetzt gestalten: Publikumsgewinnung und -entwicklung in den Darstellenden Künsten für junges Publikum (SUPPORT)

Fördersumme: 15.000 € - 200.000 €

Gefördert werden Projekte, die die Entwicklung neuer Strategien in der Theaterarbeit und Theatervermittlung für ein junges Publikum unter veränderten Bedingungen in den Fokus setzen, zum Beispiel:

  • Anpassungen vorhandener künstlerischer Arbeiten an veränderte Bedingungen
  • Ideenwerkstätten oder Labore für die Entwicklung innovativer Veranstaltungs- und Vermittlungsformate im Kontakt mit Kindern, Jugendlichen, Familien, Bildungseinrichtungen, Künstler*innen und ggf. weiteren Institutionen.
  • Klausurtagungen für Spielplankonzeptionen unter veränderten Bedingungen (ggf. mit externer Beratung)
  • Produktionsunabhängige Recherchen zur Generierung von Inhalten und zukünftigen Konzeptentwicklungen mit Fokus auf ein junges Publikum (z.B. Zusammenarbeit zwischen Theatern und Autor*innen, internationalen Partnern

Eine Fachjury entscheidet über die Vergabe der Mittel. Der Eigenanteil an den Gesamtausgaben muss mindestens 20% betragen.

Bewerbungszeitraum: Ab dem 01. Mai 2021

b) Hilfen für Veranstalterinnen und Veranstalter im Bereich „Wort, Varieté und Kleinkunst“

Der Bund unterstützt im Rahmen von NEUSTART KULTUR Veranstalterinnen und Veranstalter im Bereich „Wort, Varieté und Kleinkunst“ mit insgesamt bis zu 40 Millionen Euro. Das Förderprogramm richtet sich an Veranstalterinnen und Veranstalter von Live- Kulturveranstaltungen ohne eigene Spielstätte. Umgesetzt wird das Programm von der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft. Die Fördergrundsätze stehen ab dem 26. April hier bereit. Die Deutsche Theatertechnische Gesellschaft bietet auch eine telefonische Beratung zur Antragsstellung an.

Das Wichtigste zum Förderprogramm im Überblick:

  • Die Fördersumme beträgt bis zu 80 Prozent der Gesamtausgaben
  • Die Förderung erfolgt einmalig, projektbezogen und im Rahmen einer Festbetragsfinanzierung
  • Antragsberechtigt sind Veranstalter*innen von Live-Kulturveranstaltungen oder Veranstaltungsreihen im Bereich Wort, Varieté und Kleinkunst mit überregionaler Bedeutung
  • Die Förderhöhe muss mindestens einen Umfang von 10.000 Euro haben
  • Projektbezogene Investitionen in technisches Equipment sind förderfähig, sie dürfen jedoch nicht mehr als 15 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen
  • Komplementärförderungen mit anderen Förderprogrammen des Bundes sind möglich

Bewerbungszeitraum: Ab dem 05. Mai 2021

c)Abgeschlossene Förderprogramme im Bereich Darstellende Künste

Im Rahmen des Neustart Kultur- Programms sind einige Förderprogramme der Sparte Darstellende Künste bereits abgeschlossen. Dies betrifft das Neustart-Programm #takecare des Fonds Darstellende Künste sowie die Teilprogramme #TakeAction, #TakePlace, #TakeNote, #TakePart und #TakeCareResidenzen.


5) Förderungen im Bereich Tanz

Im Bereich Tanz gibt es mehrere Förderprogramme, die sich wahlweise an Tänzer*innen, Tanzdozent*innen, Tanzensembles, Kollektive, Produktionszentren, Spielstätten, Festivals, Produktionsbüros, Tanznetzwerke und auch an Tanzschulen wenden.

a) Abgeschlossene Förderprogramme im Bereich Tanz

Im Rahmen des Neustart Kultur- Programms sind einige Förderprogramme der Sparte Musik bereits abgeschlossen. Dies betrifft das Programm DIS-TANZEN, das Programm Stepping Outim Rahmen des Nationalen Performance Netz und das Teilprogramm Tanzpakt Reconect. Bei vorhandenen Mitteln sind ggf. weitere Vergaben in 2021 möglich.


