„Alles nach Maß – ein Filmprojekt mit Körpermodifikation im schulischen Umfeld"

Im Projekt „Alles nach Maß – ein Filmprojekt mit Körpermodifikation im schulischen Umfeld“ entwickeln die Oberstufenschüler*innen ein interdisziplinäres Konzept, das den schulischen Raum und alltägliche Maßstäbe neu interpretiert. Über 40 Unterrichtseinheiten arbeiten die Teilnehmenden in Fünfergruppen zunächst an den Grundlagen filmischer Gestaltung. Der Projektstart erfolgt mit der Erstellung einer Mindmap, in der gestalterische Intentionen gesammelt werden. Aufbauend darauf verfassen die Gruppen ein schriftliches Exposé, in dem Handlung, Schauplätze und beabsichtigte Wirkungen skizziert werden – ergänzt durch ein Treatment, das als verbindlicher Leitfaden für die weiteren Arbeitsschritte dient. Dabei werden Rollen im Filmteam verteilt, um eine klare Aufgabenstruktur und Verantwortlichkeit zu gewährleisten. In der anschließenden kreativen Phase steht die künstlerische Transformation des Körpers im Mittelpunkt: Mithilfe von Materialien wie Pappe, Schnüren und Kreppband experimentieren die Teilnehmende mit Techniken wie Stecken, Falten und Kleben, um einzelne Körperteile – beispielsweise Hände, Füße oder Nasen – in überproportionale Dimensionen zu transformieren. Diese selbst gestalteten Körpermodifikationen hinterfragen gewohnte Alltagspraktiken wie das Sitzen oder das Türöffnen und eröffnen so neue Perspektiven auf die schulische Umgebung. Das im Vorfeld erarbeitete Konzept wird in ausgewählten Innen- und Außenräumen der Schule inszeniert. Unterschiedliche Kameraeinstellungen dokumentieren die entstehenden Fotoserien, aus denen ein Storyboard erstellt wird, das als Basis für die folgende Verfilmung dient. Ein detaillierter Drehplan strukturiert dabei die Dreharbeiten, wobei neben der Auswahl der Drehorte auch organisatorische Aspekte, Zeitfenster sowie die Einholung notwendiger Datenschutzeinwilligungen berücksichtigt werden. Bei Bedarf kann auf professionelles Film-Equipment aus privaten Ressourcen zurückgegriffen werden. Mit digitalen Tools wie iMovie werden die mit iPads aufgenommenen Szenen zu einem Kurzfilm zusammengeschnitten und durch Texte und Musik ergänzt. Abschließend präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse in einer gemeinsamen Filmvorführung, gefolgt von Reflexionsrunden, in denen die gestalterischen Entscheidungen evaluiert werden. Dieses Projekt fördert kreatives, selbst organisiertes Arbeiten, den kompetenten Umgang mit digitalen Medien und die kritische Auseinandersetzung mit persönlichen Identitätsbildern sowie gesellschaftlichen Normen.

 

Schule

Gesamtschule Volksgarten

Volksgartenstraße 71-75

41065 Mönchengladbach

 

Altersgruppe

16 - 19 Jahre

 

Künstler*in

Herr Andi Slawinski

 

Sparte

Bildende Kunst; Literatur