Minerva Cuevas ist 31. Atelierstipendiatin der Stadt Mönchengladbach

Die 31. Atelierstipendiatin der Stadt Mönchengladbach Minerva Cuevas hat die Atelierwohnung in der Steinmetzstraße zu einem sechsmonatigen Aufenthalt bezogen. Die mexikanische Künstlerin untersucht in ihren Installationen und Interventionen die Rolle multinationaler Konzerne in der globalen Wirtschaft. Sie thematisiert den Verteilungskampf um natürlicher Ressourcen, kritisiert Besitzverhältnisse und Werte der neoliberalen kapitalistischen Gesellschaftsordnung.

Sie bedient sich dabei der Sprache von Werbung und Warenästhetik, setzt diese in neue Kontexte. Subtil verändert sie bekannte Markenidentitäten, manipuliert Namen wie Bilder und regt so, oftmals spielerisch subversiv, zum Widerstand gegen gesetzte gesellschaftliche und ökonomische Spielregeln an. In ihrer Arbeit beschäftigt sie zudem welche Auswirkungen lokale Protestaktionen auf die Durchsetzung fairer Arbeitsbedingungen und gerechter Umverteilung von Kapital haben. Dafür untersucht sie Strategie und Machtstrukturen, die bestimmten wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen zugrunde liegen.  Zudem geht die Künstlerin immer wieder der Frage nach, welchen Bedingungen das Individuum in einem kapitalistischen System ausgesetzt ist, das von Missbrauch, Enteignung und Entfremdung von angestammter und kultureller Identität geprägt ist. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass gerade im Alltag latente Möglichkeiten von Auflehnung liegen. In ihrer Arbeit nutzt die Künstlerin verschiedene Medien wie Wandmalerei, Skulpturen, Video und Fotografie.

Minerva Cuevas studierte Bildende Kunst an der Escuela Nacional de Artes Plásticas in Mexiko- Stadt. Im Jahr 2004 erhielt sie das Stipendium für Medienkunst der Stiftung Niedersachsen im Edith-Russ-Haus. Sie war 2003 Stipendiatin des Berliner Künstlerprogramms vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und 1998 des Banff Centre for Arts and Creativity in Kanada. Ihre Werke wurden international in Einzelausstellungen gezeigt. Sie hat an zahlreichen Gruppenausstellungen sowie Biennalen teilgenommen.

Vorgeschlagen für das Stipendium wurde Minerva Cuevas von Yilmaz Dziewior, Direktor Museum Ludwig. Der Der Fachjury gehören neben Dr. Gert Fischer (Kulturdezernent), Dr. Thomas Hoeps (Leiter des Kulturbüros Mönchengladbach) und Susanne Titz (Direktorin des Museum Abteiberg, Mönchengladbach) Annie Fletcher (Kuratorin Van Abbe Museum, Eindhoven NL). Während die Stadt Atelier und Studio sowie die Organisation zur Verfügung stellt, wird der Aufenthalt mitsamt Ausstellung und Katalog seit Einrichtung des Stipendiums von der Josef und Hilde Wilberz-Stiftung finanziert. Betreut wird Minerva Cuevas von der c/o-Künstlerförderung im Städtischen  Kulturbüro.

 

Minerva Cuevas – Künstlergespräch

The right to rebellion is sacred

Präsentation und Publikumsgespräch
Samstag, 23. März um 15 Uhr

Minerva Cuevas untersucht die Rolle multinationaler Konzerne in der globalen Wirtschaft, thematisiert den Verteilungskampf um natürliche Ressourcen, kritisiert Besitzverhältnisse und Werte der neoliberalen kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Sie setzt dabei die Sprache von Werbung und Warenästhetik in neue Kontexte. Indem die Künstlerin Namen und Bilder bekannter Markenidentitäten subtil manipuliert, regt sie spielerisch subversiv zum Widerstand gegen gesetzte gesellschaftliche und ökonomische Spielregeln an. In ihrer künstlerischen Praxis nutzt Minerva Cuevas verschiedene Medien wie Wandmalerei, Skulpturen, Video und Fotografie.

In einem Künstlergespräch stellt Minerva Cuevas, 31. Atelierstipendiatin der Stadt Mönchengladbach, ihre künstlerischen Interventionen und Installationen anhand von Arbeitsbeispielen und Filmen vor.

Anschließend gibt es die Möglichkeit zum Get-Together im MuseumsCafé.

In englischer Sprache │ Eintritt frei.

Veranstaltungsort:
Museum Abteiberg   Abteistraße 27 / Johannes-Cladders-Platz   D-41061 Mönchengladbach   T +49 2161 252637   www.museum-abteiberg.de

Kulturbüro Mönchengladbach


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