Irmgard Ropertz

Irmgard Ropertz

Schützenstraße 72
41239 Mönchengladbach
Tel.: 02166 / 30 725


Biografie

Geboren 1922 in Ostpreußen; nach Schulabschluß Studium der Pädagogik in Frankfurt/Oder; 1944 Lehrerin an der Volksschule in Banners/ Ostpreußen; im Januar 1945 Flucht vor der russischen Armee; November 1945 Lehrerin an der Volksschule in Fincken/ Mecklenburg; 1946 Umsiedlung nach Mönchengladbach; 1976 bis 1988 Referentin für Kunst an der Familienbildungsstätte Rheydt. Irmgard Ropertz ist verheiratet und hat drei Kinder, für deren Erziehung sie ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben hat. Ihre Bücher tragen biografische Züge. Sie stellen eine authentische Wiedergabe des Geschehens in den Kriegs- und Nachkriegsjahren dar. Mit ihrem schriftstellerischen Werk will sie diese Ereignisse mit ihren Qualen, Ängsten und Nöten unvergessen machen, da nur die wachsame Erinnerung daran tatsächlich eine Wiederholung ausschließen kann. "Um des Friedens willen" heißt ihr Buch, welches jetzt im Bernadus-Verlag Langwarden erschienen ist. Erinnern steht auf dem Buchdeckel, und mit diesem Buch hat Sie Ihre Erinnerungen an den Krieg verarbeitet. "Mein größter Wunsch ist es, dass nachfolgende Generationen die bittere Erfahrung eines Krieges nicht mitmachen müssen, denn er ist die größte Tragik und der größte Fluch der Menschheit", schreit Sie im Vorwort - und bringt es damit auf den Punkt.


Bibliografie

1994
Um des Friedens willen (nicht veröffentlicht)

1996
Zwischen den Rädern. Erinnerungen, 2. überarbeitete Auflage. Langwaden ISBN 3-910082-42-4

1997
Lundas Weg in schwerer Zeit. Langwaden ISBN 3-910082-51-3

1999
Facetten des Lebens. Langwaden ISBN 3-910082-89-0

2003
Um des Friedens willen. Langwaden ISBN 3-934551-58-0


Leseprobe

Ein Frauenschicksal während des zweiten Weltkrieges ist die Grundlage dieses Buchthemas. Ich wählte die Jahre 1937 bis 1946. Sie waren voller Irrungen und Wirrungen, die von unberechenbaren Initiatoren heraufbeschworen worden waren und die Menschen damit in Not und Elend stürzten. ... Als sich Lotte mit ihrem Vater unterhielt, sagte er: "Kriege sind noch nie gut gewesen, sie bringen Tod, Leid und Armut mit sich. Beobachte einmal, was Frau Gutting davon haben wird, was sie mit dieser "Ehre" anfangen kann? Nichts, nichts, sage ich Dir. Menschen werden sterben, verkrüppelt werden, nur damit die Herrschenden ihre Macht ausleben können. Die kleinen unscheinbaren Leute werden immer geopfert werden. So war es und so wird es auch immer wieder sein!" ... Sie schritt langsam voran, jedes Gesicht überprüfend. Dann sah sie ihn. Er hatte das Gesicht zur Seite gedreht und schlief. Leise kam sie näher. Sein Oberkörper war völlig in Gips und Mull eingepackt, sein Arm lag auf einer Holzstütze. Er bewegte sich etwas und wurde dabei wach. Entgeistert schaute er sie an. "Lunda, mein Schatz, faß mich mal an, damit ich es glaube, daß Du hier bist!"

(aus: Lundas Weg in schwerer Zeit, erschienen im Bernadus-Verlag in Langwaden, 1997, Vorwort; S. 156 bzw. 168)