Rat beschließt Stellungnahme zum Strukturwandel

Unterstützungsschreiben der Bürgerinnen und Bürger länger möglich

Das Rheinische Revier bereitet sich schon jetzt intensiv auf den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung bis zum Jahr 2038 vor. Um die daraus resultierenden Chancen zu nutzen und den Strukturwandel offensiv voranzutreiben, hat die Region im letzten Jahr ein "Wirtschafts- und Strukturprogramm 1.0" (WSP) entwickelt, das im Revierjahr 2020 mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger überarbeitet werden soll. Die Stadt Mönchengladbach hat eine Stellungnahme zum WSP verfasst, die im April durch den Hauptausschuss in einer Dringlichkeitsentscheidung beschlossen und nun offiziell durch den Rat bestätigt wurde.

Als größte Kommune des Rheinischen Reviers und Anrainer des Tagebaus Garzweiler nimmt die Stadt eine besondere Rolle ein: „Wir sind mit Wanlo, aber auch als Großstadt direkt betroffen. Die gravierenden Auswirkungen des Tagebaus müssen berücksichtigt werden, zumal der Tagebau Garzweiler am längsten  betrieben wird und es damit noch lange Einschränkungen für Wanlo und das gesamte Stadtgebiet geben wird“, betont Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Die Stellungnahme zeigt auf, wie das Wirtschafts- und Strukturprogramm angepasst werden sollte. Alle Bürgerinnen und Bürger können die Stellungnahme durch ein Schreiben unterstützen. Ein Vordruck und die Stellungnahme selbst sind auf der städtischen Website unter www.stadt.mg/strukturwandel verfügbar. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die dazu vorgegebene Frist verlängert. Unterstützungsschreiben können noch bis zum 15. August 2020 an die Stadtverwaltung übersandt werden. Weitere und individuelle Meinungen zum Strukturwandel nimmt auch die Agentur Zebralog unter www.unser-zukunftsrevier.de entgegen.