Über 800 BesucherInnen bei den Jüdischen Kulturtagen in Mönchengladbach

Ein ausgesprochen positives Resümee kann die Mönchengladbacher Veranstaltergemeinschaft zu den Jüdischen Kulturtagen Rhein-Ruhr 2019 ziehen.

Über 800 Gäste besuchten zwischen dem 28. März und 14. April zwölf Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Musik, Literatur, Film, Tanz/Theater und Begegnung. Dass zwei weitere Begegnungsveranstaltungen abgesagt werden mussten, war schade, überraschte die Organisatoren angesichts des gedrängten Zeitraums von zwei statt wie früher vier Wochen jedoch kaum. „Die Gesamtzahl der BesucherInnen zeigt, dass das Interesse an der jüdischen Kultur weiterhin ungebrochen ist“, erklärte Dr. Thomas Hoeps für das koordinierende Kulturbüro.

Zu den Höhepunkten zählten auch diesmal wieder die Lesungen in der Stadtteilbibliothek Rheydt und im Theater. Insbesondere die renommierte Autorin und Schauspielerin Adriana Altaras wusste mit einer energetischen Präsentation ihres Romans "Die jüdische Souffleuse“ zu faszinieren. Rund 60 Interessierte zog es auch zum Chor-Abend mit israelischen und hebräischen Volkstänzen der Jüdischen Gemeinde im BIS-Zentrum. Die Busfahrt der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit zu den jüdischen Friedhöfen der Stadt schließlich war so gefragt, dass bereits ein weiterer Termin für Mai/Juni in Planung ist.

Noch bis zum 5. Mai ist ein weiteres Highlight der Jüdischen Kulturtage im Museum Schloss Rheydt zu besichtigen: Die Filminstallationen „Phantasmagoria 1945“ und „Reunited“ des New Yorker Medien- und Performancekünstlers Karl Nussbaum beeindruckten bei der Eröffnung das Publikum ebenso sehr wie die engagierte Rede des Künstlers gegen die migrationsfeindliche Politik des amerikanischen Präsidenten Trump.
Für das vielfältige Programm, das ganz unterschiedliche Perspektiven auf die jüdische Kultur zuließ, zeichneten im einzelnen verantwortlich: BIS-Zentrum, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Grüner Salon der Grünen Mönchengladbach, Jüdische Gemeinde, Kulturbüro, Lust am Lesen e.V., Museum Schloss Rheydt, SPD-Forum Kultur, Stadtbibliothek, Theater Krefeld und Mönchengladbach und VHS.

Dank richtete Hoeps insbesondere an den Landschaftsverband Rheinland, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft, das Kultursekretariat Wuppertal und den Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, die einige der Mönchengladbacher Veranstaltungen mit ihrer finanziellen Unterstützung erst möglich gemacht hatten.

Demnächst nun werden sich die Organisatoren aus den 15 beteiligten Städten mit Gesamtprojektleiterin Dr. Inna Goudz in Düsseldorf treffen, um zurückzuschauen und erste Gedanken zu den nächsten Jüdischen Kulturtagen auszutauschen. Mönchengladbach wird dann in jedem Fall wieder beteiligt sein.

Kulturbüro Mönchengladbach


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