Iris Kater

Iris Kater

c/o Iris Kater Verlag & Medien GmbH

Nelsenstr. 15
41748 Viersen
Tel.: 02162/ 1 02 68 06
Fax: 02162/ 1 02 68 07



Biografie

Geboren am 16. Dezember 1974 in Mönchengladbach; Besuch der katholischen Grundschule und der städtischen Realschule St. Josef in Viersen; während der 6. und 7. Klasse Aufenthalt im Franken-Landschulheim Schloss Gaibach in Bayern; Lehre als Justizangestellte beim Amtsgericht Düsseldorf; Studium mit Abschluss als Diplomsekretärin; seitdem Weiterbildungen in den Bereichen Medien und Journalismus; seit 2001 Unternehmerin (Verlegerin), Geschäftsführerin der Iris Kater Verlag & Medien GmbH, Viersen.

Die künstlerisch außerordentlich begabte Autorin begann früh mit dem Zeichnen von Landschaften und Stillleben. Nach der Geburt ihres Sohnes 1995 fing sie an, Kinderbilder zu zeichnen und dazu Geschichten zu schreiben. Ihr erstes Kinderbuch kam bei der Erziehungsarbeit mit Kindern, u. a. in Kindergärten, so gut an, dass sie bald in der Kinderklinik St. Nikolaus des Allgemeinen Krankenhauses Viersen einen Sponsor für ihr zweites Buch fand. Ihre Bücher sind kombinierte Mal- und Lesebücher; ihr Inhalt ist gewaltfrei, soll die Kinder zum Mitmachen bei Gruppenspielen animieren und helfen Vorurteile abzubauen. Neben ihren Kinderbüchern zeichnet sie nebenbei auch für andere Autoren, Aktionen oder Pfarrbriefe (kirchliche Motive). Zudem illustrierte sie im Jahr 2000 das offizielle Logo der IBZ - Initiative bessere Zukunft (Markt Schwaben/Bayern).

Die Autorin: "Meine Inspiration für meine Bücher fließt mir überall in meinem Leben zu. Es kommt vor, dass ich nachts aufwache und unbedingt schreiben oder zeichnen muss. Für meine Familie ist es nichts besonderes, wenn sie mich dann morgens, umgeben von unseren zwei Katzen, schlafend auf meinem Zeichentisch findet. Bevor allerdings meine Manuskripte zur Veröffentlichung freigegeben werden, ist das Einverständnis meines Sohnes Maurice als mein größter Kritiker das Wichtigste für mich. Ich habe so viele Ideen welche jeden Tag in mir entstehen. Einige für meine Bücher, andere für meine Firma, den Verein, meine Familie oder Mitmenschen und jede Einzelne möchte ich umsetzen. Ich bin froh, dass meine Familie so eng zusammen steht, ohne sie wäre es nicht möglich."

2001 gründet sie den Katercom-Verlag – einen Verlag für gewaltfreie Kinderbücher. 2002 folgte die Gründung des Rotblatt-Verlages – einem Verlag für allgemeine Literatur. In den folgenden Jahren gesellten sich mehrere Zeitschriften und Magazine sowie ein Redaktions- und Medienbüro zum Iris Kater Verlag hinzu. Seit 2007 sind alle Zweige des Verlages in der Iris Kater Verlag & Medien GmbH vereint.

Sie ist Mitglied der AEJ – Association of European Journalists.

Neben Familie, Beruf und ihrer literarischen Arbeit findet Iris Kater noch Zeit für eine aktive Mitarbeit in verschiedenen Organisationen für Kinder und Umwelt.
2004 gründete sie den Verein „Child’s Horizon e. V.“, ein Verein welcher sich besonders für die Kinder in Deutschland und im deutschsprachigen Bereich einsetzt, jedoch auch weltweit Aktionen unterstützt. Schwerpunkte des Vereins ist u. a. die Lese- und Bildungsförderung.



