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Jahresrückblick 2025 - stadtlabor.mg

Gemeinsam an der Stadt von morgen arbeiten

2025 war ein besonderes Jahr für das stadtlabor.mg: Aus einer Idee wurde ein lebendiger Ort für Austausch, Beteiligung und gemeinsames Ausprobieren. Schritt für Schritt entstand ein Raum, in dem Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und weitere Partner zusammenkommen, um neue Impulse für die Stadt von morgen zu setzen.

Erste Impulse, Austausch und Anerkennung: Januar bis März 2025

Zu Beginn des Jahres waren Kolleginnen aus dem Smart-City-Team und der Stadtbibliothek Mönchengladbach bei der Eröffnung des „Zukunftswerks“ in Wiesbaden zu Gast. Das Zukunftswerk ist ein Partnerprojekt innerhalb der Initiative Stadtlabor2Go. Der Besuch zeigte, wie wertvoll der Blick über die Stadtgrenzen hinaus für neue Ideen und Formate ist, und lieferte wichtige Impulse für das geplante Stadtlabor in Mönchengladbach.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden und die Stadt Mönchengladbach orientieren sich innerhalb der Initiative Stadtlabor2Go am erfolgreichen Modell des CityLAB Berlin. Gemeinsam mit dem CityLAB Berlin entwickeln beide Städte Formate, Prozesse und Angebote, um Innovationen schneller und wirksamer in die Verwaltung zu bringen. Dabei stehen niedrigschwellige Zugänge, eine starke Nutzerorientierung und ein experimenteller Ansatz im Mittelpunkt.

© DLR

© Theodor Bußmann

Beteiligung von Anfang an: Frühjahr 2025

Im Frühjahr wurde die Idee eines Mönchengladbacher Stadtlabors zunehmend mit Leben gefüllt. Im März wurde das Konzept – damals noch unter dem Arbeitstitel „Citizen LAB“ – erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt, unter anderem auf der Regionalkonferenz in Mönchengladbach und beim Smart City Summit Niederrhein.

Im gleichen Monat erhielt die Stadt Mönchengladbach gemeinsam mit der Stadt Wiesbaden eine besondere bundesweite Auszeichnung: In der Kategorie „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ wurde der erste Platz des Ko-Pionier-Preises vergeben. Ausgezeichnet wurde das gemeinsame Projekt Stadtlabor2Go, bei welchem beide Städte eng zusammenarbeiten und vom CityLAB Berlin begleitet werden. Die Auszeichnung würdigt die erfolgreiche interkommunale Kooperation und den Einsatz für innovative Formen der Bürgerbeteiligung.

Ebenfalls im Frühjahr besuchte das CityLAB Berlin das Smart-City-Team und die Zentralbibliothek Carl Brandts Haus, um die Räumlichkeiten und Akteurinnen und Akteure vor Ort kennenzulernen und erste Inspirationen für eine Umsetzung vor Ort zu erhalten. Im April fiel dann der offizielle Startschuss für die Umsetzung des Stadtlabors: Das CityLAB Berlin richtete einen Auftakt-Workshop aus, bei dem Erfahrungen ausgetauscht und erste Schritte zur konkreten Umsetzung geplant wurden.

Im Mai brachte eine Projektwoche mit Studierenden der TH Köln neue Perspektiven ein. Gemeinsam mit dem Smart-City-Team führten die Studierenden Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern in Mönchengladbach und entwickelten erste Ideen für künftige Formate im Stadtlabor. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie ein Stadtlabor für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv gestaltet werden kann und wie Bürger:innen in Smart City Projekte eingebunden werden könnten.

Auch junge Menschen brachten ihre Sichtweisen ein: Beim Berufsfelderkundungstag im Juni diskutierten Schülerinnen und Schüler aus Mönchengladbach, welche Themen und Formate sie sich in einem Stadtlabor vorstellen könnten.

