Saubere und funktionsfähige Toiletten gehören zu einem Schulalltag, in dem sich Kinder und Jugendliche wohlfühlen können. Dennoch zeigt sich immer wieder, dass gerade dieser Bereich mit vielen Herausforderungen verbunden ist. Genau hier setzt das Toilettenprojekt des Regionalen Bildungsbüros an, das im Rahmen des ESF+-geförderten Programms „Bildungskommunen“ umgesetzt wird. Ziel ist es, die Toilettensituation an Schulen nachhaltig zu verbessern und dabei nicht nur bauliche, sondern auch pädagogische und soziale Aspekte mitzudenken.
Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Entwicklung passender Lösungen mit den Schulen selbst. Schüler*innen werden aktiv beteiligt, ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen ernst genommen und gezielt in die Planung einbezogen. Diese partizipative Herangehensweise stärkt nicht nur das Verantwortungsbewusstsein, sondern fördert auch Mitbestimmung und einen respektvollen Umgang mit gemeinsam genutzten Räumen. Toiletten werden so nicht mehr als „Problemort“, sondern als selbstverständlicher Teil eines wertschätzenden Schulumfelds betrachtet.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die enge Zusammenarbeit zwischen dem Regionalen Bildungsbüro, den Schulen und dem städtischen Gebäudemanagement. Während pädagogische Konzepte, Beteiligungsformate und Sensibilisierungsmaßnahmen im Fokus der Bildungsarbeit stehen, bringt das Gebäudemanagement seine fachliche Expertise bei baulichen, technischen und infrastrukturellen Fragen ein. So lassen sich pädagogische Anforderungen und praktische Umsetzung sinnvoll miteinander verbinden.
Ergänzend wird im Rahmen des Projekts eine dreiteilige Evaluation durchgeführt. Befragt werden Hausmeister*innen, Schulleitungen und Schüler*innen, um unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und die Maßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Das Toilettenprojekt ist in den drei Dimensionen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verankert:
Soziale Dimension
Das Projekt stärkt die Verantwortung und Mitbestimmung der Schüler*innen durch partizipative Ansätze und fördert einen respektvollen Umgang mit gemeinsam genutzten Einrichtungen. Gleichzeitig trägt es zur Schaffung eines hygienischen und sicheren Umfelds bei, das für alle Schüler*innen gleichberechtigt nutzbar ist und das Wohlbefinden im Schulalltag unterstützt.
Ökonomische Dimension
Durch eine effiziente Nutzung von Ressourcen, regelmäßige Wartung sowie Investitionen in langlebige und nachhaltige Materialien sollen langfristige Instandhaltungskosten reduziert werden. Ergänzend werden tragfähige Finanzierungs- und Umsetzungsmodelle entwickelt, um die Maßnahmen nachhaltig abzusichern.
Ökologische Dimension
Im Fokus stehen der Einsatz umweltfreundlicher Reinigungsmittel, die Reduzierung des Wasserverbrauchs durch wassersparende Technologien sowie die Nutzung nachhaltiger Materialien bei der Gestaltung und Ausstattung der Toilettenanlagen.
Ansprechpersonen sind:
Cäcilie Meuer: Caecilie.Meurer@moenchengladbach.de
Vanessa Kolb: Vanessa.Kolb@moenchengladbach.de