Bibliografie

Nur Kinderbücher:

1999
Maurice findet einen kleinen Freund. Frankfurt ISBN 3-89501-970-4

2000
Cado und die Farbdiebe. München ISBN 3-89675-803-9

2001
Cado und seine Freunde, e-book.com, USA (Ein E-Book in deutscher Sprache) 

2001
Cado und seine Freunde

2001
Cado und seine Freunde, e-book.com, USA (Ein E-Book in deutscher Sprache, zu beziehen im Internet unter: www.ebookcom.net)

2001
Cado und seine Freunde, Neuss

2001
Cado und die Farbdiebe 

2001
Cado`s kleine Weihnachtsbäckerei - Band 1 

2002
Cado, der Drachenkönig - Abenteuer im Land der Phantasie 

2002
Cado`s Drachenjahr 

2002
Cado, der Drachenkönig im Land der Muffelmorfe 

2003
Ein Fall für Cado und das Kuschelmonster 

2003
Cado bei den Dinosauriern - Auf der Suche nach der Blume der Musik 

2003
Cado en zijn vrienden 

2006
Cado und der magische Traumschlüssel 

 

Leseprobe

Cado und die Farbdiebe

Er flog immer Richtung Sonnenaufgang und einige Zeit später tauchte ein gelber Planet vor ihm auf. Cado konnte keine Seen oder Flüsse entdecken. Dies war einer dieser Planeten, welche nur aus Sand bestanden. Doch auf ihm gab es Leben. Cado konnte kleine einzelne Häuser erkennen und sogar eine paar vereinzelte Siedlungen. Viele Bewohner konnte dieser Planet nicht haben. Wovon sollen sie auch leben. Direkt neben der Siedlung setzte Cado mit seiner Windmühle zur Landung an. Doch niemand kam ihm entgegen. Wahrscheinlich war es den Bewohnern zu heiß, denn der Boden glühte vor Hitze.

Cado zog sich seinen Raumanzug an, damit er den heißen Boden betreten konnte. "Wie kann hier nur jemand leben?", dachte er sich, als er auf eines der Häuser zuging. Die Häuser waren aus Steinen und Sand gebaut. Alles war veraltet und ärmlich. Technik gab es nicht. Vorsichtig betrat Cado das Haus und sofort umgab ihn eine angenehme Kühle.

Das Haus bestand nur aus einem einzigen Raum und in der Mitte dieses Hauses lagen geflickte Matten auf dem Steinboden. Auf diesen Matten schliefen vier grüne Lebewesen. Außer ihrer Hautfarbe sahen sie fast aus wie Menschen. Sie hatten Lumpen an, waren völlig abgemagert und schliefen.

Es war eine ganze Familie, welche sich dort zum Schlafen hingelegt hatte. Vater, Mutter, Tochter und Sohn. Cado überlegte noch, ob er sie wecken sollte, als der Vater aufwachte.
Er entdeckte Cado sofort und sprang auf, um seine Familie zu schützen. "Wer bist du?", fragte er verstört. "Ich bin Cado der Drachenkönig. Ich wollte dich nicht erschrecken, aber ich bin auf der Suche nach den Farbdieben, welche die Farben meines Planeten gestohlen haben." "Hier sind sie nicht", antwortete der Mann höflich, als er sich vom ersten Schock erholt hatte, „hier ist niemand außer uns Wüstienen."

"Und wie heißt Du?", fragte Cado. "Mein Name ist Usam. Warte, ich wecke meine Familie. Tagsüber schlafen wir meistens, denn die Hitze ist unerträglich.
Nachts dagegen suchen wir nach Essbarem, denn wie dir aufgefallen ist, gibt es hier so gut wie gar nichts."
"Warum lebt ihr dann noch hier?“, schmunzelte Cado. "Wie haben leider keine Raumschiffe so wie du", bekam er zur Antwort, „wir sind ein sehr armer Planet und besitzen keinerlei Technik."

