Photovoltaikanlage auf dem Dach und an der Fassade

Die Strompreise für private Haushalte sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Außerdem verlagern sich die Kosten für Wärme von fossilen Heizungen auf nachhaltige und effiziente Wärmepumpen und damit von Brennstoffkosten auf die Stromkosten.

Da die Herstellungskosten für Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) sinken, und die Anlagen immer effizienter werden, lohnt sich häufig die Installation einer Anlage auf dem Dach: Jede Kilowattstunde (kWh) die Sie aus der eigenen Stromproduktion nutzen, muss nicht beim Energielieferanten bezahlt werden. Eine Photovoltaikanlage lohnt sich darum, wenn der Strom vor Allem tagsüber verbraucht wird, oder wenn im Haus eine Wärmepumpe betrieben wird. Ein Batteriespeicher ermöglicht es auch, den tagsüber produzierten Solarstrom nachts zu nutzen. Aufgrund der Kosten von Batteriespeichern verlängert das die Amortisationszeit der Anlage. Im Internet finden sich z.B. bei Finanzratgebern Beispielrechnungen.

Seit dem 01. Januar 2025 besteht in Nordrhein-Westfalen eine Solarpflicht für den Neubau von Wohngebäuden. Ab dem 01. Januar 2026 tritt diese auch bei umfassenden Dachsanierungen von Wohn- und Nichtwohngebäuden in Kraft. Eine Solarpflicht für alle Neubauten von Nichtwohngebäuden gilt bereits seit 2024. Seit 2022 besteht eine Solarpflicht für Parkplätze mit mindestens 35 Stellplätzen, die Nichtwohngebäuden zugeordnet sind. 

Falls Sie sich unsicher sind, ob Ihr Vorhaben eine Solarpflicht auslöst, kontaktieren Sie bitte Ihre Ansprechperson im 

Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder an der Fassade werden staatlich begünstigt:

  • Förderung durch den KfW Kredit 270 
    • Kredit ab 3,25 % effektivem Jahreszins
    • für Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme, für Netze und Speicher
    • für Photovoltaik, Wasser, Wind, Biogas und vieles mehr
    • für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen
  • Einspeisevergütung (nach EEG)
    • je nach Situation zwischen 5,46 ct und 12,47 ct

Darüberhinaus entfällt für Anlagen an Wohngebäuden (oder Nebengebäuden) bis zu einer Leistung von 30 Kilowatt-Peak (kWp) (bzw 15kWp je Wohneinheit bei Mehrfamilienhäusern) die Einkommensteuer auf erwirtschaftete Gewinne sowie die Mehrwertsteuer.

Die Stadt Mönchengladbach bietet keine Förderung für Photovoltaikanlagen an. Das Land NRW hat die PV-Förderung im Programm progres.nrw eingestellt.

Prüfen Sie mit diesem unabhängigen Beratungstool, ob eine Photovoltaikanlage für Sie geeignet ist. Sie finden hier: 

  • eine unabhängige Empfehlung für eine passende Anlage,
  • eine Berechnung des Ertrags auf Basis Ihres Stromverbrauchs und Standorts und
  • eine Analyse der Wirtschaftlichkeit und möglicher Fördermittel.

 

Im Solarkataster des Landes NRW können Sie die Ausrichtung Ihres Daches und die grundsätzliche Eignung für eine PV- und Solarthermieanlage prüfen.

 

Auf der App / Website Shadowmap können Sie Sonnenstand und Verschattung in einem virtuellen Stadtmodell prüfen.

Um die Genehmigungsfreiheit und Konformität mit dem Bebauungsplan abzustimmen, sollte vor der Umsetzung des Vorhabens der Fachbereich Bauordnung und Denkmalschutz in Mönchengladbach kontaktiert werden.

Eine PV-Anlage muss registriert werden. Eine Schritt-für-Schritt Anleitung und die nötigen Formulare stellt die NEW AG zur Verfügung:

Steckersolaranlagen, oft auch Balkonkraftwerke genannt, sind kleine PV-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 800Wp (Watt Peak) die in der Regel ohne großen technischen Aufwand z.B. am Balkon, an der Fassade oder auf dem Dach angebracht werden können. Sie sind eine einfache Möglichkeit, wie auch Mieterinnen und Mieter ihren eigenen sauberen Strom produzieren und von den Vorteilen günstiger Eigenversorgung profitieren können. Sie tragen dazu bei, die Energiewende voranzubringen – direkt von Balkon, Terrasse oder Garten aus. In der Regel deckt ein 400 Wp Panel tagsüber die Grundlast des Haushalts. Für größere Haushalte rentiert sich auch eine größere Anlage. Eine Steckersolaranlage lohnt sich besonders dann, wenn der erzeugte Strom tagsüber selbst verbraucht wird. Mit einem zusätzlichen Batteriespeicher kann der Eigenverbrauch weiter erhöht werden - damit steigen aber auch die Investitionskosten.