6) Neustart-Förderung für Soziokulturelle Projekte

Der Fonds Soziokultur fördert aus Mitteln des Neustart-Programms mit insgesamt 10 Millionen Euro in den Jahren 2020/21 partizipative Kulturprojekte. Bis September 2021 können mindestens 333 Projekte in ganz Deutschland mit einer Maximalsumme von rund 30.000 € und in der Regel mit bis zu 80% des Gesamtbudgets gefördert werden.

a) Abgeschlossene Förderprogramme im Bereich Soziokulturelle Projekte

Im Rahmen des Neustart Kultur- Programms sind einige Förderprogramme der Sparte soziokulturelle Projekte bereits abgeschlossen. Dies betrifft die Projektförderung des Fonds Soziokultur zu den Themen Diversität, Inklusion & Vielfalt sowie zum Thema Digitalität & Soziokultur.


7) Investitionsförderung für Spielstätten (auch Festivals)

a) Abgeschlossene Förderprogramme im Bereich Spielstätten

Im Rahmen des Neustart Kultur-Programms sind einige Förderprogramme der Sparte Investitionsförderung für Spielstätten bereits abgeschlossen. Dazu gehört das Programm zur Erhaltung und Stärkung der Musikinfrastruktur (Livemusik-Veranstaltungen und Musikfestivals) und das Förderprogramm für kleinere und mittlere Musikbühnen der Initiative Musik und das Programm zum „Erhalt und Stärkung der musikalischen Infrastruktur in Deutschland“ für Kleinst-, Eintages- und "Umsonst & Draußen"- Musikfestivals. 

Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe für Soloselbständige

Im Rahmen der Verlängerung der Überbrückungshilfe soll der besonderen Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden besser Rechnung getragen werden. Dazu wird eine „Neustarthilfe für Soloselbständige“ eingeführt. Die vollständigen und rechtsverbindlichen Informationen sind auf der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erstellen Website zu finden.

NEU Stand 11.06.2021: Die Bundesregierung verlängert die Überbrückungshilfen für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als Überbrückungshilfe III Plus. 

Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III wird mit dem neuen Programm Überbrückungshilfe III Plus umgesetzt, das inhaltlich weitgehend deckungsgleich mit der Überbrückungshilfe III ist. Auch in der Überbrückungshilfe III Plus sind nur Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Das neue Programm wird ebenfalls durch die prüfenden Dritten über das Corona-Portal des Bundes beantragt.

Für beide Programme gemeinsam gilt künftig:

  • Die maximale monatliche Förderung in der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus beträgt 10 Mio. Euro.
  • Die Obergrenze für Förderungen aus beiden Programmen beträgt maximal 52 Mio. Euro und zwar 12 Mio. Euro aus dem geltenden EU-Beihilferahmen bestehend aus Kleinbeihilfe, De-Minimis sowie Fixkostenhilfe plus 40 Mio. Euro aus dem neuen Beihilferahmen der Bundesregelung Schadensausgleich. Die neue EU-Regelung zum Schadensausgleich gilt für Unternehmen, die von staatlichen Schließungsmaßnahmen direkt oder indirekt betroffen sind. Diese können künftig Schäden von bis zu 40 Mio. Euro geltend machen.

Neu im Programm der Überbrückungshilfe III Plus ist:

  • Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Ersetzt werden künftig Anwalts- und Gerichtskosten bis 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.
  • Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird verlängert und erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen.

Ein FAQ zur ÜberbrückungshilfePlus und der Neustarthilfe Plus wird aktuell erarbeitet und voraussichtlich in Kürze von der Bundesregierung unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de veröffentlicht.

November- und Dezemberhilfen

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen temporär geschlossen wird, kann online beantragt werden. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung. Die vollständigen und rechtsverbindlichen Informationen sind auf der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erstellen Website zu finden.

1) Wer kann die November- und Dezemberhilfen beantragen?

Kulturschaffende sind antragsberechtigt. Voraussetzung ist, dass sie von den temporären Schließungen direkt, indirekt oder über Dritte betroffen sind:

  • direkt Betroffene: Unternehmen und Soloselbstständige, die direkt schließen mussten wie z.B. Theater oder Konzerthäuser
  • indirekt Betroffene: Unternehmen und Soloselbstständige, die 80 Prozent ihrer Umsätze mit im November geschlossenen Unternehmen machen; hierzu zählen z. B. Veranstaltungsfirmen, die mit Veranstaltungsorten zusammenarbeiten
  • indirekt über Dritte Betroffene: Unternehmen und Soloselbstständige, die 80 Prozent ihrer Umsätze mit indirekt betroffenen Unternehmen machen; hierzu zählen also z. B. Tontechnikeri*innen, Beleuchter*innen und andere, die für Veranstaltungsfirmen arbeiten, die indirekt betroffen sind.