Kurze Zeit später waren Isa, Usams Frau und seine beiden Kinder Sari und Libari aufgewacht. Sofort wurde Cado genau betrachtet, denn Drachen waren hier unbekannt. "Wir sind zwar arm", sagte Usam, "aber wir sind trotzdem glücklich. Unsere Kinder bekommen fast alles was wir haben, denn sie sind noch jung. Auf diesem Planeten gibt es leider nicht sehr viele Kinder, denn die Wüstienen haben nicht genug um sie zu ernähren. Doch das ist nicht dein Problem. Hast du Hunger? Dann iss mit uns. Es ist nicht viel, aber wir teilen es gerne mit dir." Isa brachte eine kleine Schale mit Kaktusblättern und Wurzeln. Von dieser Schale lebte diese Familie eine ganze Woche.

Diese Familie wäre bereit, ihm eine ganze Wochenration anzubieten, obwohl sie nichts zu essen hatten. Cado schluckte. Er wollte ihnen so gerne helfen, aber wie. Da fiel Cado das Stück Käse ein, welches ihm der Mann im Mond geschenkt hatte. "Ich komme sofort wieder", lächelte er seine Gastgeber an und ging zurück zu seiner Windmühle. Inzwischen war es schon dunkel geworden und man konnte den Boden ohne schützenden Anzug betreten.

Er holte das Stück Käse aus seinem Raumschiff und ging zurück zu Usam und seiner Familie.

"Hier, für euch", sagte er und hielt Usam strahlend ein Stück Käse entgegen. "Was ist das?", fragte Sari. Käse kannte sie nicht, denn hier gab es keine Kühe und Ziegen, die Milch gaben, um Käse daraus zu machen. "Das ist Käse", antwortete Cado, "es ist ein Zauberkäse und er ist essbar. Wenn ihr ihn in das Mondlicht legt, wächst er und ihr könnt alle davon essen. Ich möchte ihn euch schenken, denn ihr braucht ihn dringender als ich. Kommt mal mit."

Cado drehte sich um und ging mit den anderen vor das Haus. Hier legte er den Käse auf den Boden, so dass der Mond auf den Käse scheinen konnte.

Doch statt zu wachsen, passierte etwas ganz anderes. Der Käse schmolz und breitete sich über den Wüstenboden aus. Immer weiter und weiter verteilte sich die Käseschicht sekundenschnell auf dem Planeten bis sie ihn ganz bedeckt hatte.

Danach fing das letzte Stück Käse, welches noch vor Cado lag, an zu leuchten und am Himmel erschien ein Gesicht.

Erst erschrak Cado ein wenig, aber dann erkannte er, welches Gesicht dort oben am Himmel stand. Es war der Mann im Mond. "Habt keine Angst", sagte er, "ich bin nur hier um zu helfen. Ich wusste das ich mich nicht in dir getäuscht habe. Die Reinheit deines Herzens hat den Zauber des Käses freigelassen und nun seht wie viel Magie in ihm steckt." Danach verblasste der Mann im Mond bis er nicht mehr zu sehen war.
Dafür fing der ganze Planet an zu leuchten und aus der Käseschicht entstanden richtige Bäume und grünes Gras. Vögel bildeten sich hervor, Tiere und bunte Pflanzen. Sogar Wolken entstanden. Es dauerte nicht lange, da hatte der Käse aus einem Wüstenplaneten eine Oase des Lebens gemacht.

Usam und seine Familie hatten Tränen in den Augen und auch Cado konnte sich nicht mehr halten. Das alles sollte er erschaffen haben? Ein einmaliges Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Überall kamen die Wüstienen aus ihren Häusern und glaubten, ihren Augen nicht zu trauen, denn so etwas hatten sie noch nie gesehen. Sie jubelten und dankten Cado, denn er hatte ihren Planeten gerettet. Die ganze Nacht feierten sie und am nächsten Morgen machte sich Cado wieder auf seine Reise. Alle waren gekommen, um ihn zu verabschieden und wollten ihn gar nicht gehen lassen. Doch Cado musste weiter, Richtung Sonnenaufgang.
(aus: Cado und die Farbdiebe, erschienen im Iris Kater Verlag, Viersen, 2000)

Mehr über Iris Kater im Internet:
http://www.katercom.de
http://www.childs-horizon.de