Ein neuer Ort öffnet seine Türen: Eröffnung im Juni

Am 24. Juni 2025 erhielt das stadtlabor.mg seinen offiziellen Namen und wurde im Rahmen der Digitalwoche feierlich eröffnet. Rund 75 interessierte Gäste kamen im Wandelsaal der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus zusammen, um einen ersten Eindruck vom stadtlabor.mg zu gewinnen. Workshops, Gespräche und Mitmachangebote zeigten, wofür das stadtlabor.mg steht: ein offenes, experimentelles Format, in dem neue Ideen gemeinsam ausprobiert und weiterentwickelt werden.

Kurz nach der Eröffnung starteten die ersten Workshops. Bürgerinnen und Bürger bauten eigene Umweltmessstationen, experimentierten mit Sensoren oder entwickelten mit LEGO® kreative Szenarien, wie Sensorik einen Mehrwert für die Stadt schaffen kann. Die praxisnahen Angebote machten digitale Themen greifbar und luden zum Mitmachen ein.

© Stadt Mönchengladbach

© Stadt Mönchengladbach

Netzwerke, Kooperationen und neue Formate: Sommer und Herbst 2025

In den Sommermonaten wuchs das Netzwerk des stadtlabor.mg weiter. Es entstanden neue Ideen für Beteiligungsformate, die künftig auch in den Stadtteilen umgesetzt werden sollen. Seit August arbeitet das stadtlabor.mg zudem mit der Initiative „Rheydt inklusiv“ zusammen, um digitale Angebote möglichst barrierearm und inklusiv zu gestalten.

Auch überregional machte das stadtlabor.mg auf sich aufmerksam: Im September erschien ein Fachartikel zur Initiative Stadtlabor2Go in der Zeitschrift Der Gemeinderat. Im Oktober war das Smart-City-Team auf der Smart Country Convention 2025 in Berlin vertreten, um Erfahrungen zu teilen, neue Impulse mitzunehmen und Kontakte zu knüpfen.

Mitmachen, testen, Feedback geben: Dezember 2025

Zum Jahresende stand das Mitmachen erneut im Mittelpunkt. Im Dezember lud das Team E-Government der Stadt gemeinsam mit dem stadtlabor.mg zu einem Chatbot-Testessen in die Zentralbibliothek ein. Bei Pizza und Gesprächen konnten Interessierte einen neuen, datenschutzkonformen städtischen Chatbot testen, der künftig durch Informationen und Services der Stadt führen soll. Das direkte Feedback der Teilnehmenden lieferte wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung – ein gelungenes Beispiel dafür, wie digitale Lösungen gemeinsam mit der Stadtgesellschaft entstehen können.

Ein weiterer wichtiger Schritt folgte ebenfalls im Dezember: In der Zentralbibliothek wurde eine mobile Stadtlabor-Station eingerichtet. An dieser Station informiert das stadtlabor.mg künftig über aktuelle Inhalte sowie geplante Aktionen und Formate. Bürgerinnen und Bürger haben dort die Möglichkeit, sich niedrigschwellig über die Arbeit des Stadtlabors zu informieren, neue Angebote kennenzulernen und Anknüpfungspunkte zum Mitmachen zu entdecken.

Ausblick

Das Jahr 2025 hat gezeigt: Das stadtlabor.mg ist ein Ort für alle – offen, neugierig und fest in der Stadtgesellschaft verankert. Der Blick nach vorn bleibt spannend. Mit weiteren Workshops, Beteiligungsformaten und mobilen Angeboten in den Stadtteilen wird das stadtlabor.mg auch 2026 ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen, Ideen entwickeln und die digitale Zukunft ihrer Stadt aktiv mitgestalten.

Über die SmartCity Mönchengladbach

Im Rahmen des Förderwettbewerbs „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) wird die Stadt Mönchengladbach seit Januar 2021 gefördert. Als eine der ausgewählten Modellkommunen entwickelt und erprobt Mönchengladbach sektorenübergreifende digitale Strategien und Lösungen für das Stadtleben der Zukunft, sammelt Erfahrungen in konkreten Projekten und teilt diese mit anderen Kommunen, um die Entwicklung smarter Städte bundesweit voranzubringen.