Djordjevska Kostadinka-Koca

Djordjevska  Kostadinka-Koca

Hermannstraße 6
41061 Mönchengladbach
Tel.: 02161/ 20 78 40

 

 

Biografie

Geboren am 23. Mai 1952 in Semsovo bei Tetovo, Makedonien; 1967 Volksschule in Semsovo beendet; 1967-1970 Gymnasium Kiril Pejcinovic, Tetovo; 1970 ausgewandert nach Mönchengladbach; 1971-1972 Krankenpflegehelferin; 1973-1976 Ausbildung zur Krankenschwester; seit 1976 Krankenschwester am Krankenhaus "Maria Hilf" in Mönchengladbach.

Charakteristisch für die Poesie- und Prosawerke der Autorin ist, dass sie sich mit kosmopolitischen Themen, wie z.B. der Zerrissenheit
zweier unterschiedlicher Kulturen, Multikulturen, allgemeinen, humanen und religiösen Aspekten sowie mit Themen ihrer Wahlheimat Deutschland befassen. Dabei liegt ihr das auf der ganzen Welt zerstreute makedonische Volk mit seinem Schicksal einer aufgeteilten Heimat besonders am Herzen. Ihr Engagement in kulturellen und kirchlichen Belangen, insbesondere bei Aktionen für Betroffene in Kriegsgebieten, hat grenzübergreifende Anerkennung gefunden.

Nicht das gesamte Werk der Autorin konnte bislang in die deutsche Sprache übersetzt werden. Zur Zeit sind zusätzlich zu den vorhandenen Texten in deutscher Sprache sechzig weitere Dichtungen für eine Übersetzung ausgewählt und vorbereitet worden. Die Übersetzungen werden vorgenommen von Prof. Dr. Wolf Oschlies, Makedonist und Slawist am wissenschaftlichen Institut für Slawistik und Politologie in Köln, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Tome Sasdov. Die sechzig Dichtungen wurden aus acht Lyrikbänden und entsprechenden Manuskripten der Autorin ausgewählt.

Die Autorin ist seit 1996 Mitglied im Deutschen Schriftstellerverband und seit 1997 im Makedonischen Schriftstellerverband.
Zusammen mit Savo Kostadinovski hat sie den ersten Verein für makedonische Schriftsteller in der europäischen Diaspora gegründet.
Seit Oktober 1999 ist sie Mitglied des Jugoslawischen Schriftstellerverbandes "7"-Sektion des Schriftstellerverbandes Serbien - Udruzenje Pisaca 7.



Preise, Auszeichnungen, Stipendien

1996
"Die goldene Schrift" im Rahmen der Poesieabende von Struga beim Internationalen Festival der Poesie in Makedonien

1996
"Majske Noci Poezije Udruzena Pisaca" - Schriftstellerverein "7".
Frankfurt a.M., unter der Schirmherrschaft der Europa-Nachrichten

1999
Dritter Preis der serbischen Diaspora für Europa, verliehen durch den Schriftstellerverein "7".
Frankfurt a.M., unter der Schirmherrschaft des EVROPA NOVOSTI Verlags GmbH
 
2000
Nacht der Poesie "Mai 2000", Schriftstellerverein "7" sowie Europa-Nachrichten, 1. Preis des renommierten Verlagshauses "Gramatik" aus Podgorica, Montenegro, Jugoslawien, für die Dichtung "Die Augen", vorgetragen in makedonischer Sprache.



Bibliografie

Lyrikbände für Erwachsene

1996
Schlüssel der Seele, Skopje

1996
Tagebuch einer Krankenschwester, Skopje

1997
Tagebuch einer Krankenschwester, Skopje (zweisprachige Neuauflage) 

1998
Schriften aus Tetovo, Skopje

1999
Humane Botschaften in Versen verfasst (für den Druck in makedonischer Sprache vorbereitet)

Für den Druck in Vorbereitung sind weiterhin

"Im Herzen Die Sonne"
"Nostalgisches Besingen"
"Botschaften in Versen"
"Im Herzen des Menschen"
(wird z.Zt. von der Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin Frau Prof. Olivera Sijacki in serbokroatischer Sprache nachgedichtet. Der Druck erfolgt zweisprachig Makedonisch/Serbisch.)


Lyrikbände für Kinder

"Hristina" (nachgedichtet in dt. Sprache von Übersetzerin Zoja Dzunov, Skopje)


Kurzgeschichten für Kinder

"So erzählt die Hristina" (einige Kurzgeschichten sind bereits in Kinderzeitschriften in Makedonien veröffentlicht worden. Gleiches gilt für Auszüge aus dem Manuskript Hristina.)


