Baden im Vorster Busch verboten

Fachbereich Umwelt weist auf Verbote und Gefahren hin

Der Fachbereich Umwelt der Stadt Mönchengladbach weist aufgrund der sommerlichen Temperaturen und mit dem bevorstehenden Start der Sommerferien ausdrücklich auf das Badeverbot im Naturschutzgebiet Vorster Busch und die entsprechenden Regelungen zum Naturschutz hin. Die ca. 30 Hektar große und ehemalige Sand- und Kiesgrube im Stadtteil Hardt hat eine besondere Bedeutung für die Vogelwelt und wurde vor 16 Jahren unter Naturschutz gestellt. Trotz der nahen Autobahn haben sich hier viele Vogel- und Pflanzenarten angesiedelt und lassen sich mit etwas Glück auch beobachten.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind gerade die örtlichen Naturschutzgebiete für viele Menschen attraktiv. Das gilt auch für den Vorster Busch, der mit seinem Rundweg für viele ein Ort der Ruhe und Entspannung ist. Zahlreiche Hinweisschilder weisen auf ein angemessenes Verhalten im Schutzgebiet und die Bedeutung der Biotope hin und geben grundlegende Informationen zum Naturschutz. Trotzdem stellt der Fachbereich Umwelt immer wieder Vandalismus, Zerstörungen und wilde Müllentsorgungen fest. Schutzzäune werden niedergerissen und Schutzpflanzungen verwüstet. Trotz des Verbotes werden die Wege verlassen sowie die geschützten Freiflächen - vor allem in Wassernähe - als Liegewiese, Badesee, Hundeauslauf, Mountainbike-Parcours und Grillplatz missbraucht.

Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt sowie des Kommunalen Ordnungsdienstes und der Polizei führen im Bereich des Naturschutzgebietes Vorster Busch verstärkt Kontrollen durch, bei denen auch Verwarngelder erhoben werden. Die Höhe des fälligen Bußgeldbescheides richtet sich nach dem jeweiligen Einzelfall und kann für Wiederholungstäter drastisch erhöht werden. Bei Akten des Vandalismus wird ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet. Darüber hinaus ist mit Schadenersatzforderungen zu rechnen.

Auch Baden im See ist verboten, da der Baggersee ein Schutzraum für die dort lebenden Tiere ist. Darüber hinaus sorgen starke Uferabbrüche, Untiefen, Kaltwasserströmungen und Rückstände der Abgrabungstechnik im Gewässer für Lebensgefahr! Darum empfiehlt der Fachbereich Umwelt: Wer sich bei hochsommerlichen Temperaturen abkühlen möchte, sollte ein städtisches Freibad aufsuchen.