Magdlen Gerhards

Magdlen Gerhards

http://www.magdlen-gerhards.de/

Biografie

Geboren 1952
Wohnhaft in Mönchengladbach
Verheiratet
Drei Kinder

Autorin von:
Romanen
Kinder- und Jugendgeschichten
Theaterstücken

Genre:
Komödien
freischaffende Theaterregisseurin
freischaffende Malerin

Schon seit Jahren ist es mein Ziel bei meiner Arbeit mit Kindern deren Kreativität zu fördern. Ich begann damit, selbst erfundene Geschichten zu erzählen und die Kinder dazu malen zu lassen.
Irgendwann begann ich die frei erfundenen Geschichten zu notieren. „Mäxchen der Regenwurm“, war die erste Geschichte die ich aufschrieb und mit Bildern ausstattete. Bald folgten dann Kinder- beziehungsweise Jugendbücher.

Meine eigene Lesefreude, vor allem Romane, veranlassten mich erste Kurzgeschichten zu verfassen. Nun war es nur noch ein kleiner Schritt mich an einen Roman für Erwachsene heran zuwagen
Weitere Kurzgeschichten und Romane folgten.
Darüber hinaus bin ich als Leiterin zwei Theatergruppen tätig, für die ich die Texte schreibe (Märchen und Komödien), Regie führen und Kostüme entwerfe.

Bibliografie

2010. Sprich nur ein Wort. Rehau: Burg-Verl. ISBN 978-3-937344-58-4

2012. Bastis Abenteuer im Weltall.  Rehau: Burg-Verl. ISBN 978-3-937344-77-5

2012. Mäxchen, der Regenwurm. Küttingen: Silbenflink-Verl. ISBN 978-3-9815686-2-2

2013. Ein Haus mit vielen Türen. Familiensaga aus der Zeit der Leinenweberei. ISBN 978-3-944370-07-1

2015. Die Last des Erbes.Familiensaga aus der Zeit der Leinenweberei. ISBN 978-3-944370-42-2

2015. Aufgewachsen in Mönchengladbach in den 40er und 50er Jahren. ISBN
978-3-831324-22-4

2016. Das Ende der ersten Blütezeit. ISBN 978-3-944370-52-1


Expose

Sprich nur ein Wort...

Fee, eine Frau, die sich von Kindesbeinen an im Leben durch beißen musste, ist Buchhändlerin und besitzt einen kleinen Laden in einem verträumten Ort. Alles, was als Mädchen ihre Selbständigkeit fördern könnte, wurde ihr versagt. Bei ihrem Bruder war das selbstverständlich anders, als Junge erhielt er jegliche Unterstützung, unter anderem bekam er die Erlaubnis, in der väterlichen Bibliothek zu stöbern. Für Fee, die lesehungrig  und wißbegierig war, blieb dieser Raum verschlossen, wie auch viele andere Förderungen. Eine Frau sollte zur guten und fügsamen Ehefrau erzogen werden und alle eigenständigen Fähigkeiten unterdrücken. Diese Grundsätze unterstütze ihre Mutter voll und ganz. Aber Fee ließ sich so schnell nicht einschüchtern und suchte darum, wie bei vielen anderen Dingen auch, heimlich nach Wegen, um doch noch ihr Ziel zu erreichen. So fand sie einen Zugang zu den Büchern die sie interessierte, um sie zu lesen und sich Wissen anzueignen. Ähnlich gestaltete sich ihre Ausbildung. Sie durfte zwar ein Gymnasium besuchen, aber ein Studium blieb ihr versagt. Das erarbeitete sie sich dann selbst, indem sie ihr Studium finanzierte. Dazu verhalf ihr Frau Möhrich, die eine Buchhandlung besaß. Schnell entwickelte sich zwischen den beiden Frauen eine innige Beziehung, die Fee mit der eigenen Mutter nie teilte. Nach dem Studium lernte Fee den israelischen Soldaten Joshua kennen. Schnell entwickelte sich eine tiefe Liebe. Viele Hürden mussten die beiden überwinden, aber dann trennten sie nur noch wenige Tage bis zum endgültigen Zusammenleben. Da schlug das Schicksal zu, denn Josuha starb bei einem der letzten Einsätze. Für Fee brach eine Welt zusammen. In dieser Zeit bemutterte Frau Möhrich sie intensiv. Sie begleitete von Anfang an diese Beziehung. Der Verlust von Josh traf Fee ganz schwer und lange Zeit brauchte sie, um sich davon zu erholen. Danach gestattete sie sich keine Gefühle mehr, die in Richtung Liebe gingen. Stolz war Fee, als Frau Möhrich ihr die Buchhandlung übergab. Sie richtete sie mit viel Liebe ein. Leider verstarb Frau Möhrich bald. Gut das es zu dieser Zeit schon Ellen gab. Sie wurde Fees beste Freundin, obwohl unterschiedlicher Charaktere nicht sein können. Ellen, ein Wirbelwind, nahm das Leben leicht, verliebte sich andauernd und kochte gerne. Aber wenn Fee Kummer hatte, war Ellen es, die sie aufrüttelte. Nur die Liebe konnte sie Fee nicht mehr schmackhaft machen.Einige Zeit verging und ihre Freundin Ellen verzweifelte schon wegen des Gefühlslebens von Fee, da betrat der Maler Andreas Kremen, genannt Andy, ihren Laden, um Bücher zu kaufen. Schnell knistert es zwischen den Beiden. Leider muss Fee feststellen, dass Andy ihr bei jeder Annäherung ausweicht, beziehungsweise für unbestimmte Zeit verschwindet. Andy ist eine gespaltene Persönlichkeit. Er sehnt sich im Unterbewusstsein nach Liebe, lässt sie aber nicht zu.Fee versucht, sich mit seiner Gefühlswelt zu arrangieren. Nach einigen Eskalationen bricht sie um ihrer selbst willen die Verbindung ab.Fünf Jahre später erscheint Andys Tochter Katharina im Buchladen und versucht Fee zu überzeugen, Andy im Krankenhaus zu besuchen, da er lebensbedrohlich erkrankt war. Sie informiert Fee nicht über sein Krankheitsbild.Im Krankenhaus erfährt Fee endlich Andys Lebensgeschichte. Auch er wurde in seiner Kindheit vom Vater unterdrückt, was sein Talent betraf. Seine Mutter schenkte ihm zwar Liebe, aber sie beugte sich dem Diktat des Vaters. So ging er, gegen den ausdrücklichen Wunsch seines Vaters, nach einer Schreinerlehre, die er auf Geheiß seines Vaters absolvieren musste nach Prag, um den Preis, nie mehr nach Hause zu dürfen, selbstverständlich auch ohne eine finanzielle Unterstützung.Nun lebte er in Prag, um Kunst zu studieren. Da er in einem kleinen Dorf aufwuchs, wusste er nicht viel von der politischen Lage um 1967.