Reiseberichte

"Reiseberichte für die Seele"


In Vorbereitung

"Das Leben. Unbeschriebenes Buch", Roman
"Unikate Schlüssel zur Seele", Lyrikband für Erwachsene


Veröffentlichungen in der jugoslawischen und serbischen Diaspora

"Pesma je Biljka". Anthologie, ausgesuchte Lyrik des Schriftstellervereins "Rad-nik-Pjesmik u tudjini", Stuttgart
"Stig". Schriftstellerische Kunst und Kultur; Ministerium für Kultur der Republik Serbien (Gedichte in serbischer Sprache)
"Maternaja Rec". Die Muttersprache - Lyrik- und Kurzgeschichtenwettbewerb Mi-lutin Alempijevic, Verein der Schriftsteller "7" (Sekcija udruzena knizevnika Srbi-je), Frankfurt am Main
"Otadzbina". Heimat - Oktobertreff Frankfurt des Schriftstellervereins der Jugos-lawischen Diaspora in Europa, Anthologie, Frankfurt am Main


Veröffentlichungen in Makedonien und der makedonischen Diaspora

1996
"Poetski Iselenicki Meridjani". Anthologie, Ministerium für Aussiedler in Makedonien, Skopje (Makedonische Dichter aus der ganzen Welt)

1996
Porträt und Gedichte der Autorin in: "Sovremnost" (Zeitschrift für Literatur, Kunst und Gesellschaftsfragen), Skopje

1997
Lyrik in: "Sovremnost" 

1998
Lyrik in: "Sovremnost" 


Veröffentlichungen in diversen Zeitschriften, z.B. "Makedonija",
"Makedonische Sonne", "Nova Makedonija", "Vecer", "Stozer" (Zeitschrift der Schriftsteller) usw.
Veröffentlichung in "Makedonski Islenicki Almanach"

Zahlreiche Auftritte bei diversen makedonischen Radio- und Fernsehsendern; in jedem Jahr aktive Teilnahme am internationalen Festival der Poesie in Struga, Makedonien; Auftritte bei vielen literarischen Veranstaltungen der jugoslawischen und makedonischen Diaspora in Deutschland, z.B. Köln, Essen, Dortmund, Frankfurt am Main, Hilden, Sindelfingen, Bielefeld, Stuttgart; selbstorgani-sierte interkulturelle literarische Projekte in mindestens drei Sprachen (Deutsch, Makedonisch, Serbokroatisch) in Mönchengladbach



Leseprobe

Brief aus Australien

Den Brief, den ich diesmal aus Australien erhielt, schrieb meine Schwester Mara. So wie jeder Brief von ihr freute mich auch dieser, denn wir sahen uns selten und es blieb uns nur übrig, einander zu schreiben.
Auch in diesem Brief erzählte sie von ihrem Heimweh. Dasselbe Heimweh plagt uns beide, aber wahrscheinlich mehr die Schwester als mich, weil sie weiter weg ist und seltener kommt.
Doch den starken Eindruck machte mir das Ende vom Brief. Meine Schwester schrieb mit einige Zeilen von Christina, wo sie ihr für die Grüße dankt.
Als ich das las, was mir Christina geschrieben hatte, fühlte ich, daß ich in eurer Nähe sei, schrieb mir die Schwester. Und mit diesem Gefühl der Nähe schien mir die Welt sehr klein ist, obwohl ich weit von euch bin...
Ich versuchte, Christina diese Worte zu erklären. Sie ist sechs Jahre alt und hat das Heimweh nicht gefühlt und das Nahen von großen Ferne, und verstand mich nicht gut. Aber wir haben uns gut besprochen: dass Tante Mare kommen wird und persönlich ihr das erklärt. Genauer, jenes, was sie nicht verstanden hat, wird sie in unserer Begegnung sehen. Diese Besprechung gefiel ihr am besten.


Schulen für alle Kinder
Dieser große Wunsch ist
schon lange entstanden:
jedes Kind soll
zur Schule gehen.

Es soll schreiben lernen
und Bücher lesen,
anstatt Zeit zu vertreiben
und ständig zu wandern.

Für die Kinder ist Schule
ein unermeßlicher Reichtum,
sie öffnet ihnen Horizonte
mit unermeßlicher Kenntnis.

(aus: "Die Tage mit Christina", übersetzt von Zoja Dzunov, noch nicht erschienen )