Stromproduktion und Sparpotential hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • Ausrichtung der Solarpanele nach Himmelsrichtung
  • Aufstellwinkel
  • Verschattung, z.B. durch Fassaden oder Bäume
  • Höhe und Zeitpunkt des Stromverbrauchs im Haushalt

Süd-, Ost- oder Westausrichtung möglich: Nach Süden ausgerichtete Module liefern im Jahresverlauf die höchsten Erträge. Bei nach Osten oder Westen ausgerichteten Modulen sind ebenfalls gute Erträge zu erwarten. Bei diesen Ausrichtungen passen Stromerzeugung und Stromverbrauch möglicherweise besser zusammen, da die Stromerträge morgens (bei Ostausrichtung) bzw. am späten Nachmittag (bei Westausrichtung) höher sind. Senkrecht am Balkongeländer angebrachte Module (90° „Dachneigung“) liefern im Sommer niedrigere, im Winter dafür etwas bessere Erträge. (Teil-)Verschattungen der Module können den Stromertrag deutlich reduzieren.

Es besteht ein gesetzlicher Anspruch auf das Balkonkraftwerk. Dennoch benötigen Sie weiterhin eine Erlaubnis des Vermieters bzw. der Wohneigentümergemeinschaft, denn Ausnahmen sind möglich. Es lohnt sich außerdem zu prüfen, ob ggfs. Schäden (z.B. an der Fassade) durch ein Balkonkraftwerk in Ihrer Haftpflichtversicherung mitversichert sind.

Die Anlage muss im Marktstammdatenregister  der Bundesnetzagentur eingetragen werden. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie bei der NEW.

Achten Sie auf geprüfte Komponenten (Wechselrichter, Einspeisesteckdose). Achten Sie darauf, dass das Gerät die in Deutschland geltende Anschlussnorm VDE-AR-N 4105 erfüllt. Es wird empfohlen, eine spezielle Energiesteckdose (Wieland-Steckdose) zu verwenden. Der Anschluss und die Balkonhalterung sollte von einer fachkundigen Person eingerichtet und überprüft werden. Zulässig ist eine installierte PV-Leistung aller Module von höchstens 2.000 Watt. Die Installation einer Anlage mit mehr als 800 Wp kann sinnvoll sein, wenn Sie auch bei verändertem Sonnenstand möglichst viel Strom produzieren wollen. Bei Balkonkraftwerken, die mehr als insgesamt 800 Watt erzeugen können, drosseln deren Wechselrichter die Einspeisung.

Weiterführende Informationen:

 Verbraucherzentrale NRW

Sie finden hier: 

 

Prüfen Sie mit diesem unabhängigen Beratungstool, ob eine Steckersolaranlage für Ihr Haus geeignet ist.

Sie finden hier: 

  • eine unabhängige Empfehlung für eine passende Anlage,
  • eine Berechnung des Ertrags auf Basis Ihres Stromverbrauchs und Standorts und
  • eine Analyse der Wirtschaftlichkeit und möglicher Fördermittel.

 

Shadowmap

Sie finden hier: 

  • Prüfen von Sonnenstand und Verschattung in einem virtuellen Stadtmodell

 

Beispielrechnung

Rechnerisch vereinfacht liefern im optimalen Anstellwinkel südausgerichtete Module ihre volle Nennleistung während 950 Stunden eines Jahres, die sogenannten Volllaststunden (tatsächlich arbeiten Photovoltaikanlagen meist in Teillast). Werden Module senkrecht am Balkon montiert, sinkt der Jahresertrag um ca. 30 Prozent (d.h. auf ca. 665 Volllaststunden). Ein so montiertes Steckersolargerät mit 800 Watt hat einen Jahresertrag von 532 Kilowattstunden (kWh). Davon können ohne Speicher im Durchschnitt 45 Prozent zeitgleich im Haushalt verbraucht werden, d.h. 240 Kilowattstunden. 

Bei einem angenommenen Arbeitspreis von 37 ct/kWh ergeben sich Einsparungen von knapp 90 Euro pro Jahr. Bei angenommenen Kosten von 400 Euro dauert es dementsprechend knapp fünf Jahre bis die Anschaffungskosten eingespart wurden. Steigt der Strompreis zwischenzeitlich an, kann sich die Amortisation beschleunigen.

 

Wieviel CO2 Emissionen kann man mit einer Steckersolaranlage einsparen?

Zwei vertikal montierte Standardmodule (à 400 Watt) können pro Jahr 530 kWh Strom erzeugen – genug für z. B. einen Kühlschrank und weitere Standby-Verbräuche. Dadurch können in 20 Jahren etwa 7,3 t CO2 eingespart werden. Das entspricht etwa einer Menge die bei 41 Tagen durchgängigem Video-Streaming freigesetzt würde.

Weiterführende Informationen

Ratgeber Photovoltaik" der Verbraucherzentrale

Photovoltaik-Dachanlagen - Wirtschaftlichkeit und steuerliche Behandlung von PV-Anlagen und Batteriepseichern (Umweltbundesamt)