Zudem müssen Kulturschaffende im Haupterwerb tätig sein, sofern sie keine Beschäftigten haben. Kulturschaffende und Soloselbständige, die oftmals keine oder kaum Fixkosten, aber dennoch hohe Umsatzausfälle haben, können die Mittel der Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe auch für ihre Lebenshaltungskosten nutzen.

2) Wie hoch sind die November- bzw. Dezemberhilfen?

Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro. Unternehmen erhalten bis zu 50.000 Euro (Die Höchstgrenze wurde ab dem 11. Dezember 2020 erhöht).

Die Höhe der Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe beträgt bis zu 75 Prozent des jeweiligen Vergleichsumsatzes und wird anteilig für jeden Tag im November beziehungsweise Dezember 2020 berechnet, an dem ein Unternehmen tatsächlich vom Corona-bedingten Lockdown im Sinne der November- beziehungsweise Dezemberhilfe direkt, indirekt oder über Dritte betroffen war (Leistungszeitraum). Im Kulturbereich gilt das zum Beispiel für Künstler*innen, Veranstaltungsstätten, Ton- und Lichttechniker*innen (Solo-Selbstständig oder Firmen).

Kulturschaffende und andere Soloselbstständige haben ein Wahlrecht: Sie können als Vergleichsumsatz alternativ zum durchschnittlichen Umsatz im November beziehungsweise Dezember 2019 auch den durchschnittlichen Umsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Auch im Falle von Kulturschaffenden und anderen Soloselbständigen werden lediglich Umsätze aus der selbständig-freiberuflichen oder gewerblichen Tätigkeit berücksichtigt, nicht jedoch eventuelle Einnahmen aus abhängigen Beschäftigungsverhältnissen.

3) Wie läuft die Antragsstellung?

1. Die Antragstellung und Auszahlung erfolgen elektronisch über die Plattform http://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Eine Antragstellung ist noch bis zu der verlängerten Frist am 30. April 2021 möglich.

2. Grundsätzlich erfolgt die elektronische Antragstellung über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder steuerberatende Rechtsanwälte). Ausgenommen sind Solo-Selbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen. Sie können den Antrag selbst stellen – ohne prüfenden Dritten. Zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat, das – falls noch nicht vorhanden – über das ELSTER-Portal beantragt werden kann.

3. Erste Auszahlungen der Abschlagszahlungen haben begonnen.

 

Überbrückungshilfe II

Die Überbrückungshilfe bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen. Sie hilft, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Die Förderung ist ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern.

Für die Fördermonate September, Oktober, November und Dezember 2020 konnte ein Antrag auf Überbrückungshilfe II gestellt werden. Die Antragsfrist endete am 31.März 2021.

Seit dem 24. Februar 2021 bis einschließlich 31. Mai 2021 können Änderungsanträge gestellt werden. Eine Korrektur der Kontoverbindung ist bis zum 30. Juni 2021 möglich.

 

Neustarthilfe des Bundes für Kleinunternehmer/Solo-Selbständige

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Leistungen der Grundsicherung angerechnet.

Berechtigt sind Soloselbständige aller Branchen, die

  • ihre selbstständige Tätigkeit als freiberuflich Tätige oder Gewerbetreibende im Haupterwerb ausüben,
  • weniger als eine Vollzeit-Angestellte oder einen Vollzeit-Angestellten beschäftigen,
  • bei einem deutschen Finanzamt für steuerliche Zwecke erfasst sind,
  • keine Fixkosten in der Überbrückungshilfe III geltend gemacht haben oder geltend machen und
  • ihre selbständige Geschäftstätigkeit vor dem 1. Mai 2020 aufgenommen haben.

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Sonderfall kurz befristete Beschäftigungsverhältnisse in den Darstellenden Künsten und unständige Beschäftigungsverhältnisse:

Schauspielerinnen und Schauspieler und andere Künstlerinnen und Künstler, die nur kurzfristige Engagements und kurz befristete Verträge haben, sind in einer ähnlichen Situation wie Soloselbständige. Denn mit dem Lockdown sind ihre potenziellen Arbeitgeber (zum Beispiel die Theater und Bühnen) geschlossen. Im Rahmen der Neustarthilfe können auch kurz befristete Beschäftigungsverhältnisse (mit Dauer von bis zu 14 zusammenhängenden Wochen) in den Darstellenden Künsten sowie unständige Beschäftigungsverhältnisse (mit Dauer von bis zu sieben aufeinanderfolgenden Kalendertagen) berücksichtigt werden. Voraussetzung ist hierfür, dass die Antragstellenden für Januar 2021 kein Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld bezogen haben.

