Hans Hugo Hanrath

Hans Hugo Hanrath

An der Heimstätte 27
47807 Krefeld
Tel.&Fax. 02151 / 39 07 31

 




Biografie

Geboren am 16.10.1941 in Mönchengladbach; 1961-1964 Studium an der Pädagogischen Hochschule in Kettwig (Volksschullehrer); 1978-1981 (Zusatz-) Studium an der RWTH Aachen (Sekundarstufe I)
1964 Lehrer in Wanne-Eickel
1965 Lehrer in Krefeld
1968 Fachleiter für Deutsch (Bezirksseminar Krefeld)
1969 Bezirksseminare Krefeld, Hilden, Remscheid, Mönchengladbach  1975 Schulrat im Kreis Viersen
1978 Staatliches Prüfungsamt für Erste Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen
1981 Regierungsschuldirektor
1983 Staatliches Prüfungsamt für Zweite Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen, Düsseldorf

Seit 1993 Studienleiter der Pädagogischen Akademie der Gemeinschaft Evangelischer Erzieher (GEE) in Duisburg. Der Autor ist freier Dozent für Englisch (Fachhochschule Niederrhein) und Niederländisch. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Bekannter noch als durch seine berufliche Laufbahn wurde Hans Hugo Hanrath als Autor - auch von Mundartliteratur - sowie als Vortragskünstler, besonders in niederrheinischer Mundart. Die Einnahmen aus seinen im Selbstverlag publizierten Büchern und Vorträgen fließen sozialen Zwecken zu.
Hans Hugo Hanrath ist ordinierter Predigthelfer der Evangelischen Kirche im Rheinland. So befasst er sich intensiv mit religiösen Themen, die er in hochdeutscher Sprache und gelegentlich auch in Mundart interpretiert.

"Ursache und Anlass zum Schreiben bieten ihm Menschen. Er versucht immer, in seinem "Gegenüber" den Menschen zu sehen, wie dieser ist und wie er sein Leben zu leben, zu bewältigen versucht und wie sein Leben in Beziehung zu Gott steht. Dabei verbietet er sich jeder Einseitigkeit, erst recht jede Betrachtung durch eine ideologisch oder sonstwie gefärbte Brille. Er versucht, die so unterschiedlichen Menschen im alltäglichen Leben, in Tagen besonderer Freude oder großen Kummers, aber auch in nachdenklichen Stunden zu sehen. Er versucht die Vielfalt der Wirklichkeit Gottes in unserer Lebenswelt aufzuspüren.
Die platte Sprache ist ihm von Kindheit an vertraut. Es war ihm stets bewusst, dass Platt nicht nur überlieferte Sprache unserer Landschaft, sondern auch ein Teil der Wesensart der Menschen in dieser Landschaft ist, die auch deshalb zu erhalten und zu pflegen ist.
Er schreibt Gedichte und Erzählungen gleichermaßen. Es spiegelt sich in ihnen der Lebenssinnsuchende, aber ebenso der mit alltäglichen Sorgen belastende Mensch wider". (Nach einem Text von Wilhelm Hastenrath)



Bibliografie

(Auswahl)

Mundart (im Selbstverlag)

1979
Os Familijealbum

1980
Oser Herrjott hat allerhand Kosjänger

1985
Mine Papp sine Vadder sine Vuß (Opas roter Gaul)

1986
Dä Die Dat (Er Sie Es)

1986
Vör de eeje Düer (Williker Ulke)

1988
Hasse Wööet (Wörterbuch)

1992
Allerlee Lüü 


Anthologien

1987 - 1993
Os Beäs op Platt

1997
Dialekte und Dialektliteratur/Dialecten en dialectliteratuur in de Euregio Rijn-Maas-Nord


Hochdeutsch / Englisch

1980
Emma Kabers Tagebuch

1984
Sinn - Mitte - Ziel (Predigten)

1985
Hoffnung - Zuversicht - Mut (Predigten)

1986
Laßt uns freuen! (Predigten)

1985
Best wishes from Gillingham (I - III) (Letters of an English-German friendship - Gillingham - Mönchengladbach)

1988
Packt ein! - Omi packt aus!

1989
mit mir nicht! - heiter-satirische Begegnungen von und mit Herrn Knoll

1994
Noch immer ist es fünf vor zwölf

1996
Immer im Bilde: Tante Mathilde


Sonstiges

det on dat van osser Platt (Heftreihe, Hrsg. W. Hastenrath)
ERZIEHEN HEUTE (Mitteilungen der Gemeinschaft Evangelischer Erzieher e.V.)

 

Leseprobe

-- Vorsicht - Satire! - Vorsicht - Satire! - Vorsicht - Satire! --

Sommergedanken

Wie sehnen wir winterlich-blässlichen Fahlen
Herbei doch die röstenden Frühsommerstrahlen!
Wie herrlich, im Liegestuhl wälzend sich aalen!

Bleibt blass oder bleich man, vernimmt man mit Staunen
von längst sonnensichigen, knusperig Braunen
Ein hämisches Flüstern, Getuschel und Raunen:

"Die sind wohl zu geizig, in Urlaub zu fahren!
Doch wir, ja wir können's! Wir fliegen seit Jahren
weltweit in die Ferne. - Wo wir nicht schon waren!"

Tatsächlich: Es können von vielen die meisten
entfernteste Ziele sich sonnennah leisten -
die Jüngsten, die Mittleren, selbst die Vergreisten.

Dann kehren sie heim in den scheckigsten Farben,
die hechelnd vor Hitze sie schwitzend erwarben
und so ihre blasse Blasiertheit verdarben.

Bald wird sie der Alltag schon wieder erreichen.
Die braun-schwarze Tönung wird schließlich verbleichen.
Sie sind wie sie waren und bleiben diegleichen.

Wie schade! - Der bunt-dunkle Teint ist vergangen;
Man träumt schon voraus mit nervösem Verlangen,
im Urlaub erneut Sonnen-Braun einzufangen.

* * *

Ein schwarzer Student hört bekümmert soeben:
"Ein Zimmer für Sie? - Nein, das ist schon vergeben!"
Ein Schwarzer im Haus? - Nie und Nimmer im Leben!

(unveröffentlicht)