Er lernte Milada kennen und konnte sich ihrer Ausstrahlung nicht entziehen. Sie war eine komplizierte und egozentrische Persönlichkeit. Sie fand ihre Plattform in der Politik. Dafür engagierte sie sich vehement. Sie träumte, wie so viele andere, von einer gerechten Politik in der Tschechoslowakei. Sie gehörte zu einer Gruppe von Studenten, die Demonstrationen mit vorbereiteten, Flugblätter verteilten und viele Protestaktionen unterstützten.
Andy besuchte erst nur wegen Milada die Gruppe, denn sie erreichte er nur über die Politik. Doch bald faszinierte ihn das Thema Politik so sehr, dass er schnell zum harten Kern dieser Gruppe gehörte.
Nun gelang es ihm, Milada für sich zu gewinnen. Er liebte sie von ganzem Herzen, sie aber sah das Ganze als ein Intermezzo ohne Verpflichtung in ihrem Leben an.
Als sie schwanger wurde, versuchte sie alles um das Kind loszuwerden. Obwohl Andy sie heiraten wollte, entschied sie sich für eine Abtreibung. Ein Kind verlor sie, aber da es Zwillinge waren, konnte Andy sie überreden, in eine Heirat einzuwilligen. Widerwillig stimmte sie zu.
Dann kam der 19. August 1968, die Panzer des Warschauer Paktes rückten vor. Andy versuchte vergebens Milada davon abzuhalten mitzudemonstrieren, schließlich war sie im sechsten Monat schwanger.
Milada stellte sich den anrückenden Panzern entgegen, wie alle andern aus der Gruppe auch.
Als Andy beobachtete, wie ein Soldat mit einem Gewehr auf Milada und die anderen zielte, das schussbereit war, warf er sich mit einer Mistgabel dazwischen und verletzte den Soldaten schwer.
Er und die anderen aus der Gruppe wurden verhaftet, natürlich auch Milada. Sie setzte man ordentlich unter Druck, was nicht besonders schwierig war, woraufhin ihr Schneid rasch dahin schmolz. Schnell willigt sie ein, vor allem Andy, aber auch die anderen zu denunzieren, um sich damit aus der Haft freizukaufen, und ein geregeltes Leben führen zu können.
Sie opferte alle ihre Ideale und sagte sich endgültig von Andy los. Die Annullierung ihrer Ehe wurde Andy in der Haft zugestellt. Für ihn brach in dem Augenblick eine Welt zusammen. Aber es kam noch schlimmer, da Milada ihn als Vater gegenüber seiner Tochter, die im Oktober geboren wurde, verleugnete. Zu Anfang versuchte ein Freund Verbindung zu Milada und dem Kind zu halten, aber bald zerbrach auch diese Möglichkeit.
Nach 14 Jahren wurde er entlassen und musste binnen 24 Stunden das Land verlassen.
Er war ein gebrochener Mann in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen.
Ein paar Jahre zog er durch die Lande und hielt sich mit seiner Malerei über Wasser, immer angewiesen auf Mäzene, die ihn unterstützten.
Dann lernte er Fee kennen und lieben, aber mit solchen Gefühlen konnte und wollte er nicht   Umgehen.