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Achtung: Dennoch solltet Ihr die verschiedenen Förderprogramme unbedingt miteinander vergleichen. So kann die Neustarthilfe nicht beantragt werden, wenn die Überbrückungshilfe III in Anspruch genommen wird und umgekehrt. Hier lohnt es sich die FAQ genau zu lesen und in Ruhe abzuwägen, welche Hilfe für Euch die richtige ist.

Der Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500 Euro, und wird in einem Betrag ausgezahlt.

Weitere Informationen zur Neustarthilfe unterhttps://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Artikel/neustarthilfe.html


Entschädigung bei Verdienstausfall durch Quarantäne
Wer auf Grund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann über den Landschaftsverband Rheinland (LVR) eine Entschädigung beantragen. Nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler den Verdienstausfall ersetzt. Grundlage der Berechnung der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Die Beiträge zur Rentenversicherung und Krankenversicherung übernimmt das entschädigungspflichtige Land (§ 57 IfSG). Wer nicht der Versicherungspflicht unterliegt, kann eine Erstattung der Aufwendungen dafür beantragen (§ 58 IfSG). Die Anträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Tätigkeitsunterbrechung oder dem Ende der Quarantäne bei dem zuständigen Landschaftsverband zu stellen. Weitere Informationen finden Sie hier sowie in der
Pressemeldung "Landschaftsverbände entschädigen Verdienstausfälle, wenn Quarantäne angeordnet worden ist" vom 10.03.2020.


Zahlung von Beiträgen zu Sozialversicherung
Künstler und Publizisten, die in der Künstlersozialkasse versichert sind, sollten eine Änderungsmitteilung darüber machen, wenn sich ihr Arbeitseinkommen deutlich ändert, um die fälligen Beitragszahlungen anzupassen.
Formular der KSK zur Änderung des Arbeitseinkommens
Youtube-Video "Künstlersozialkasse - 3 Tipps, um Geld zu sparen"


Aussetzung und Herabsetzung von Steuerzahlungen
Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend ebenso verzichtet werden. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt zu Ihrem zuständigen Finanzamt auf.
Finanzamt Mönchengladbach


Arbeitslosengeld II / Grundsicherung
Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung: Für Kultur- und Medienschaffende, denen durch die jetzige Krise das Einkommen oder die wirtschaftliche Existenz wegbricht, wird der Zugang zu Leistungen der Grundsicherung vereinfacht. Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und dabei erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, erhält SGB-II-Leistungen (u.a. ALG II). Erst nach dem Ablauf von sechs Monaten gelten wieder die üblichen Vorschriften. Auch Folgeanträge werden unbürokratisch für sechs Monate weiterbewilligt. Außerdem werden die Ausgaben für Wohnung und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs in tatsächlicher Höhe anerkannt. Niemand, der zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Grundsicherung stellt, soll deswegen umziehen müssen.

Quelle: Bundesregierung - Hilfen für Künstler und Kreative

Informationen des JobCenters Mönchengladbach und Kontaktmöglichkeiten

Aktualisierung vom 2.4.20.: Die Bundesagentur für Arbeit hat Informationen zur Grundsicherung zusammengestellt. Vom 01.03.2020 his zum 30.06.2020 gelten die Regeln zum Sozialpakt. D.h. es muss nicht zuerst das eigene Ersparte verbraucht werden, sondern das Vermögen bleibt unangetastet. Es sei denn eine besondere Höchstgrenze, die leider nicht benannt wird, wird überschritten. Die tatsächlichen Kosten für Miete und Heizung werden anerkannt. Niemand muss in der Zeit umziehen, weil seine Mietkosten die ansonsten geltenden Grenzen überschreiten. Die Selbständigkeit bleibt erhalten, d.h. die Betreffenden müssen nicht für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Regelungen gelten auch für Beschäftigte, die aufgrund der Corona-Pandemie in Kurzarbeit sind. Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Hotline für Nachfragen eingerichtet und FAQs erstellt.


Kurzarbeitergeld
Unternehmen mit mindestens einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgeber sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber können Kurzarbeitergeld beantragen, mindestens 10% der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen zu halten. Achtung: Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte! Weitere Informationen finden Sie auf der Übersicht zu Kurzarbeit im Allgemeinen und Kurzarbeitergeldformen auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.


Zinssubventionierte Liquiditätsdarlehen
Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die folgenden bestehenden Kreditprogramme auf dem Weg der Bankdurchleitung sowie im Rahmen von Konsortialfinanzierungen nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen für Unternehmen verbessern. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den Programmen der KfW nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleiten.
KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen


Aussetzung der Insolvenzantragspflicht
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten.
Pressemitteilungen vom 30.12.2020